Nach einem Redeploy waren alle hochgeladenen Bilder und Videos weg. Die
Ursache war bereits in a78c1cd behoben — das Volume "uploads" im
App-Deployment ist dort vom Platzhalter "emptyDir" auf einen
PersistentVolumeClaim umgestellt. Der Commit liegt auch auf origin/main.
Was fehlte, ist der Schritt danach: die Gitea-Pipeline baut nur das Image
und wendet KEINE Kubernetes-Manifeste an. Ein "kubectl rollout restart"
holt das neue Image, laesst die Deployment-Definition im Cluster aber
unveraendert — dort steht also weiterhin emptyDir. k8s/README.md bekommt
dafuer einen eigenen Abschnitt mit dem genauen Ablauf: erst pruefen, was
im Cluster tatsaechlich als Volume eingetragen ist, dann PVC und
Deployment anwenden, dann gegenpruefen.
Zusaetzlich das eigentliche Problem an diesem Ausfall: er ist unsichtbar.
Die Datenbank behaelt ihre Bildpfade, die Dateien dahinter fehlen, und im
Shop erscheinen einfach leere Flaechen — keine Fehlermeldung, kein
Log-Eintrag. Gemerkt hat man es erst, wenn jemand hingeschaut hat.
lib/upload-health.ts gleicht deshalb ab, ob die in Product/Harvest/Batch
und in den Inhaltsfeldern hinterlegten Pfade als Dateien vorliegen. Das
Admin-Dashboard zeigt bei Abweichung eine Warnung mit Anzahl und
Beispielpfaden samt Hinweis auf die Ursache. Der Abgleich laeuft bewusst
nach den Kennzahlen und mit eigenem catch: schlaegt er fehl, zeigt das
Dashboard trotzdem seine Zahlen. Obergrenze 300 gepruefte Pfade, damit die
Seite nicht an Dateisystemzugriffen haengt.
Bilder und Videos nutzen denselben UPLOAD_DIR (lib/uploads.ts), auch der
Video-Upload ueber den Umweg ueber ein Temp-Verzeichnis — es gibt also
keinen zweiten Speicherort, der getrennt behandelt werden muesste.
Gegen die lokale Datenbank geprueft: ohne Referenzen meldet der Abgleich
0/0, mit einem absichtlich auf eine nicht vorhandene Datei gesetzten
Produktbild 1 von 1 fehlend samt Pfad als Beleg, nach dem Zuruecksetzen
wieder 0/0.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <[email protected]>
Wabenhain in Kubernetes
Rohe Manifeste, mit kubectl apply -f k8s/<datei> einzeln oder als Ordner
anwendbar. Nummerierung = empfohlene Reihenfolge.
Einmalige Vorbereitung
-
Gitea Actions:
.gitea/workflows/docker-build.ymlbaut bei jedem Push aufmaindas Image<registry>/<owner>/wabenhain:latest(+:sha-<kurzhash>,:vX.Y.Zbei Tags) in der Gitea-Container-Registry. Ein einzelnes Image reicht fuer05-app-deployment.yaml— es traegt sowohl die Next.js-App als auch die Prisma-CLI/tsx und migriert/seedet die Datenbank beim Start selbst (siehe Punkt 2 unten), kein separates Migrations-Image mehr.Voraussetzung: ein Repo-/Org-Secret
REGISTRY_TOKENin Gitea anlegen (Personal Access Token mitpackage-Scope, unter Benutzereinstellungen → Anwendungen → Access Tokens erzeugen, dann unter Repo-Einstellungen → Actions → Secrets alsREGISTRY_TOKENhinterlegen). Der automatisch von Gitea Actions bereitgestellteGITEA_TOKENreicht dafuer aktuell NICHT aus (fehlendes Package-Write-Recht, Stand heute). -
Ein Docker-Image ist Provider-uebergreifend: Prisma generiert den Client Provider-spezifisch — ein
.next/standalone-Build kann seinen generierten Client nicht zur Laufzeit wechseln. Deshalb generiertscripts/generate-prisma-clients.mjs(Teil vonpnpm build, laeuft also automatisch bei jedem Image-Build) BEIDE Varianten ins selbe Image; die Wahl zwischen ihnen passiert zur Laufzeit ueberDATABASE_PROVIDER, siehesrc/lib/prisma.ts. Ein Image reicht also fuer Postgres UND MySQL — nurDATABASE_PROVIDER/DATABASE_URLin01-configmap.yaml/02-secret.yamlmuessen zur tatsaechlich gewaehlten Datenbank passen. Beim Container-Start fuehrt derselbe Prozess erstprisma migrate deployundprisma db seedaus, BEVOR der Next.js-Server startet (siehe Dockerfile-CMD in derrunner-Stage) — beide Schritte sind idempotent und bei jedem Neustart gefahrlos, kein separater Migrations-Job noetig. -
k8s/02-secret.example.yamlnachk8s/02-secret.yamlkopieren (per.gitignoreausgeschlossen — NIE mit echten Werten committen) und ausfuellen. Alternativ direkt perkubectl create secret, siehe Kommentar in der Beispieldatei. -
01-configmap.yaml:DATABASE_PROVIDER(postgresql/mysql) undNEXT_PUBLIC_SITE_URL(echte Domain) anpassen. -
04-uploads-pvc.yaml:storageClassNameauf eine im Cluster vorhandene StorageClass setzen (kubectl get storageclass; die Zeile ist auskommentiert, dann greift die als(default)markierte) und die Groesse pruefen. Ohne diesen Claim gibt es keinen dauerhaften Speicher fuer Produkt- und Erntenfotos. -
image:in05-app-deployment.yamlzeigt bereits aufgit.encry.de/nick.rosenloecher/wabenhain— nur noch den Tag pruefen (:latestpasst fuer den jeweils neuestenmain-Build). In06-ingress.yamlshop.example.comdurch die echte Domain ersetzen (zweimal:host:undtls.hosts).
