fix: Video-Upload startet den Pod nicht mehr neu

Ein Video ueber 50 MB im Admin hochzuladen, liess den Pod mitten im Upload
neu starten. Ursache war nicht die Dateigroesse, sondern dass ffmpeg sich
nach den Kernen des KNOTENS bemessen hat statt nach dem CPU-Anteil des Pods.

x264 waehlt seine Threadzahl standardmaessig als das 1,5-fache der vom
Betriebssystem gemeldeten Kerne. In einem Container sind das die Kerne des
Knotens: auf einer 16-Kern-Maschine rund 24 Encoder-Threads mit je eigenen
Bildpuffern, bei 4K-Material rund 12 MB je Bild. Das hatte zwei Folgen, die
von aussen beide gleich aussehen:

1. Der Speicherbedarf sprengte das Speicherlimit des Pods, der Kernel
   beendete den Container (OOMKilled).
2. ffmpeg belegte alle Kerne, der Node-Prozess kam nicht mehr zum Zug und
   beantwortete die Liveness-Probe nicht rechtzeitig. Kubelet wertete das
   als haengenden Prozess und startete den Container neu.

Dekoder-, Filter- und Encoder-Threads sind jetzt gedeckelt (Vorgabe 2, ueber
VIDEO_TRANSCODE_THREADS auf bis zu 8 anhebbar). Der Verbrauch ist damit
konstant und unabhaengig davon, auf welchem Knoten der Pod laeuft. Der
"-threads"-Deckel steht bewusst auch VOR "-i": ffmpeg ordnet Optionen der
naechsten Datei zu, ein Deckel erst hinter "-i" wuerde nur den Encoder
begrenzen und das Dekodieren eines 4K-Videos unbegrenzt lassen.

Zusaetzlich "-nostdin" und stdio ["ignore","ignore","pipe"]: der
Kindprozess bekam von spawn() eine Standardeingabe, die niemand bedient,
und eine unbeachtete stdout-Pipe, die volllaufen kann. Beides konnte
ffmpeg bis zum Zeitlimit blockieren.

Die Argumentliste ist als buildFfmpegArgs() ausgelagert und getestet, damit
die Begrenzungen pruefbar sind, ohne ffmpeg wirklich zu starten.

Beide Probes bekommen ausserdem timeoutSeconds: 5. Ohne den Eintrag gilt
Kubernetes' Vorgabe von einer Sekunde — zu knapp, solange sich der
Node-Prozess die CPU mit einem laufenden Transcode teilt. k8s/README.md
beschreibt die Diagnose fuer den Fall, dass im Cluster noch eine aeltere,
von Hand gepflegte Fassung des Deployments laeuft.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <[email protected]>
This commit is contained in:
Nick SzaunigandClaude Opus 5 committed 2026-09-17 01:01:37 +02:00
1 parent 78c19f1b73
commit b1384c3695
5 files changed
+270 -19

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+54
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@@ -165,6 +165,60 @@ vorliegen, und zeigt sonst eine Warnung mit Anzahl und Beispielpfaden
(`lib/upload-health.ts`). Dieser Fall faellt damit sofort auf, statt erst
dann, wenn Kundschaft im Shop leere Flaechen sieht.
## Server startet beim Video-Upload neu
Symptom: Ein Video im Admin hochladen, und der Pod startet mittendrin neu. Kleine
Bilder gehen problemlos durch.
Ursache ist fast immer, dass im Cluster noch eine ältere, von Hand gepflegte
Fassung des Deployments läuft und nicht die aus diesem Verzeichnis. Zuerst den
Ist-Zustand feststellen:
```bash
# Abbruchgrund des letzten Containerlaufs:
kubectl -n wabenhain get pods -l app=wabenhain-app \
-o jsonpath='{.items[0].status.containerStatuses[0].lastState.terminated.reason}{"\n"}'
# Die drei Werte, auf die es ankommt:
kubectl -n wabenhain get deploy wabenhain-app \
-o jsonpath='limit={.spec.template.spec.containers[0].resources.limits.memory}{"\n"}liveness={.spec.template.spec.containers[0].livenessProbe.httpGet.path}{"\n"}timeout={.spec.template.spec.containers[0].livenessProbe.timeoutSeconds}{"\n"}'
```
Erwartet wird `limit=1Gi`, `liveness=/api/health`, `timeout=5`. Steht dort
`512Mi`, `/` oder ein leerer Timeout, ist genau das die Ursache — es gibt zwei
Wege, wie das den Container umbringt:
- **`liveness=/`**: Die Startseite ist `force-dynamic`, fragt die Datenbank ab
und rendert React vollständig. Ohne eigenen `timeoutSeconds` gilt Kubernetes'
Vorgabe von **einer Sekunde**. Während ffmpeg das Video umrechnet, teilt sich
der Node-Prozess die CPU — die Seite antwortet nicht rechtzeitig, die Probe
schlägt fehl, und nach `failureThreshold × periodSeconds` startet kubelet den
Container neu. `/api/health` ist stattdessen datenbankfrei und billig.
- **`limit=512Mi`**: Node-Server und ffmpeg teilen sich dasselbe Speicherbudget.
Bei einem 4K-Video reicht das nicht, der Kernel beendet den Container
(`reason=OOMKilled`).
Behoben wird beides, indem die Fassung aus diesem Verzeichnis ausgerollt wird:
```bash
kubectl apply -f k8s/05-app-deployment.yaml
kubectl -n wabenhain rollout status deploy/wabenhain-app
```
Wird das Deployment über die Rancher-Oberfläche gepflegt, überschreibt das
nächste Speichern dort ein `kubectl apply` wieder. Dann die Werte in Rancher
selbst nachziehen (Speicherlimit, beide Probe-Pfade, `timeoutSeconds`) oder das
Manifest als Quelle übernehmen.
Die Anwendungsseite ist unabhängig davon abgesichert: ffmpeg läuft mit
gedeckelter Threadzahl (`VIDEO_TRANSCODE_THREADS`, Vorgabe 2), damit sein
Speicher- und CPU-Bedarf nicht mehr von der Größe des Knotens abhängt — siehe
`src/lib/video-transcode.ts`.
**Zusätzlich prüfen:** Hat das Deployment gar kein `uploads`-Volume, ist ein
erfolgreicher Upload beim nächsten Neustart trotzdem weg. Siehe
„Bilder/Videos verschwinden nach jedem Redeploy" oben.
## Sicherung und Wiederherstellung
`07-backup-cronjob.yaml` legt jede Nacht um 03:15 Uhr eine