feat: Go-Live-Pruefung "pnpm preflight"

Die letzten offenen Punkte vor dem Live-Gang sind Inhaber-Aufgaben, keine
Code-Aufgaben — und genau die Sorte, die still durchrutscht, weil der Shop
mit ihnen trotzdem startet. Das Skript macht daraus eine Pruefliste, die
mit Exit-Code 1 abbricht, solange ein Blocker offen ist, und laesst sich
damit unveraendert als Schritt in die Deploy-Pipeline haengen.

Geprueft wird, was einen oeffentlichen Shop unbemerkt unbrauchbar macht:

- SESSION_SECRET/ADMIN_EMAIL/ADMIN_PASSWORD auf Laenge und darauf, dass
  noch der Beispielwert aus .env.example darin steht (ein bekanntes
  Signiergeheimnis macht jede Sitzung faelschbar).
- NEXT_PUBLIC_SITE_URL auf HTTPS und kein localhost — dieser Wert landet
  in jeder Bestellbestaetigung, in sitemap.xml und in allen Canonicals.
- Stripe-Schluessel und Webhook-Secret vorhanden, und ob versehentlich noch
  ein sk_test-Schluessel gesetzt ist. Ohne Webhook-Secret wird keine
  Zahlung bestaetigt: Bestellungen bleiben auf "NEU", ohne Rechnung und
  ohne Bestaetigungsmail.
- SMTP vollstaendig — fehlt es, landen E-Mails nur im Server-Log statt beim
  Kunden (lib/mail.ts).
- Impressum ohne [PLATZHALTER]/[PLACEHOLDER]-Markierungen. Bewusst beide
  Markierungen: die deutsche Fassung nutzt die eine, die englische die
  andere — eine Pruefung auf nur eine liesse die jeweils andere
  Sprachfassung mit Luecken online gehen. Ein unvollstaendiges Impressum
  nach § 5 TMG ist in Deutschland abmahnfaehig.

Bewusst ohne Datenbankzugriff, damit die Pruefung auch von einer Maschine
ohne Zugang zur Produktionsdatenbank laeuft. Felder, die zusaetzlich im
Admin-Bereich unter "Inhalte" pflegbar sind (Telefonnummer, Anschrift),
sind deshalb Warnung statt Blocker.