Deployment
kubectl apply -f k8s/00-namespace.yaml
kubectl apply -f k8s/01-configmap.yaml
kubectl apply -f k8s/02-secret.yaml
# Nur EINE der beiden Datenbanken anwenden, passend zu DATABASE_PROVIDER:
kubectl apply -f k8s/03-postgres.yaml
# kubectl apply -f k8s/03-mysql.yaml
kubectl wait --for=condition=ready pod -l app=wabenhain-postgres -n wabenhain --timeout=120s
# Persistenter Speicher fuer hochgeladene Bilder — MUSS vor dem Deployment
# angewendet werden, sonst bleibt der App-Pod in "Pending" haengen.
kubectl apply -f k8s/04-uploads-pvc.yaml
kubectl apply -f k8s/05-app-deployment.yaml
kubectl apply -f k8s/06-ingress.yaml
# Taegliche Datenbanksicherung (siehe "Sicherung und Wiederherstellung").
kubectl apply -f k8s/07-backup-cronjob.yaml
Migrationen + Seed (nur Admin-Konto, KEINE Beispieldaten — siehe Punkt 2
oben) laufen automatisch beim Container-Start —
kubectl rollout status deployment/wabenhain-app -n wabenhain zeigt, wann
der erste Pod bereit ist.
Bei einem neuen Image (Redeploy)
kubectl rollout restart deployment/wabenhain-app -n wabenhain
Migrationen + Seed laufen automatisch erneut beim Start jedes neuen Pods (idempotent, siehe oben).
Das Deployment nutzt dabei die Strategie Recreate, nicht das
Kubernetes-Standardverhalten RollingUpdate: der alte Pod wird zuerst
beendet, dann der neue gestartet. Das ist mit dem uploads-Volume zwingend —
ein ReadWriteOnce-Claim kann immer nur an einen Pod gebunden sein, ein
parallel hochfahrender neuer Pod bliebe mit
Multi-Attach error for volume in ContainerCreating haengen und der
Rollout liefe in den Timeout. Der Preis sind wenige Sekunden Ausfall pro
Redeploy.
Bekannte Grenzen dieser Manifeste
replicas: 1in05-app-deployment.yaml, bewusst nicht mehr: das Login-/2FA-/Checkout-Rate-Limiting (lib/rate-limit.ts) haelt seinen Zustand im Prozessspeicher, nicht in einem gemeinsamen Store. Mehrere Replicas wuerden das Limit unbemerkt proportional aufweichen. Fuer horizontale Skalierung zuerstlib/rate-limit.tsauf Redis o.ae. umstellen.- Kein
HorizontalPodAutoscaler, keinPodDisruptionBudget, keineNetworkPolicy— je nach Cluster/Anforderungen ergaenzen. - Die Postgres-/MySQL-StatefulSets sind Single-Instance ohne
Replikation. Eine taegliche Sicherung gibt es inzwischen
(
07-backup-cronjob.yaml, siehe "Sicherung und Wiederherstellung"), sie liegt aber im selben Cluster und ersetzt damit weder Replikation noch eine Auslagerung an einen anderen Ort. Faellt der Knoten aus, ist der Shop bis zur Wiederherstellung offline. Fuer produktiven Betrieb mit hoeherem Anspruch einen Managed-Datenbank-Dienst oder einen dedizierten DB-Operator (z.B. CloudNativePG) in Erwaegung ziehen —DATABASE_URLin02-secret.yamleinfach auf den externen Endpunkt zeigen lassen,03-postgres.yaml/03-mysql.yamldann nicht anwenden.
Bilder/Videos verschwinden nach jedem Redeploy
Symptom: nach einem Redeploy sind alle hochgeladenen Produkt-, Ernten- und Inhaltsbilder weg und muessen neu hochgeladen werden.
Ursache: das Volume uploads im App-Deployment ist noch ein emptyDir.
