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ApiCore/ARCHITECTURE.md
T
Nick Szaunig 4a9fdd5c71 feat(backend): Dokumente und Bilder mit lokalem Datei-Upload (Modul 29)
DocumentsModule (Document: entityType/entityId, Dateiname, MIME-Typ,
Groesse, Speicherpfad, Hochgeladen-von) fuer Bienenstand/Volk/Koenigin/
Durchsicht/Honigcharge. Upload als multipart/form-data (Multer, 10 MB
Limit, MIME-Allowlist jpeg/png/webp/pdf), Speicherung unter
DOCUMENTS_STORAGE_PATH (austauschbar). ARCHITECTURE.md Annahme 7
dokumentiert die Multi-Replica-Einschraenkung ohne geteiltes Volume.
2026-08-23 11:29:22 +02:00

10 KiB
Raw Blame History

ApiCore – Architektur

Basiert auf docs/lastenheft.md. Diese Datei beschreibt, WIE die fachlichen Anforderungen technisch umgesetzt werden.

1. Backend – Modulschnitt (NestJS)

Ein NestJS-Modul pro fachlichem Bereich, Reihenfolge entspricht Baureihenfolge in TASKS.md:

Modul Zweck Abhängig von
AuthModule Login, Refresh, Passwort-Reset, JWT-Strategien –
UsersModule Benutzerverwaltung, Rollen Auth
AuditModule Audit-Log-Grundstruktur (Service AuditLogService, wird von anderen Modulen injiziert) Users
ApiariesModule Bienenstände Auth
ColoniesModule Völker, Standortwechsel-Historie, Ableger/Vereinigung Apiaries
QueensModule Königinnen, Volk-Historie Colonies
InspectionsModule Durchsichten Colonies
TasksModule Aufgaben, polymorph verknüpft –
VarroaModule Varroamessungen Colonies
TreatmentsModule Behandlungen Colonies
FeedingsModule Fütterungen Colonies
HarvestsModule Ernten Apiaries, Colonies
ExtractionsModule Schleuderungen Harvests
HoneyBatchesModule Honigchargen, Honigmessungen Extractions
StorageModule Lagerbehälter, einfache Lagerverwaltung (StockItem/StockMovement) HoneyBatches
DashboardModule Aggregations-Endpunkte alle o.g.
SearchModule globale Suche, Filter-Bausteine alle o.g.
ExportModule CSV/JSON/PDF-Export alle o.g.

Jedes Modul: *.controller.ts, *.service.ts, dto/, *.module.ts, *.spec.ts (Unit), test/*.e2e-spec.ts (Integration). Rollenprüfung über @Roles()-Decorator + RolesGuard, angewendet pro Endpunkt – niemals nur UI-seitig.

Alle Routen unter /api/v1/..., versioniert über NestJS URI Versioning. OpenAPI-Doku automatisch über @nestjs/swagger, erreichbar unter /api/v1/docs.

2. Frontend – Seitenstruktur (Next.js App Router)

app/
├── (auth)/login/
├── (app)/                       geschütztes Layout mit Bottom-Nav (mobil) / Sidebar (Desktop)
│   ├── dashboard/
│   ├── apiaries/[id]/
│   ├── colonies/[id]/
│   ├── queens/[id]/
│   ├── inspections/new/
│   ├── tasks/
│   ├── varroa/new/
│   ├── treatments/new/
│   ├── feedings/new/
│   ├── harvests/new/
│   ├── honey-batches/[id]/
│   ├── storage/
│   ├── search/
│   └── settings/users/          nur Administrator

Zentrale Schnellaktion "+ Neu" (Abschnitt 22): permanent sichtbarer Floating-Button in der mobilen Bottom-Nav, öffnet Auswahl-Sheet (Durchsicht, Fütterung, Behandlung, Varroamessung, Aufgabe, Ernte, Volk, Königin) → direkt zum jeweiligen Schnellerfassungs-Formular, mobil möglichst 1-2 Taps bis zum ersten Eingabefeld.

Datenzugriff ausschließlich über TanStack Query gegen die Backend-API (kein direkter DB-Zugriff, kein Next.js-eigenes Datenbank-Layer) – erzwingt API-first auch praktisch.

