Bisher lief keine Migration automatisch: dem Runtime-Image fehlten Prisma-CLI, prisma/migrations/ und prisma.config.ts (nur dist+generated wurden kopiert, prisma war devDependency). Jetzt: - prisma von devDependencies zu dependencies verschoben (wird fuer migrate:deploy im --omit=dev Runtime-Image gebraucht) - neues npm-Script migrate:deploy (prisma migrate deploy) - Dockerfile kopiert prisma/, prisma.config.ts zusaetzlich ins Runtime-Image - deploy/k8s/backend/migrate-job.yaml: Job, der dasselbe Backend-Image mit ueberschriebenem command nutzt statt eines eigenen Migrations-Images, laeuft einmalig vor dem Rollout (Reihenfolge/kubectl-Befehle als Kommentar in der Datei) Verifiziert: tsc, 253/253 Unit-Tests, Build clean, `npx prisma --version` laedt prisma.config.ts korrekt.
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ApiCore – Architektur
Basiert auf docs/lastenheft.md. Diese Datei beschreibt, WIE die fachlichen Anforderungen technisch umgesetzt werden.
1. Backend – Modulschnitt (NestJS)
Ein NestJS-Modul pro fachlichem Bereich, Reihenfolge entspricht Baureihenfolge in TASKS.md:
| Modul | Zweck | Abhängig von |
|---|---|---|
AuthModule |
Login, Refresh, Passwort-Reset, JWT-Strategien | – |
UsersModule |
Benutzerverwaltung, Rollen | Auth |
AuditModule |
Audit-Log-Grundstruktur (Service AuditLogService, wird von anderen Modulen injiziert) |
Users |
ApiariesModule |
Bienenstände | Auth |
ColoniesModule |
Völker, Standortwechsel-Historie, Ableger/Vereinigung | Apiaries |
QueensModule |
Königinnen, Volk-Historie | Colonies |
InspectionsModule |
Durchsichten | Colonies |
TasksModule |
Aufgaben, polymorph verknüpft | – |
VarroaModule |
Varroamessungen | Colonies |
TreatmentsModule |
Behandlungen | Colonies |
FeedingsModule |
Fütterungen | Colonies |
HarvestsModule |
Ernten | Apiaries, Colonies |
ExtractionsModule |
Schleuderungen | Harvests |
HoneyBatchesModule |
Honigchargen, Honigmessungen | Extractions |
StorageModule |
Lagerbehälter, einfache Lagerverwaltung (StockItem/StockMovement) | HoneyBatches |
DashboardModule |
Aggregations-Endpunkte | alle o.g. |
SearchModule |
globale Suche, Filter-Bausteine | alle o.g. |
ExportModule |
CSV/JSON/PDF-Export | alle o.g. |
Jedes Modul: *.controller.ts, *.service.ts, dto/, *.module.ts, *.spec.ts (Unit), test/*.e2e-spec.ts (Integration). Rollenprüfung über @Roles()-Decorator + RolesGuard, angewendet pro Endpunkt – niemals nur UI-seitig.
Alle Routen unter /api/v1/..., versioniert über NestJS URI Versioning. OpenAPI-Doku automatisch über @nestjs/swagger, erreichbar unter /api/v1/docs.
2. Frontend – Seitenstruktur (Next.js App Router)
app/
├── (auth)/login/
├── (app)/ geschütztes Layout mit Bottom-Nav (mobil) / Sidebar (Desktop)
│ ├── dashboard/
│ ├── apiaries/[id]/
│ ├── colonies/[id]/
│ ├── queens/[id]/
│ ├── inspections/new/
│ ├── tasks/
│ ├── varroa/new/
│ ├── treatments/new/
│ ├── feedings/new/
│ ├── harvests/new/
│ ├── honey-batches/[id]/
│ ├── storage/
│ ├── search/
│ └── settings/users/ nur Administrator
Zentrale Schnellaktion "+ Neu" (Abschnitt 22): permanent sichtbarer Floating-Button in der mobilen Bottom-Nav, öffnet Auswahl-Sheet (Durchsicht, Fütterung, Behandlung, Varroamessung, Aufgabe, Ernte, Volk, Königin) → direkt zum jeweiligen Schnellerfassungs-Formular, mobil möglichst 1-2 Taps bis zum ersten Eingabefeld.
Datenzugriff ausschließlich über TanStack Query gegen die Backend-API (kein direkter DB-Zugriff, kein Next.js-eigenes Datenbank-Layer) – erzwingt API-first auch praktisch.
3. Auth-Flow
- Login (
POST /api/v1/auth/login) mit E-Mail/Passwort → Access-Token (kurzlebig, ~15 min, JWT) + Refresh-Token (langlebig, ~7 Tage, in DB als Hash gespeichert, rotierend). - Frontend hält Access-Token im Memory/React-Context, Refresh-Token als httpOnly-Cookie.
