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Wabenhain/k8s
Nick Szaunig e8f0bd4f55
Docker Image bauen und veroeffentlichen / build-and-push (push) Successful in 2m6s
fix: Ingress auf Traefik umstellen — die nginx-Annotationen waren wirkungslos
Der Zielcluster nutzt Traefik, nicht ingress-nginx. Saemtliche Annotationen
der Form nginx.ingress.kubernetes.io/* ignoriert Traefik ersatzlos und
still: sie erzeugen keinen Fehler, wirken aber auch nicht. Das betraf das
Upload-Limit (proxy-body-size) ebenso wie die Zeitlimits, und
ingressClassName zeigte auf "nginx".

Damit aendert sich auch die Diagnose des fehlgeschlagenen Video-Uploads.
Belegt aus Traefiks Quelltext (pkg/config/static/static_config.go,
SetDefaults) und der Referenzdokumentation:

- readTimeout des EntryPoints: Default 60s, beschrieben als "maximum
  duration for reading the entire request, including the body". Er umfasst
  also die gesamte Uebertragung des Uploads. Bei 20-100 MB ueber eine
  normale Upload-Leitung ist das schnell ueberschritten — 80 MB bei
  10 Mbit/s sind rund 64 Sekunden. Laeuft er ab, kappt Traefik die
  Verbindung und antwortet mit einer eigenen HTML-Fehlerseite. Das ist die
  wahrscheinlichste Quelle des "Unexpected token '<'" im Browser.
- responseHeaderTimeout: von SetDefaults NICHT gesetzt, bleibt 0, und
  "If zero, no timeout exists". Die Dauer des ffmpeg-Transcodings ist bei
  Traefik also NICHT begrenzt — anders als zuvor angenommen.
- Body-Groesse: Traefik erzwingt keine Obergrenze (begrenzt ist nur
  maxHeaderBytes mit 1 MB fuer die Header). Ein Gegenstueck zu nginx'
  proxy-body-size wird nicht gebraucht.

readTimeout gehoert zur statischen EntryPoint-Konfiguration und laesst sich
nicht per Ingress-Annotation setzen. Das Manifest dokumentiert deshalb
ausfuehrlich, welche Einstellung in der Traefik-Installation noetig ist
(Helm: ports.websecure.transport.respondingTimeouts.readTimeout: 600s).

Weiter angepasst: ingressClassName auf "traefik", HTTPS-Umleitung ueber eine
Traefik-Middleware statt der nginx-Annotation, und der Hinweis zu
X-Forwarded-For nennt jetzt Traefiks forwardedHeaders.trustedIPs — davon
haengt ab, ob lib/rate-limit.ts dem Header trauen darf. Die Kommentare in
lib/uploads.ts und lib/csrf.ts verwiesen auf die entfernten
nginx-Einstellungen und sind entsprechend berichtigt.
2026-09-14 22:48:13 +02:00
..
2026-08-19 07:26:47 +02:00

Wabenhain in Kubernetes

Rohe Manifeste, mit kubectl apply -f k8s/<datei> einzeln oder als Ordner anwendbar. Nummerierung = empfohlene Reihenfolge.

Einmalige Vorbereitung

  1. Gitea Actions: .gitea/workflows/docker-build.yml baut bei jedem Push auf main das Image <registry>/<owner>/wabenhain:latest (+ :sha-<kurzhash>, :vX.Y.Z bei Tags) in der Gitea-Container-Registry. Ein einzelnes Image reicht fuer 05-app-deployment.yaml — es traegt sowohl die Next.js-App als auch die Prisma-CLI/tsx und migriert/seedet die Datenbank beim Start selbst (siehe Punkt 2 unten), kein separates Migrations-Image mehr.

    Voraussetzung: ein Repo-/Org-Secret REGISTRY_TOKEN in Gitea anlegen (Personal Access Token mit package-Scope, unter Benutzereinstellungen → Anwendungen → Access Tokens erzeugen, dann unter Repo-Einstellungen → Actions → Secrets als REGISTRY_TOKEN hinterlegen). Der automatisch von Gitea Actions bereitgestellte GITEA_TOKEN reicht dafuer aktuell NICHT aus (fehlendes Package-Write-Recht, Stand heute).