3. Auth-Flow

  1. Login (POST /api/v1/auth/login) mit E-Mail/Passwort → Access-Token (kurzlebig, ~15 min, JWT) + Refresh-Token (langlebig, ~7 Tage, in DB als Hash gespeichert, rotierend).
  2. Frontend hält Access-Token im Memory/React-Context, Refresh-Token als httpOnly-Cookie.
  3. Bei 401 automatischer Refresh über POST /api/v1/auth/refresh, danach Retry.
  4. Jeder geschützte Endpunkt: JwtAuthGuard (Authentifizierung) + RolesGuard (Autorisierung nach Rolle aus Abschnitt 3).
  5. API-Client-Rolle nutzt dieselben JWT-Endpunkte mit client-credentials-artigem Service-Account (kein OAuth2-Server im MVP, siehe Annahmen).

4. Datenfluss / Rückverfolgbarkeit

Kernkette (Abschnitt 16, 29) relational über Fremdschlüssel, nicht über Textfelder:

Apiary → Colony → (Inspection | Treatment | Feeding | VarroaMeasurement)
Apiary/Colony → Harvest → Extraction → HoneyBatch → StorageContainer

HoneyBatch referenziert Extraction, Extraction referenziert n Harvests (m:n über ExtractionHarvest), Harvest referenziert n Colonys (m:n über HarvestColony) + eine Apiary. Damit ist "von welchem Volk stammt Charge X" eine reine Join-Abfrage, kein Freitext.

Historie statt Löschen: alle fachlichen Haupttabellen haben status/deactivatedAt statt Hard-Delete. Verschiebungen (Volk↔Stand) und Königinnenwechsel werden als eigene Historientabellen geführt (ColonyApiaryHistory, QueenColonyHistory), nicht durch Überschreiben des aktuellen Zustands.

5. Technische Leitentscheidungen (bestätigt, keine Abweichung)

  • Validierung: class-validator/class-transformer (nicht Zod) – konsistent mit NestJS-Idiomatik und @nestjs/swagger-Decorators, ein Schema-Ort statt zwei.
  • Ein gemeinsames Git-Repo im ApiCore/-Root für Backend + Frontend (Monorepo-artig, aber zwei unabhängige package.json, kein Turborepo/Nx-Overhead im MVP).
  • Package-Manager: npm (in beiden Projekten, keine Vermischung mit pnpm/yarn).
  • Backend-Tests: Jest (NestJS-Standard). Frontend-Tests: Vitest + React Testing Library.

6. Annahmen & offene Fragen

Fachliche Annahmen, getroffen weil das Lastenheft an der Stelle keine eindeutige Vorgabe macht. Bei Bedarf mit dem Fachbereich klären, aktuell aber Grundlage der Umsetzung:

  1. HoneyMeasurement als MVP-Entität: Abschnitt 26 MUSS-Liste nennt Honigmessungen nicht explizit, Abschnitt 4.17 aber als eigenen Unterpunkt und Abschnitt 30 verlangt Wassergehalt schnell abrufbar. Da sie klein und für die Chargen-Kette relevant ist, wird sie als Teil des HoneyBatchesModule im MVP mitgebaut statt auf v1.x verschoben.
  2. Treatment auf Einzelvolk statt "Völkergruppe": Abschnitt 4.11 erlaubt "Volk oder Völkergruppe". MVP modelliert Treatment pro Volk (colonyId Pflichtfeld); eine Gruppenbehandlung wird im MVP als mehrere Treatment-Datensätze mit gleicher batchNumber/Notiz erfasst statt eigener Gruppen-Entität. Spätere Migration kann eine TreatmentGroup-Entität nachziehen, falls das in der Praxis zu unhandlich ist.
  3. Lagerverwaltung MVP-Umfang: "grundlegende Lagerverwaltung" (Abschnitt 26 Punkt 12) wird als generisches StockItem + StockMovement (Kategorie Honig/Verbrauchsmaterial/Imkereimaterial) umgesetzt. Das detaillierte Inventar mit Wartungsdaten (Abschnitt 4.22) bleibt v1.x/"SOLL", wie im Lastenheft vorgesehen.
  4. API-Client-Rolle im MVP: kein vollwertiger OAuth2/Client-Credentials-Server. Ein API-Client ist ein User mit Rolle API_CLIENT und einem langlebigen Service-Refresh-Token; vollwertiges Scopes-/Client-Management ist SOLL/KANN.
  5. Backup-fähige Struktur: kein eigenes Backup-Tooling im Code. Umgesetzt als: reproduzierbare Prisma-Migrationen (kein manuelles Schema-Drift), dokumentierte pg_dump/PITR-Strategie in diesem Dokument (Betrieb obliegt dem bestehenden Cluster/DBA), /health-Endpoint für Betriebsüberwachung.
  6. Deviations vom Leitentscheidungs-Rahmen: bisher keine. Wird ergänzt, falls während der Umsetzung ein konkreter Grund für eine Abweichung von NestJS/Prisma/Next.js/Tailwind/shadcn/TanStack Query auftritt.
  7. Dokumentenspeicher als lokales Volume (Modul 29): DocumentsModule speichert Uploads unterhalb von DOCUMENTS_STORAGE_PATH auf dem lokalen Dateisystem des Backend-Pods, keine Objektspeicher-Anbindung (S3-kompatibel o.ä.) im MVP/v1.x. Der Pfad ist über die ConfigMap austauschbar, wie in Abschnitt 27 des Lastenhefts vorgesehen. Wichtig für den Betrieb: das aktuelle deploy/k8s-Deployment läuft mit replicas: 2 ohne geteiltes Volume – für konsistente Uploads über beide Pods hinweg muss vor Produktivbetrieb mit Dokumenten-Feature ein ReadWriteMany-PVC (z.B. NFS- oder EFS-basiert) gemountet und DOCUMENTS_STORAGE_PATH darauf gesetzt werden, sonst sieht nur der Pod, der die Datei entgegengenommen hat, sie auch beim Download wieder.