- Bei 401 automatischer Refresh über
POST /api/v1/auth/refresh, danach Retry. - Jeder geschützte Endpunkt:
JwtAuthGuard(Authentifizierung) +RolesGuard(Autorisierung nach Rolle aus Abschnitt 3). - API-Client-Rolle nutzt dieselben JWT-Endpunkte mit client-credentials-artigem Service-Account (kein OAuth2-Server im MVP, siehe Annahmen).
4. Datenfluss / Rückverfolgbarkeit
Kernkette (Abschnitt 16, 29) relational über Fremdschlüssel, nicht über Textfelder:
Apiary → Colony → (Inspection | Treatment | Feeding | VarroaMeasurement)
Apiary/Colony → Harvest → Extraction → HoneyBatch → StorageContainer
HoneyBatch referenziert Extraction, Extraction referenziert n Harvests (m:n über ExtractionHarvest), Harvest referenziert n Colonys (m:n über HarvestColony) + eine Apiary. Damit ist "von welchem Volk stammt Charge X" eine reine Join-Abfrage, kein Freitext.
Historie statt Löschen: alle fachlichen Haupttabellen haben status/deactivatedAt statt Hard-Delete. Verschiebungen (Volk↔Stand) und Königinnenwechsel werden als eigene Historientabellen geführt (ColonyApiaryHistory, QueenColonyHistory), nicht durch Überschreiben des aktuellen Zustands.
5. Technische Leitentscheidungen (bestätigt, keine Abweichung)
- Validierung: class-validator/class-transformer (nicht Zod) – konsistent mit NestJS-Idiomatik und
@nestjs/swagger-Decorators, ein Schema-Ort statt zwei. - Ein gemeinsames Git-Repo im
ApiCore/-Root für Backend + Frontend (Monorepo-artig, aber zwei unabhängigepackage.json, kein Turborepo/Nx-Overhead im MVP). - Package-Manager: npm (in beiden Projekten, keine Vermischung mit pnpm/yarn).
- Backend-Tests: Jest (NestJS-Standard). Frontend-Tests: Vitest + React Testing Library.
6. Annahmen & offene Fragen
Fachliche Annahmen, getroffen weil das Lastenheft an der Stelle keine eindeutige Vorgabe macht. Bei Bedarf mit dem Fachbereich klären, aktuell aber Grundlage der Umsetzung:
- HoneyMeasurement als MVP-Entität: Abschnitt 26 MUSS-Liste nennt Honigmessungen nicht explizit, Abschnitt 4.17 aber als eigenen Unterpunkt und Abschnitt 30 verlangt Wassergehalt schnell abrufbar. Da sie klein und für die Chargen-Kette relevant ist, wird sie als Teil des
HoneyBatchesModuleim MVP mitgebaut statt auf v1.x verschoben. - Treatment auf Einzelvolk statt "Völkergruppe": Abschnitt 4.11 erlaubt "Volk oder Völkergruppe". MVP modelliert
Treatmentpro Volk (colonyIdPflichtfeld); eine Gruppenbehandlung wird im MVP als mehrere Treatment-Datensätze mit gleicherbatchNumber/Notiz erfasst statt eigener Gruppen-Entität. Spätere Migration kann eineTreatmentGroup-Entität nachziehen, falls das in der Praxis zu unhandlich ist. - Lagerverwaltung MVP-Umfang: "grundlegende Lagerverwaltung" (Abschnitt 26 Punkt 12) wird als generisches
StockItem+StockMovement(Kategorie Honig/Verbrauchsmaterial/Imkereimaterial) umgesetzt. Das detaillierte Inventar mit Wartungsdaten (Abschnitt 4.22) bleibt v1.x/"SOLL", wie im Lastenheft vorgesehen. - API-Client-Rolle im MVP: kein vollwertiger OAuth2/Client-Credentials-Server. Ein API-Client ist ein
Usermit RolleAPI_CLIENTund einem langlebigen Service-Refresh-Token; vollwertiges Scopes-/Client-Management ist SOLL/KANN. - Backup-fähige Struktur: kein eigenes Backup-Tooling im Code. Umgesetzt als: reproduzierbare Prisma-Migrationen (kein manuelles Schema-Drift), dokumentierte
pg_dump/PITR-Strategie in diesem Dokument (Betrieb obliegt dem bestehenden Cluster/DBA),/health-Endpoint für Betriebsüberwachung. - Deviations vom Leitentscheidungs-Rahmen: bisher keine. Wird ergänzt, falls während der Umsetzung ein konkreter Grund für eine Abweichung von NestJS/Prisma/Next.js/Tailwind/shadcn/TanStack Query auftritt.
