Files
Wabenhain/k8s/05-app-deployment.yaml
T
Nick Szaunig 2a16b3f962 fix: Ingress-Zeitlimits und Speicherbudget fuer den Video-Upload setzen
Zwei Einstellungen im Deployment liessen einen Video-Upload scheitern,
bevor die Anwendung ueberhaupt antworten konnte — beide Male mit einer
HTML-Fehlerseite, die im Browser als "Unexpected token '<'" ankam:

1. Der Ingress trug keinerlei Timeout-Annotation. ingress-nginx wartet
   dann nur 60 Sekunden je Phase und liefert danach eine eigene
   HTML-504-Seite. Ein Video-Upload braucht regelmaessig laenger: erst
   muessen bis zu 100 MB ueber die Leitung, danach rechnet ffmpeg das
   Video fuers Web um. proxy-read-timeout und proxy-send-timeout stehen
   jetzt auf 600s — bewusst oberhalb des harten ffmpeg-Zeitlimits von 5
   Minuten, damit im Zweifel die Anwendung selbst mit einer verwertbaren
   JSON-Meldung abbricht statt nginx die Verbindung zu kappen.

2. Das Speicherlimit von 512Mi war fuer einen 100-MB-Upload zu knapp:
   request.formData() laedt den multipart-Body vollstaendig in den
   Speicher, und der Kernel beendet den Prozess bei Ueberschreitung
   (OOMKilled). Limit auf 1Gi, Request auf 512Mi. Der CPU-Request steigt
   von 100m auf 500m, weil ffmpeg CPU-gebunden ist und mit 100m ein
   Vielfaches der Zeit braucht — bewusst weiterhin ohne CPU-Limit, das
   wuerde den Transcode auch auf einem freien Knoten drosseln.

Der Kommentar nennt zusaetzlich das davon unabhaengige Origin-Zeitlimit
eines vorgeschalteten CDN (bei Cloudflare 100 Sekunden, Fehler 524), das
sich hier nicht beeinflussen laesst.
2026-09-14 16:15:25 +02:00