Das ist an die Lebensdauer des Pods gebunden — jeder Neustart loescht es.
Die Datenbank behaelt dabei ihre Bildpfade, die Dateien dahinter sind aber
fort; im Shop erscheinen deshalb leere Flaechen statt einer Fehlermeldung.
Wichtig: Die Gitea-Pipeline baut nur das Image. Sie wendet keine
Kubernetes-Manifeste an. Ein kubectl rollout restart holt zwar das neue
Image, laesst die Deployment-Definition im Cluster aber unveraendert — die
Korrektur unten muss deshalb einmal von Hand angewendet werden:
# 1. Aktuellen Zustand pruefen — steht hier "emptyDir", ist genau das die Ursache:
kubectl get deployment wabenhain-app -n wabenhain -o jsonpath='{.spec.template.spec.volumes[?(@.name=="uploads")]}{"
"}'
# 2. Dauerhaften Speicher anlegen und Deployment aktualisieren:
kubectl apply -f k8s/04-uploads-pvc.yaml
kubectl apply -f k8s/05-app-deployment.yaml
# 3. Gegenprobe — jetzt muss dort ein persistentVolumeClaim stehen:
kubectl get deployment wabenhain-app -n wabenhain -o jsonpath='{.spec.template.spec.volumes[?(@.name=="uploads")]}{"
"}'
kubectl get pvc wabenhain-uploads -n wabenhain
Danach ueberstehen Uploads jeden Redeploy. Bereits verlorene Dateien lassen sich nicht wiederherstellen — sie muessen einmalig neu hochgeladen werden.
Das Deployment nutzt dabei strategy: Recreate (siehe Abschnitt oben):
ohne das bliebe der neue Pod beim Redeploy an einem
Multi-Attach error for volume haengen, weil ein
ReadWriteOnce-Claim nur an einen Pod gebunden sein kann.
Kontrolle im laufenden Betrieb: Das Admin-Dashboard gleicht bei jedem
Aufruf ab, ob die in der Datenbank hinterlegten Bild-/Videopfade als Dateien
vorliegen, und zeigt sonst eine Warnung mit Anzahl und Beispielpfaden
(lib/upload-health.ts). Dieser Fall faellt damit sofort auf, statt erst
dann, wenn Kundschaft im Shop leere Flaechen sieht.
Sicherung und Wiederherstellung
07-backup-cronjob.yaml legt jede Nacht um 03:15 Uhr eine
gzip-komprimierte pg_dump-Sicherung auf einem eigenen Volume ab und
haelt sie 30 Tage vor. Ohne diese Sicherung liegen Bestellungen,
Rechnungen und Kundenkonten in einem einzelnen PersistentVolume ohne
jedes Netz — und Rechnungen unterliegen in Deutschland einer
zehnjaehrigen Aufbewahrungspflicht (§ 147 AO).
Sicherungen ansehen:
kubectl get cronjob wabenhain-db-backup -n wabenhain
kubectl logs -n wabenhain -l job-name --tail=50 # Ausgabe des letzten Laufs
Sofort eine Sicherung ausloesen (etwa vor einem riskanten Eingriff):
kubectl create job --from=cronjob/wabenhain-db-backup manuell-$(date +%s) -n wabenhain
Aus dem Cluster herausziehen. Die Sicherung im Cluster schuetzt gegen Volume-Verlust und Bedienfehler, nicht gegen den Ausfall des gesamten Clusters oder Standorts. Deshalb regelmaessig (oder per eigenem Cron auf einem Rechner ausserhalb) kopieren:
POD=$(kubectl get pod -n wabenhain -l job-name -o name | head -1)
kubectl exec -n wabenhain "$POD" -- ls -1 /backup
kubectl cp wabenhain/"${POD#pod/}":/backup/wabenhain-2026-01-31_0315.sql.gz ./wabenhain-2026-01-31.sql.gz
Wiederherstellen. Vorher die App anhalten, damit waehrend des
Einspielens niemand schreibt — --clean --if-exists im Dump loescht die
vorhandenen Tabellen zuerst:
kubectl scale deployment/wabenhain-app -n wabenhain --replicas=0
gunzip -c wabenhain-2026-01-31.sql.gz | kubectl exec -i -n wabenhain wabenhain-postgres-0 -- psql -U wabenhain -d wabenhain
kubectl scale deployment/wabenhain-app -n wabenhain --replicas=1
Der App-Container fuehrt beim naechsten Start ohnehin
prisma migrate deploy aus (siehe Dockerfile-CMD) — ein Dump aus einem
aelteren Schemastand wird dadurch automatisch nachgezogen.
Eine ungepruefte Sicherung ist keine Sicherung. Einmal nach der Einrichtung und danach gelegentlich einen Wiederherstellungsversuch gegen eine Wegwerf-Datenbank fahren, statt sich erst im Ernstfall darauf zu verlassen.