fix: Bestell- und Abrechnungsprozess vor Go-Live abdichten
Fuenf Luecken zwischen Checkout, Zahlung und Stornierung geschlossen.
1. Bestellung ohne Stripe-Sitzung blieb dauerhaft haengen
Schlug stripe.checkout.sessions.create fehl, blieb die Bestellung auf
"NEU" ohne stripeCheckoutSessionId stehen. Damit griff kein einziger
Aufraeumweg: der Abbruch-Klick braucht die Sitzungs-ID, der CronJob
filterte solche Bestellungen sogar aktiv heraus, und ein Stripe-Event
kann es ohne Sitzung nicht geben. Der reservierte Lagerbestand blieb
fuer immer blockiert, und die Oberflaeche schickte die Kundschaft dabei
auf die Erfolgsseite ("wir melden uns") — obwohl es keinen Weg gab,
diese Bestellung je zu bezahlen.
Die Route loest die Bestellung jetzt selbst auf (Bestand zurueck,
Status STORNIERT mit Notiz) und antwortet mit einem ehrlichen Fehler,
der ausdruecklich sagt, dass nichts abgebucht wurde. Laesst sich die
Sitzungs-ID nicht speichern, wird die Sitzung sofort wieder
geschlossen und derselbe Weg gegangen — eine "NEU"-Bestellung ohne
Sitzungs-ID kann so nicht mehr entstehen. Der CronJob raeumt
Altbestaende trotzdem ab (Filter entfernt).
2. Kaufabbrueche standen als Bestellungen im Kundenkonto
getOrdersForCustomer lieferte auch den Status "NEU" aus. Ein gerade
abgebrochener Kauf stand damit bis zu 45 Minuten lang mit
Bestellnummer und Summe in der Liste und sah aus wie ein zustande
gekommener Kauf. "NEU" wird dort jetzt ausgeblendet; in der
Bestellverfolgung bleibt die Bestellung auffindbar, heisst aber
"Zahlung ausstehend" statt "Neu".
3. Admin-Storno einer bezahlten Bestellung erstattete kein Geld
Status wurde gesetzt, Ware zurueckgebucht, der Betrag blieb beim Shop.
Der Storno erstattet jetzt ueber die Stripe Refunds API und setzt
Payment.status auf REFUNDED.
4. Admin-Storno schloss die offene Stripe-Sitzung nicht
Die Kundschaft konnte danach noch bezahlen; der Webhook fand die
Bestellung nicht mehr auf "NEU" und brach still ab. Die Sitzung wird
jetzt geschlossen, und der Webhook protokolliert eine Zahlung auf eine
nicht mehr offene Bestellung laut, statt sie zu verschweigen.
5. Erstattungen und Rueckbuchungen kamen im Shop nicht an
charge.refunded und charge.dispute.created werden jetzt verarbeitet:
eine volle Erstattung aus dem Dashboard setzt Payment auf REFUNDED,
eine Teilerstattung wird protokolliert, eine Rueckbuchung landet als
Vermerk an der Bestellung. preflight prueft beide Abonnements mit.
Scheitert ein Stripe-Aufruf beim Storno, wird die Stornierung nicht
zurueckgenommen — der offene Punkt erscheint als Fehlermeldung im
Admin-Bereich und als order.cancel_incomplete im Audit-Log.
tsc: 0 Fehler. vitest: 294/294 gruen (ein Regressionstest fuer den
502-Fall neu). eslint: sauber.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <[email protected]>
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1 parent
dda0a66c6c
commit
1fa8dc9ce2
11 files changed
+481
-35
No files matched your search
@@ -159,7 +159,12 @@ SEPA-Lastschrift und teils Klarna bestätigen die Zahlung **verzögert** (bei SE
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- `checkout.session.async_payment_failed` storniert die Bestellung, bucht reservierten Bestand zurück und informiert die Kundschaft per E-Mail, falls der Zahlungseinzug fehlschlägt.
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- `checkout.session.expired` behandelt eine von der Kundschaft einfach verlassene (nicht bezahlte) Checkout-Sitzung anders als einen fehlgeschlagenen Einzug: der reservierte Bestand geht zurück ins Regal und die Bestellung wird **gelöscht**, nicht storniert. Es gab keine Zahlung, keine Bestätigung und keine Rechnung — also auch nichts aufzubewahren. Eine stornierte Bestellung stehen zu lassen würde nur verwirren: im Admin-Bereich sähe jeder weggeklickte Warenkorb aus wie ein echter, gescheiterter Verkauf.
