fix: ein abgebrochener Checkout hinterlaesst keine Bestellung mehr

Bisher blieb nach einem Abbruch eine Bestellung im Status "STORNIERT"
stehen. Im Admin-Bereich sah damit jeder weggeklickte Warenkorb aus wie ein
echter, gescheiterter Verkauf — bei einem Shop, in dem die meisten Besuche
nicht im Kauf enden, verdecken diese Einträge irgendwann die tatsächlichen
Vorgänge.

Ein nie bezahlter Checkout wird deshalb gelöscht statt storniert. Es gab kein
Geschäft, keine Zahlung, keine Bestätigung und keine Rechnung, also auch
nichts aufzubewahren; die Positionen gehen mit (onDelete: Cascade). Betroffen
sind der Abbruch-Knopf, die abgelaufene Stripe-Sitzung und der Aufräumlauf.

Eine Ausnahme bleibt bewusst bestehen: checkout.session.async_payment_failed.
Dort wurde tatsächlich eine Zahlung versucht und ist gescheitert
(SEPA-Lastschrift, teils Klarna) — die Kundschaft hat den Checkout
abgeschlossen und rechnet mit einer Lieferung. Dieser Fall bleibt als
"STORNIERT" nachvollziehbar und wird weiterhin per E-Mail beantwortet. Beim
bloßen Abbruch entfällt die Mail: eine Nachricht über einen Vorgang, den man
selbst abgebrochen hat, verwirrt mehr als sie hilft.

releaseUnpaidOrder unterscheidet die beiden Fälle jetzt über einen Parameter.
Beim Löschen ist deleteMany mit der Statusbedingung der atomare Zugriff — es
entfernt entweder genau diese eine noch unbezahlte Bestellung oder nichts.
Hat inzwischen eine eingehende Zahlung den Status auf "BEZAHLT" gesetzt,
fängt count === 0 das ab: eine bezahlte Bestellung darf dieser Weg unter
keinen Umständen entfernen. Die Positionen werden vor dem Löschen gelesen,
sonst wäre der Bestand danach nicht mehr zurückzubuchen.