README: neue Abschnitte "Vor dem Live-Gang" und "Health-Endpunkte"; in der
Tech-Stack-Tabelle ausserdem die Zeile "GSAP + ScrollTrigger" korrigiert —
GSAP wurde laengst durch motion/react ersetzt und steht weder in
package.json noch im Quellcode.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <[email protected]>
This commit is contained in:
Nick SzaunigandClaude Opus 5 committed 2026-09-15 10:01:37 +02:00
1 parent c50e5e0e08
commit c9ec2b4998
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@@ -9,8 +9,7 @@ Regionale Imkerei-Website und Shop für Wabenhain (Altenmünster) — MVP-Stufe.
| Sprache | TypeScript |
| Framework | Next.js 16 (App Router) + React 19 |
| Styling | Tailwind CSS v4 |
| Scroll-/Hero-Animationen | GSAP + ScrollTrigger |
| UI-Animationen | Motion for React (Menü, Warenkorb, Karten) |
| Animationen | Motion for React (Scroll-Reveal, Hero, Menü, Warenkorb, Karten) |
| Datenbank | PostgreSQL (Standard) oder MySQL/MariaDB, per `DATABASE_PROVIDER` wählbar — siehe „Datenbank-Provider wechseln" |
| ORM | Prisma 7 (`@prisma/adapter-pg` bzw. `@prisma/adapter-mariadb`) |
| Payment | Stripe Checkout |
@@ -204,6 +203,33 @@ docker compose exec app pnpm db:seed:demo # optional: Beispieldaten zum Auspro
Die App läuft danach hinter [Caddy](https://caddyserver.com/) unter `http://localhost`, PostgreSQL unter Port `5432`. `app` selbst ist **nicht** direkt vom Host aus erreichbar (kein `ports:`-Mapping mehr, nur `expose`) — Caddy ist bewusst der einzige nach außen offene Dienst, weil er die tatsächliche Client-Verbindung terminiert und `X-Forwarded-For` dabei neu setzt statt einen vom Client selbst mitgeschickten Wert zu übernehmen. Ohne diesen Proxy davor ließe sich jedes IP-basierte Rate-Limit (Login, 2FA-Code, Checkout, Registrierung, siehe `lib/rate-limit.ts`) durch einen gefälschten Header umgehen. Für eine echte Domain mit automatischem HTTPS `SITE_ADDRESS` in `.env` setzen und Port `443` in `docker-compose.yml` freigeben (siehe Kommentar dort und in der `Caddyfile`).
## Vor dem Live-Gang
```bash
pnpm preflight
```
Prüft die Konfiguration gegen alles, was einen öffentlichen Shop still unbrauchbar machen kann, und beendet sich mit Exit-Code 1, solange ein Blocker offen ist — dadurch lässt sich der Aufruf unverändert als Schritt in die Deploy-Pipeline hängen. Geprüft werden unter anderem:
- `SESSION_SECRET`, `ADMIN_EMAIL` und `ADMIN_PASSWORD` auf Länge und darauf, dass noch der Beispielwert aus `.env.example` darin steht (ein bekanntes Signiergeheimnis macht jede Sitzung fälschbar).
- `NEXT_PUBLIC_SITE_URL` auf HTTPS und darauf, dass dort nicht `localhost` steht — genau dieser Wert landet in Bestellbestätigungen, in `sitemap.xml` und in allen Canonical-Tags.
- Stripe: Schlüssel und Webhook-Secret vorhanden, und ob versehentlich noch ein `sk_test`-Schlüssel gesetzt ist. Ohne Webhook-Secret wird keine Zahlung bestätigt: Bestellungen bleiben auf „NEU" stehen, ohne Rechnung und ohne Bestätigungsmail.
- SMTP vollständig gesetzt — fehlt es, werden E-Mails nur ins Server-Log geschrieben statt versendet (siehe `lib/mail.ts`), also keine Bestellbestätigung und keine Passwort-Zurücksetzung.
- Impressum: ob in `src/i18n/dictionaries/de.ts` bzw. `en.ts` noch `[PLATZHALTER]`/`[PLACEHOLDER]`-Markierungen stehen. Ein unvollständiges Impressum nach § 5 TMG ist in Deutschland abmahnfähig.
Unabhängig davon bleiben die Rechtstexte (AGB, Datenschutz, Widerrufsbelehrung) Platzhalter und **müssen** vor dem Live-Gang anwaltlich geprüft werden — das kann kein Skript feststellen.
## Health-Endpunkte
Zwei getrennte Endpunkte, bewusst mit unterschiedlicher Aufgabe:
| Endpunkt | Prüft | Verwendung |
|---|---|---|
| `/api/health` | nur, ob der Node-Prozess antwortet — **kein** Datenbankzugriff | Liveness-Probe |
| `/api/health/ready` | zusätzlich `SELECT 1` gegen die Datenbank, antwortet sonst mit 503 | Readiness-Probe, Docker-Healthcheck |
Die Trennung ist der Grund für die Endpunkte: eine Liveness-Probe, die an der Datenbank hängt, macht aus einer vorübergehenden DB-Störung eine Neustart-Schleife, weil der neu startende Container laut `Dockerfile`-CMD zuerst `prisma migrate deploy` gegen genau diese gestörte Datenbank fährt. Die Readiness-Probe darf dagegen ruhig fehlschlagen — Kubernetes nimmt den Pod dann nur aus dem Load-Balancing, statt ihn zu töten. Vorher zeigten beide Probes auf `/`, also alle 10 bzw. 30 Sekunden auf eine `force-dynamic`-Seite samt DB-Abfragen und vollem React-Rendering.
## Kubernetes / Gitea CI
`.gitea/workflows/docker-build.yml` baut bei jedem Push auf `main` automatisch ein Docker-Image und veröffentlicht es in der Gitea-eigenen Container-Registry. Der Container migriert/seedet die Datenbank beim Start selbst (idempotent), kein separates Migrations-Image oder -Job nötig. `k8s/` enthält vollständige, rohe Kubernetes-Manifeste (Namespace, ConfigMap, Secret-Vorlage, Postgres/MySQL-StatefulSet, App-Deployment, Ingress) für den Betrieb dieses Images im Cluster — Einrichtung und Deployment-Ablauf stehen in [`k8s/README.md`](k8s/README.md).
@@ -259,6 +285,7 @@ Beim Ausbau der Warenkorb-/Checkout-Tests kam ein echter, vorher unentdeckter Bu
pnpm dev # Entwicklungsserver
pnpm build # Produktions-Build
pnpm lint # ESLint
pnpm preflight # Go-Live-Pruefung (siehe "Vor dem Live-Gang")
pnpm db:studio # Prisma Studio (DB-GUI)
pnpm db:migrate # neue Migration erstellen/anwenden (Dev)
pnpm audit # Abhängigkeiten auf bekannte Schwachstellen prüfen