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Für einen produktiven Webhook-Endpoint müssen alle vier Events abonniert werden; `stripe listen` leitet lokal ohnehin alle Events weiter.
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Zwei weitere Events betreffen Geld, das den Shop wieder verlässt, **ohne dass hier jemand etwas angeklickt hat**:
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- `charge.refunded` hält eine Erstattung fest, die von Hand im Stripe-Dashboard ausgelöst wurde. Ohne dieses Abonnement stand die Zahlung im Shop weiter auf `SUCCEEDED` und jede Auswertung zählte einen Umsatz mit, den es nicht mehr gab. Eine **Teilerstattung** setzt den Status bewusst *nicht* auf `REFUNDED` (der Restbetrag ist weiterhin eingezogen), sondern wird nur protokolliert. Der Bestellstatus und der Lagerbestand bleiben in beiden Fällen unangetastet: ob eine Erstattung Storno, Retoure oder Kulanz bedeutet, steht am Event nicht.
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- `charge.dispute.created` vermerkt eine Rückbuchung (Chargeback) in den Notizen der Bestellung und schreibt sie ins Server-Log. Die Stellungnahme gegenüber Stripe ist **fristgebunden** — vorher war eine Rückbuchung ausschließlich im Stripe-Dashboard zu sehen.
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Für einen produktiven Webhook-Endpoint müssen alle sechs Events abonniert werden; `stripe listen` leitet lokal ohnehin alle Events weiter. `pnpm preflight` prüft das Abonnement.
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> **`checkout.session.expired` ist nicht optional.** Ohne dieses Abonnement bleibt der beim Checkout reservierte Bestand jedes abgebrochenen Kaufs dauerhaft blockiert. Falls es doch einmal fehlt oder der Endpunkt nicht erreichbar war, fängt der CronJob `wabenhain-release-stale-orders` (siehe unten) das ab.
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@@ -172,11 +177,26 @@ Eine Bestellung entsteht **vor** der Zahlung und reserviert dabei sofort Lagerbe
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| Klick auf „Abbrechen“ bei Stripe | `/checkout/cancel?ref=<Token>` schließt die Stripe-Sitzung, bucht den Bestand **sofort** zurück und löscht die Bestellung |
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| Checkout einfach verlassen | Die Sitzung läuft nach **32 Minuten** ab, Stripe schickt `checkout.session.expired`, der Webhook bucht zurück und löscht |
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| Webhook kommt nicht an | Der CronJob `wabenhain-release-stale-orders` prüft alle 30 Minuten bei Stripe nach und bucht zurück, was dort abgelaufen ist |
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| Stripe-Sitzung lässt sich gar nicht erst anlegen | `api/checkout/route.ts` bucht den Bestand sofort zurück und hinterlässt die Bestellung als **STORNIERT** mit Notiz — sie war nie bezahlbar |
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Der letzte Fall war eine Lücke: schlug `stripe.checkout.sessions.create` fehl, blieb die Bestellung auf `NEU` **ohne** `stripeCheckoutSessionId` stehen. Damit griff keiner der drei Wege darüber — der Abbruch-Klick braucht die Sitzungs-ID, der CronJob ebenso, und ein Stripe-Event kann es ohne Sitzung nicht geben. Der reservierte Bestand blieb dauerhaft blockiert, und die Oberfläche schickte die Kundschaft dabei auf die Erfolgsseite („wir melden uns"), obwohl es keinen Weg gab, diese Bestellung je zu bezahlen. Heute wird stattdessen ein Fehler angezeigt, der ausdrücklich sagt, dass nichts abgebucht wurde. Lässt sich die Sitzungs-ID nach dem Anlegen nicht speichern, wird die Sitzung sofort wieder geschlossen und dieselbe Auflösung ausgelöst — eine Bestellung auf `NEU` ohne Sitzungs-ID kann so nicht mehr entstehen. Der CronJob räumt Altbestände aus der Zeit davor trotzdem ab.
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**Solange die Zahlung nicht bestätigt ist, erscheint die Bestellung nicht im Kundenkonto.** `getOrdersForCustomer` blendet den Status `NEU` aus (`lib/account-data.ts`). Vorher stand ein gerade abgebrochener Kauf dort bis zu 45 Minuten lang mit Bestellnummer und Summe in der Liste und sah aus wie ein zustande gekommener Kauf. Bezahlte Bestellungen sind davon nicht betroffen — der Webhook setzt sie binnen Sekunden auf `BEZAHLT`. In der Bestellverfolgung (`/bestellung-verfolgen`, auch für Gastbestellungen) bleibt eine `NEU`-Bestellung auffindbar, trägt dort aber die Kennzeichnung **„Zahlung ausstehend"** statt eines nichtssagenden „Neu".