Die Reservierungsdauer bleibt bei 32 Minuten. Kürzer geht nicht: Stripe lässt
als Untergrenze 30 Minuten zu (die zwei Minuten sind Puffer gegen
auseinanderlaufende Uhren). Eine kürzere Reservierung ließe sich nur bauen,
indem die Sitzung vorzeitig per API geschlossen wird — das hieße, einer
Kundschaft, die gerade eine 3-D-Secure-Abfrage beantwortet, die Zahlung unter
den Händen wegzunehmen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <[email protected]>
This commit is contained in:
Nick SzaunigandClaude Opus 5 committed 2026-09-18 02:13:35 +02:00
1 parent a3f91b83fc
commit dda0a66c6c
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@@ -157,7 +157,7 @@ SEPA-Lastschrift und teils Klarna bestätigen die Zahlung **verzögert** (bei SE
- `checkout.session.completed` markiert die Bestellung nur dann als bezahlt, wenn `payment_status` nicht `unpaid` ist (bei Kartenzahlung sofort der Fall).
- `checkout.session.async_payment_succeeded` markiert die Bestellung nachträglich als bezahlt, sobald die verzögerte Zahlung tatsächlich eingegangen ist (löst Bestätigungs-E-Mail und Rechnung aus).
- `checkout.session.async_payment_failed` storniert die Bestellung, bucht reservierten Bestand zurück und informiert die Kundschaft per E-Mail, falls der Zahlungseinzug fehlschlägt.
- `checkout.session.expired` behandelt eine von der Kundschaft einfach verlassene (nicht bezahlte) Checkout-Sitzung genauso wie einen fehlgeschlagenen Zahlungseinzug — storniert die Bestellung und bucht den beim Checkout reservierten Bestand zurück, statt ihn dauerhaft zu blockieren.
- `checkout.session.expired` behandelt eine von der Kundschaft einfach verlassene (nicht bezahlte) Checkout-Sitzung anders als einen fehlgeschlagenen Einzug: der reservierte Bestand geht zurück ins Regal und die Bestellung wird **gelöscht**, nicht storniert. Es gab keine Zahlung, keine Bestätigung und keine Rechnung — also auch nichts aufzubewahren. Eine stornierte Bestellung stehen zu lassen würde nur verwirren: im Admin-Bereich sähe jeder weggeklickte Warenkorb aus wie ein echter, gescheiterter Verkauf.
Für einen produktiven Webhook-Endpoint müssen alle vier Events abonniert werden; `stripe listen` leitet lokal ohnehin alle Events weiter.
@@ -169,11 +169,13 @@ Eine Bestellung entsteht **vor** der Zahlung und reserviert dabei sofort Lagerbe
| Wann | Was passiert |
|------|--------------|
| Klick auf „Abbrechen“ bei Stripe | `/checkout/cancel?ref=<Token>` schließt die Stripe-Sitzung und bucht den Bestand **sofort** zurück |
| Checkout einfach verlassen | Die Sitzung läuft nach **32 Minuten** ab, Stripe schickt `checkout.session.expired`, der Webhook bucht zurück |
| Klick auf „Abbrechen“ bei Stripe | `/checkout/cancel?ref=<Token>` schließt die Stripe-Sitzung, bucht den Bestand **sofort** zurück und löscht die Bestellung |
| Checkout einfach verlassen | Die Sitzung läuft nach **32 Minuten** ab, Stripe schickt `checkout.session.expired`, der Webhook bucht zurück und löscht |
| Webhook kommt nicht an | Der CronJob `wabenhain-release-stale-orders` prüft alle 30 Minuten bei Stripe nach und bucht zurück, was dort abgelaufen ist |
Die **32 Minuten** sind eine bewusste Abweichung von Stripes Voreinstellung (24 Stunden, `expires_at` in `api/checkout/route.ts`). Mit einem Tag Reservierungsdauer könnte jemand den Shop mit wenigen Klicks leerräumen, ohne einen Cent zu zahlen — Stripe lässt als Untergrenze 30 Minuten zu, die zwei Minuten Aufschlag sind Puffer gegen auseinanderlaufende Uhren.
**Ein abgebrochener Checkout hinterlässt keine Bestellung.** Weder im Admin-Bereich noch im Kundenkonto bleibt etwas stehen — mit der Bestellung verschwinden auch ihre Positionen (`onDelete: Cascade`). Aufbewahrungspflichten entstehen dabei nicht: ohne Zahlung gibt es kein Geschäft und keine Rechnung. Die Ausnahme ist `checkout.session.async_payment_failed`: dort wurde tatsächlich eine Zahlung versucht und ist gescheitert, die Kundschaft rechnet mit einer Lieferung. Diese Bestellung bleibt als **STORNIERT** bestehen und die Kundschaft bekommt eine E-Mail dazu.
Die **32 Minuten** sind eine bewusste Abweichung von Stripes Voreinstellung (24 Stunden, `expires_at` in `api/checkout/route.ts`). Mit einem Tag Reservierungsdauer könnte jemand den Shop mit wenigen Klicks leerräumen, ohne einen Cent zu zahlen. Kürzer geht nicht: **Stripe lässt als Untergrenze 30 Minuten zu**, die zwei Minuten Aufschlag sind Puffer gegen auseinanderlaufende Uhren.
Der **Abbruch-Token** (`Order.cancelToken`, 32 Byte) steht ausschließlich in der `cancel_url` und wird nach Gebrauch aus der Adresszeile entfernt. Die Bestellnummer taugt dafür nicht: sie steht in jeder Bestätigungsmail und auf jeder Rechnung, mit ihr ließe sich also die noch offene Zahlung einer fremden Person abbrechen. Vor dem Zurückbuchen wird immer erst bei Stripe nachgesehen — ist die Sitzung dort `complete`, war der Aufruf kein Abbruch, sondern ein Zurück-Klick nach erfolgreicher Zahlung, und es passiert nichts.
@@ -394,7 +396,7 @@ Ein einzelnes Image unterstützt beide Datenbank-Provider gleichzeitig (siehe
- **Gutschein-Einlösung race-sicher**: bei einem Nutzungslimit zählt die Prüfung beim Checkout zusätzlich zu `usedCount` auch bereits laufende, aber noch unbezahlte Bestellungen mit demselben Code — verhindert, dass mehrere parallele Checkout-Versuche einen `maxUses:1`-Code alle gleichzeitig als gültig durchgehen lassen.
- **Rate-Limit-IP vertrauenswürdig ermittelt**: die Client-IP für alle Limits (Login, 2FA, Checkout, Registrierung, Passwort-Reset) kommt aus dem letzten, vom eigenen Reverse-Proxy gesetzten `X-Forwarded-For`-Eintrag, nicht dem ersten (vom Client frei wählbaren).
- **Admin-Sperre invalidiert aktive Sessions sofort** statt erst beim natürlichen Cookie-Ablauf, und ein Passwort-Reset kann eine Sperre nicht mehr eigenständig umgehen.
- **Zahlungsbestätigung transaktional und idempotent**: der Webhook-Handler markiert eine Bestellung nur aus dem Status "NEU" heraus als bezahlt (verhindert doppelte Gutschein-Zählung bei wiederholter Webhook-Zustellung und verhindert, dass eine bereits stornierte Bestellung durch eine verspätete Zahlungsbestätigung wiederbelebt wird) und behandelt eine abgelaufene, nie bezahlte Checkout-Sitzung (`checkout.session.expired`) wie einen fehlgeschlagenen Zahlungseinzug.
- **Zahlungsbestätigung transaktional und idempotent**: der Webhook-Handler markiert eine Bestellung nur aus dem Status "NEU" heraus als bezahlt (verhindert doppelte Gutschein-Zählung bei wiederholter Webhook-Zustellung und verhindert, dass eine bereits stornierte Bestellung durch eine verspätete Zahlungsbestätigung wiederbelebt wird) und löst eine abgelaufene, nie bezahlte Checkout-Sitzung (`checkout.session.expired`) samt Bestandsreservierung wieder auf.
- **Admin-Zugriff**: kein separates Passwort/Basic-Auth mehr — die Rolle des eingeloggten Kontos entscheidet (siehe „Admin-Zugang" oben). Zweistufig geprüft: Proxy auf Request-Ebene (JWT-Claim) und jede Admin-Server-Action zusätzlich autoritativ gegen die Datenbank.
- **Checkout**: Lagerbestand wird transaktional geprüft und reserviert (kein Überverkauf bei parallelen Bestellungen); Stornierung im Admin bucht den Bestand zurück. Bestell-/Rechnungsnummern kommen aus `crypto.randomBytes`.
- **Stripe-Webhook**: Signaturprüfung über `STRIPE_WEBHOOK_SECRET`.