  2. Ein Docker-Image ist Provider-uebergreifend: Prisma generiert den Client Provider-spezifisch — ein .next/standalone-Build kann seinen generierten Client nicht zur Laufzeit wechseln. Deshalb generiert scripts/generate-prisma-clients.mjs (Teil von pnpm build, laeuft also automatisch bei jedem Image-Build) BEIDE Varianten ins selbe Image; die Wahl zwischen ihnen passiert zur Laufzeit ueber DATABASE_PROVIDER, siehe src/lib/prisma.ts. Ein Image reicht also fuer Postgres UND MySQL — nur DATABASE_PROVIDER/DATABASE_URL in 01-configmap.yaml/ 02-secret.yaml muessen zur tatsaechlich gewaehlten Datenbank passen. Beim Container-Start fuehrt derselbe Prozess erst prisma migrate deploy und prisma db seed aus, BEVOR der Next.js-Server startet (siehe Dockerfile-CMD in der runner-Stage) — beide Schritte sind idempotent und bei jedem Neustart gefahrlos, kein separater Migrations-Job noetig.

  3. k8s/02-secret.example.yaml nach k8s/02-secret.yaml kopieren (per .gitignore ausgeschlossen — NIE mit echten Werten committen) und ausfuellen. Alternativ direkt per kubectl create secret, siehe Kommentar in der Beispieldatei.

  4. 01-configmap.yaml: DATABASE_PROVIDER (postgresql/mysql) und NEXT_PUBLIC_SITE_URL (echte Domain) anpassen.

  5. image: in 05-app-deployment.yaml zeigt bereits auf git.encry.de/nick.rosenloecher/wabenhain — nur noch den Tag pruefen (:latest passt fuer den jeweils neuesten main-Build). In 06-ingress.yaml shop.example.com durch die echte Domain ersetzen (zweimal: host: und tls.hosts).

Deployment

kubectl apply -f k8s/00-namespace.yaml
kubectl apply -f k8s/01-configmap.yaml
kubectl apply -f k8s/02-secret.yaml

# Nur EINE der beiden Datenbanken anwenden, passend zu DATABASE_PROVIDER:
kubectl apply -f k8s/03-postgres.yaml
# kubectl apply -f k8s/03-mysql.yaml

kubectl wait --for=condition=ready pod -l app=wabenhain-postgres -n wabenhain --timeout=120s

kubectl apply -f k8s/05-app-deployment.yaml
kubectl apply -f k8s/06-ingress.yaml

Migrationen + Seed (nur Admin-Konto, KEINE Beispieldaten — siehe Punkt 2 oben) laufen automatisch beim Container-Start — kubectl rollout status deployment/wabenhain-app -n wabenhain zeigt, wann der erste Pod bereit ist.

Bei einem neuen Image (Redeploy)

kubectl rollout restart deployment/wabenhain-app -n wabenhain

Migrationen + Seed laufen automatisch erneut beim Start jedes neuen Pods (idempotent, siehe oben).

Bekannte Grenzen dieser Manifeste

  • replicas: 1 in 05-app-deployment.yaml, bewusst nicht mehr: das Login-/2FA-/Checkout-Rate-Limiting (lib/rate-limit.ts) haelt seinen Zustand im Prozessspeicher, nicht in einem gemeinsamen Store. Mehrere Replicas wuerden das Limit unbemerkt proportional aufweichen. Fuer horizontale Skalierung zuerst lib/rate-limit.ts auf Redis o.ae. umstellen.
  • Kein HorizontalPodAutoscaler, kein PodDisruptionBudget, keine NetworkPolicy — je nach Cluster/Anforderungen ergaenzen.
  • Die Postgres-/MySQL-StatefulSets sind Single-Instance ohne Replikation/ Backup-Automation. Fuer produktiven Betrieb einen Managed-Datenbank-Dienst oder einen dedizierten DB-Operator (z.B. CloudNativePG) in Erwaegung ziehen — DATABASE_URL in 02-secret.yaml einfach auf den externen Endpunkt zeigen lassen, 03-postgres.yaml/03-mysql.yaml dann nicht anwenden.