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**Ein abgebrochener Checkout hinterlässt keine Bestellung.** Weder im Admin-Bereich noch im Kundenkonto bleibt etwas stehen — mit der Bestellung verschwinden auch ihre Positionen (`onDelete: Cascade`). Aufbewahrungspflichten entstehen dabei nicht: ohne Zahlung gibt es kein Geschäft und keine Rechnung. Die Ausnahme ist `checkout.session.async_payment_failed`: dort wurde tatsächlich eine Zahlung versucht und ist gescheitert, die Kundschaft rechnet mit einer Lieferung. Diese Bestellung bleibt als **STORNIERT** bestehen und die Kundschaft bekommt eine E-Mail dazu.
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Die **32 Minuten** sind eine bewusste Abweichung von Stripes Voreinstellung (24 Stunden, `expires_at` in `api/checkout/route.ts`). Mit einem Tag Reservierungsdauer könnte jemand den Shop mit wenigen Klicks leerräumen, ohne einen Cent zu zahlen. Kürzer geht nicht: **Stripe lässt als Untergrenze 30 Minuten zu**, die zwei Minuten Aufschlag sind Puffer gegen auseinanderlaufende Uhren.
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### Stornierung im Admin-Bereich
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Setzt die Imkerei eine Bestellung unter `/admin/bestellungen/<id>` auf **STORNIERT**, passiert dreierlei in dieser Reihenfolge (`admin/actions/orders.ts`):
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1. Status setzen und Lagerbestand zurückbuchen — atomar in einer Transaktion, damit zwei offene Tabs den Bestand nicht doppelt gutschreiben.
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2. **War die Bestellung bezahlt, wird der volle Betrag über die Stripe Refunds API erstattet** und `Payment.status` auf `REFUNDED` gesetzt. Vorher unterblieb das: die Bestellung galt als storniert, die Ware lag wieder im Regal, und das Geld blieb beim Shop. Teilerstattungen laufen weiterhin über den Retouren-Bereich, wo sie hingehören.
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3. **War die Bestellung noch `NEU`, wird die offene Stripe-Sitzung geschlossen.** Sonst konnte die Kundschaft Minuten später noch bezahlen — der Webhook fand die Bestellung dann nicht mehr auf `NEU`, brach ab, und das Geld lag bei Stripe, ohne dass im Shop irgendetwas davon zu sehen war.
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Die Stripe-Aufrufe laufen bewusst **nach** der Transaktion: ein Netzaufruf dauert ein Vielfaches einer Datenbankoperation und würde die Sperren auf Bestellung und Lagerbestand so lange halten. Schlägt einer davon fehl, wird die Stornierung **nicht** zurückgenommen — die Ware ist bereits wieder im Bestand und die Absicht war eindeutig. Stattdessen erscheint der offene Punkt als Fehlermeldung im Admin-Bereich („bitte im Stripe-Dashboard von Hand erstatten") und als Eintrag `order.cancel_incomplete` im Audit-Log.
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Der **Abbruch-Token** (`Order.cancelToken`, 32 Byte) steht ausschließlich in der `cancel_url` und wird nach Gebrauch aus der Adresszeile entfernt. Die Bestellnummer taugt dafür nicht: sie steht in jeder Bestätigungsmail und auf jeder Rechnung, mit ihr ließe sich also die noch offene Zahlung einer fremden Person abbrechen. Vor dem Zurückbuchen wird immer erst bei Stripe nachgesehen — ist die Sitzung dort `complete`, war der Aufruf kein Abbruch, sondern ein Zurück-Klick nach erfolgreicher Zahlung, und es passiert nichts.
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Der Aufräumlauf lässt sich auch von Hand anstoßen: `pnpm orders:release-stale`. Er bucht nur zurück, was bei Stripe nachweislich abgelaufen ist, nie nach Alter allein. Findet er eine Bestellung, die bei Stripe **bezahlt** ist, hier aber noch auf „NEU“ steht, rührt er sie nicht an, meldet sie und endet mit Exit-Code 1 — dieser Fall bedeutet, dass ein `completed`-Webhook verlorengegangen ist, und er gehört als fehlgeschlagener Job sichtbar gemacht statt in eine Logzeile.
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