133 lines
5.9 KiB
YAML

# image: unten mit der tatsaechlichen Registry/Tag aus der Gitea-Actions-
# Pipeline ersetzen. Kein separater Migrations-Job mehr noetig: der
# Container fuehrt "prisma migrate deploy" + "prisma db seed" selbst aus,
# BEVOR er den Server startet (siehe Dockerfile-CMD in der runner-Stage) —
# beide Schritte sind idempotent, laufen also bei jedem Neustart gefahrlos
# erneut. Readiness-/Liveness-Probes greifen automatisch erst, sobald Port
# 3000 offen ist, also nach abgeschlossener Migration/Seed.
apiVersion: apps/v1
kind: Deployment
metadata:
name: wabenhain-app
namespace: wabenhain
spec:
# ACHTUNG bevor du hochskalierst: lib/rate-limit.ts haelt Login-/2FA-/
# Checkout-Limits aktuell im Prozessspeicher, nicht in einem gemeinsamen
# Store. Mit replicas > 1 verteilt sich derselbe Nutzer per Load-Balancing
# auf mehrere Prozesse mit je eigenem Zaehler — das Limit wird effektiv um
# den Skalierungsfaktor schwaecher (2 Replicas = 2x mehr Versuche moeglich),
# ohne dass das im Frontend sichtbar waere. Fuer replicas > 1 zuerst
# lib/rate-limit.ts auf einen gemeinsamen Store (z.B. Redis) umstellen.
replicas: 1
selector:
matchLabels:
app: wabenhain-app
template:
metadata:
labels:
app: wabenhain-app
spec:
# fsGroup=1001 muss zur "nodejs"-Gruppe (gid 1001) passen, die das
# Dockerfile fuer den non-root "nextjs"-Laufzeitbenutzer anlegt: ohne
# dieses Feld mountet Kubernetes das "uploads"-Volume (egal ob emptyDir
# oder ein echtes PVC) mit root:root-Besitz — das ueberschreibt den im
# Image bereits per chown gesetzten Besitzer von /app/uploads
# vollstaendig, und der nicht-root laufende Container koennte trotzdem
# keine Datei dort anlegen (EACCES bei jedem Admin-Upload). fsGroup
# sorgt dafuer, dass Kubernetes JEDES gemountete Volume zusaetzlich der
# Gruppe 1001 zuordnet und gruppen-schreibbar macht.
securityContext:
fsGroup: 1001
containers:
- name: app
image: git.encry.de/nick.rosenloecher/wabenhain:latest
ports:
- containerPort: 3000
envFrom:
- configMapRef:
name: wabenhain-config
- secretRef:
name: wabenhain-secrets
volumeMounts:
# Muss auf denselben Pfad zeigen wie UPLOAD_DIR in
# 01-configmap.yaml. Das "uploads"-Volume selbst wird HIER
# bewusst nicht definiert (kein PV/PVC in diesem Manifest) — das
# haengt vom tatsaechlichen Storage-Backend ab (SMB/NFS/
# hostPath/...), das die Betreiberin bereitstellt. Unten im
# "volumes:"-Block einen passenden Eintrag mit demselben Namen
# ("uploads") ergaenzen, z.B. ueber eine
# persistentVolumeClaim.claimName, sonst startet der Pod nicht
# (fehlende Volume-Referenz).
- name: uploads
mountPath: /app/uploads
readinessProbe:
httpGet:
path: /
port: 3000
initialDelaySeconds: 10
periodSeconds: 10
livenessProbe:
httpGet:
path: /
port: 3000
# initialDelaySeconds/failureThreshold grosszuegiger als sonst
# ueblich: der Container migriert/seedet die DB selbst vor dem
# Serverstart (siehe Kommentar oben) — genug Spielraum, damit ein
# laengerer erster Migrationslauf nicht faelschlich als haengender
# Prozess gewertet und der Container neu gestartet wird.
initialDelaySeconds: 30
periodSeconds: 30
failureThreshold: 5
# Bemessen nach dem teuersten Vorgang der Anwendung, dem
# Admin-Video-Upload: Node laedt den multipart-Body beim
# request.formData() vollstaendig in den Speicher, und die Datei
# darf bis zu 100 MB gross sein (MAX_UPLOAD_VIDEO_BYTES in
# lib/uploads.ts). Zusammen mit dem Grundverbrauch des
# Next.js-Servers sprengte das ein Limit von 512Mi — der Kernel
# beendet den Prozess dann mitten im Upload (OOMKilled), und im
# Browser kommt davon nur die HTML-Fehlerseite des Reverse-Proxy an
# ("Unexpected token '<', "<!DOCTYPE "... is not valid JSON").
#
# Die Route selbst haelt inzwischen nur noch den Body im Speicher
# und streamt alles Weitere ueber die Platte (siehe
# app/api/admin/upload-video/route.ts) — 1Gi gibt darueber hinaus
# Reserve, damit ein zweiter gleichzeitiger Zugriff den Pod nicht
# kippt.
#
# ffmpeg ist CPU-gebunden: mit nur 100m dauert das Umrechnen ein
# Vielfaches und laeuft eher in ein Proxy-Zeitlimit. Bewusst KEIN
# CPU-Limit, nur ein hoeherer Request — ein Limit wuerde den
# Transcode hart drosseln, auch wenn der Knoten gerade frei ist.
resources:
requests:
cpu: 500m
memory: 512Mi
limits:
memory: 1Gi
volumes:
# Platzhalter — die Betreiberin ergaenzt hier ihre eigene
# Volume-Quelle fuer den Namen "uploads" (z.B. ein PVC, das gegen
# ein SMB-/NFS-Backend oder einen hostPath gebunden ist), etwa:
# - name: uploads
# persistentVolumeClaim:
# claimName: wabenhain-uploads-pvc
- name: uploads
# CHANGE-ME: obige emptyDir-Zeile durch die echte Volume-Quelle
# ersetzen. emptyDir ist NICHT persistent (Inhalt geht bei jedem
# Pod-Neustart verloren) und dient hier nur als Platzhalter, damit
# dieses Manifest ohne weitere Aenderung "kubectl apply"-faehig
# bleibt.
emptyDir: {}
---
apiVersion: v1
kind: Service
metadata:
name: wabenhain-app
namespace: wabenhain
spec:
selector:
app: wabenhain-app
ports:
- port: 80
targetPort: 3000