- Dokumentenspeicher als lokales Volume (Modul 29):
DocumentsModulespeichert Uploads unterhalb vonDOCUMENTS_STORAGE_PATHauf dem lokalen Dateisystem des Backend-Pods, keine Objektspeicher-Anbindung (S3-kompatibel o.ä.) im MVP/v1.x. Der Pfad ist über die ConfigMap austauschbar, wie in Abschnitt 27 des Lastenhefts vorgesehen. Wichtig für den Betrieb: das aktuelledeploy/k8s-Deployment läuft mitreplicas: 2ohne geteiltes Volume – für konsistente Uploads über beide Pods hinweg muss vor Produktivbetrieb mit Dokumenten-Feature einReadWriteMany-PVC (z.B. NFS- oder EFS-basiert) gemountet undDOCUMENTS_STORAGE_PATHdarauf gesetzt werden, sonst sieht nur der Pod, der die Datei entgegengenommen hat, sie auch beim Download wieder.
7. Kubernetes
deploy/k8s/ enthält je Projekt: deployment.yaml, service.yaml, ingress.yaml, sowie configmap.example.yaml und secret.example.yaml (Platzhalter, keine echten Werte). Backend exponiert GET /health (liveness) und GET /health/ready (readiness, prüft DB-Verbindung). Beide Projekte je ein schlankes Multi-Stage-Dockerfile (Build-Stage mit vollem node_modules, Runtime-Stage mit npm ci --omit=dev bzw. Next.js output: 'standalone').
deploy/k8s/postgres/ enthält das PostgreSQL-StatefulSet (ein Replica, volumeClaimTemplates für persistente Daten, postgres:18-alpine), den zugehörigen headless Service (apicore-postgres, DNS-Name fürs Backend) sowie secret.example.yaml für POSTGRES_USER/POSTGRES_PASSWORD/POSTGRES_DB. deploy/k8s/backend/secret.example.yamls DATABASE_URL zeigt auf diesen Service.
8. Backup & Restore
Schema-Migrationen (Reproduzierbarkeit): Ausschließlich prisma/migrations/ als Quelle der Wahrheit. Lokal/Entwicklung: npx prisma migrate dev. Gegen jede Produktions- oder Staging-Datenbank ausschließlich npx prisma migrate deploy (idempotent, wendet nur fehlende Migrationen an, kein Schema-Drift). prisma db push wird an keiner Stelle im Code, in Skripten oder im Dockerfile verwendet und ist für Produktions-/Staging-Umgebungen untersagt. migrate deploy läuft als eigener Schritt vor dem Rollout, nicht im CMD des Runtime-Images, damit mehrere Pod-Replicas nicht gleichzeitig Migrationen ausführen: deploy/k8s/backend/migrate-job.yaml ist ein Kubernetes-Job, der dasselbe Backend-Image mit überschriebenem command (npm run migrate:deploy) nutzt – kein separates Migrations-Image. Reihenfolge und kubectl-Befehle stehen als Kommentar in der Datei.
Datensicherung: Seit der Entscheidung, PostgreSQL selbst im Cluster zu betreiben (siehe CLAUDE.md), liegt die Backup-Verantwortung bei diesem Projekt, nicht mehr bei einem externen Cluster-/DBA-Betrieb. Aktuell noch nicht umgesetzt (offener Punkt, siehe TASKS.md) – empfohlene Strategie:
- Tägliches logisches Backup via
pg_dump -Fc(custom format, komprimiert, fürpg_restoregeeignet), z. B. als Kubernetes-CronJobgegen denapicore-postgres-Service, Ablage auf einem separaten PVC oder Objektspeicher außerhalb des Postgres-eigenen Volumes. - Kontinuierliches WAL-Archiving/PITR (Point-in-Time Recovery), falls die Storage-Class/das Backup-Tooling das unterstützt, für Wiederherstellung auf einen beliebigen Zeitpunkt zwischen den täglichen Dumps.
- Restore-Test:
pg_restoreeines Dumps in eine isolierte Datenbank, danachnpx prisma migrate deployzur Kontrolle, dass der Migrationsstand konsistent ist (prisma migrate status).
Restore-Ablauf (Kurzfassung): 1) Zielinstanz/-datenbank bereitstellen. 2) pg_restore (oder WAL-Replay bis zum Zielzeitpunkt bei PITR). 3) npx prisma migrate status prüfen. 4) npx prisma migrate deploy falls seit dem Dump neue Migrationen hinzugekommen sind. 5) GET /health/ready gegen die wiederhergestellte Instanz aufrufen, um DB-Erreichbarkeit zu bestätigen, bevor Verkehr umgeschaltet wird.