7. Kubernetes

deploy/k8s/ enthält je Projekt: deployment.yaml, service.yaml, ingress.yaml, sowie configmap.example.yaml und secret.example.yaml (Platzhalter, keine echten Werte). Backend exponiert GET /health (liveness) und GET /health/ready (readiness, prüft DB-Verbindung). Beide Projekte je ein schlankes Multi-Stage-Dockerfile (Build-Stage mit vollem node_modules, Runtime-Stage mit npm ci --omit=dev bzw. Next.js output: 'standalone').

8. Backup & Restore

Schema-Migrationen (Reproduzierbarkeit): Ausschließlich prisma/migrations/ als Quelle der Wahrheit. Lokal/Entwicklung: npx prisma migrate dev. Gegen jede Produktions- oder Staging-Datenbank ausschließlich npx prisma migrate deploy (idempotent, wendet nur fehlende Migrationen an, kein Schema-Drift). prisma db push wird an keiner Stelle im Code, in Skripten oder im Dockerfile verwendet und ist für Produktions-/Staging-Umgebungen untersagt. migrate deploy läuft als eigener Schritt vor dem Rollout (z. B. Kubernetes-Job oder manueller Schritt in der Deploy-Pipeline), nicht im CMD des Runtime-Images, damit mehrere Pod-Replicas nicht gleichzeitig Migrationen ausführen.

Datensicherung: Die PostgreSQL-Instanz selbst ist bestehende Cluster-Infrastruktur (siehe CLAUDE.md, "keine eigene DB-Infrastruktur"); Backup-Ausführung liegt beim Cluster-/DBA-Betrieb. Empfohlene Strategie dort:

  • Tägliches logisches Backup via pg_dump -Fc (custom format, komprimiert, für pg_restore geeignet), Aufbewahrung nach Retention-Policy des Clusters.
  • Kontinuierliches WAL-Archiving/PITR (Point-in-Time Recovery), falls vom Cluster unterstützt, für Wiederherstellung auf einen beliebigen Zeitpunkt zwischen den täglichen Dumps.
  • Restore-Test: pg_restore eines Dumps in eine isolierte Datenbank, danach npx prisma migrate deploy zur Kontrolle, dass der Migrationsstand konsistent ist (prisma migrate status).

Restore-Ablauf (Kurzfassung): 1) Zielinstanz/-datenbank bereitstellen. 2) pg_restore (oder WAL-Replay bis zum Zielzeitpunkt bei PITR). 3) npx prisma migrate status prüfen. 4) npx prisma migrate deploy falls seit dem Dump neue Migrationen hinzugekommen sind. 5) GET /health/ready gegen die wiederhergestellte Instanz aufrufen, um DB-Erreichbarkeit zu bestätigen, bevor Verkehr umgeschaltet wird.