# ApiCore – Architektur Basiert auf [`docs/lastenheft.md`](docs/lastenheft.md). Diese Datei beschreibt, WIE die fachlichen Anforderungen technisch umgesetzt werden. ## 1. Backend – Modulschnitt (NestJS) Ein NestJS-Modul pro fachlichem Bereich, Reihenfolge entspricht Baureihenfolge in TASKS.md: | Modul | Zweck | Abhängig von | |---|---|---| | `AuthModule` | Login, Refresh, Passwort-Reset, JWT-Strategien | – | | `UsersModule` | Benutzerverwaltung, Rollen | Auth | | `AuditModule` | Audit-Log-Grundstruktur (Service `AuditLogService`, wird von anderen Modulen injiziert) | Users | | `ApiariesModule` | Bienenstände | Auth | | `ColoniesModule` | Völker, Standortwechsel-Historie, Ableger/Vereinigung | Apiaries | | `QueensModule` | Königinnen, Volk-Historie | Colonies | | `InspectionsModule` | Durchsichten | Colonies | | `TasksModule` | Aufgaben, polymorph verknüpft | – | | `VarroaModule` | Varroamessungen | Colonies | | `TreatmentsModule` | Behandlungen | Colonies | | `FeedingsModule` | Fütterungen | Colonies | | `HarvestsModule` | Ernten | Apiaries, Colonies | | `ExtractionsModule` | Schleuderungen | Harvests | | `HoneyBatchesModule` | Honigchargen, Honigmessungen | Extractions | | `StorageModule` | Lagerbehälter, einfache Lagerverwaltung (StockItem/StockMovement) | HoneyBatches | | `DashboardModule` | Aggregations-Endpunkte | alle o.g. | | `SearchModule` | globale Suche, Filter-Bausteine | alle o.g. | | `ExportModule` | CSV/JSON/PDF-Export | alle o.g. | | `ErpExportModule` | Nur lesender Inventar-Spiegel für ERPNext (`/api/v1/export/inventar/...`, Recht `erp-inventory:read`), Vertrag in [`docs/erp-inventar-export.md`](docs/erp-inventar-export.md) | Products, Bottling, ProductionBatches, Stock, Harvests | | `SuggestionsModule` | Vorschläge (Modell, API, Aufräumen) und Ketten-Handler, Abschnitt 11 | Tasks, Notifications | | `AutopilotModule` | Saison-Autopilot (A1–A10), „Die nächsten Schritte“, „Heute“ | Season, Suggestions | | `SeasonModule` | Saisonabschnitt, Fälligkeit von Durchsicht und Varroa-Messung, Alter der Königin | – | | `PhenologyModule` | Saisonzustand je Stand (GTS, Phase, Kalibrierung), Job-Schritt `phenology`, Meldungen (API, Neuberechnung, Handler), Abschnitt 11.11 | Season, Weather, Notifications | | `WeatherHistoryModule` | Wetterquelle (`WeatherHistorySource`) und Rückholdienst für die Worker-Schleife `phenology-weather`, Abschnitt 11.11 | – | | `TelegramModule` | `TelegramClient`, `TelegramSender` (Zustellung, nur Worker), Abschnitt 11.13 | Notifications | | `WithdrawalModule` | Wartezeit-Prüfung bei Ernte, Abfüllung und Behandlung, Meldungen | Notifications | | `RemindersModule` | Erinnerung je Aufgabe, Morgenübersicht | Notifications, Season, Autopilot | Jedes Modul: `*.controller.ts`, `*.service.ts`, `dto/`, `*.module.ts`, `*.spec.ts` (Unit), `test/*.e2e-spec.ts` (Integration). Rollenprüfung über `@Roles()`-Decorator + `RolesGuard`, angewendet pro Endpunkt – niemals nur UI-seitig. Alle Routen unter `/api/v1/...`, versioniert über NestJS `URI Versioning`. OpenAPI-Doku automatisch über `@nestjs/swagger`, erreichbar unter `/api/v1/docs`. ## 2. Frontend – Seitenstruktur (Next.js App Router) ``` app/ ├── (auth)/login/ ├── (app)/ geschütztes Layout mit Bottom-Nav (mobil) / Sidebar (Desktop) │ ├── dashboard/ │ ├── apiaries/[id]/ │ ├── colonies/[id]/ │ ├── queens/[id]/ │ ├── inspections/new/ │ ├── tasks/ │ ├── suggestions/ Vorschläge (Übernehmen, Verwerfen, Aufräumen) │ ├── varroa/new/ │ ├── treatments/new/ │ ├── feedings/new/ │ ├── harvests/new/ │ ├── honey-batches/[id]/ │ ├── storage/ │ ├── search/ │ ├── offline/ Offline-Seiten (Start, apiary?id=, colony?id=) │ ├── nav-config.ts einzige Quelle aller Navigationspunkte │ └── settings/ │ ├── users-roles/ nur Administrator │ └── system/ „Verwaltung > System“ (Jobs, Ereignisse, Laufrollen) ``` Zentrale Schnellaktion "+ Neu" (Abschnitt 22): permanent sichtbarer Floating-Button in der mobilen Bottom-Nav, öffnet ein Auswahl-Sheet mit Icons und 56-px-Zeilen (auch am Desktop; `quick-add-sheet.tsx`, Einträge aus `quick-actions.ts`) (Durchsicht, Fütterung, Behandlung, Varroamessung, Aufgabe, Ernte, Volk, Königin) → direkt zum jeweiligen Schnellerfassungs-Formular, mobil möglichst 1-2 Taps bis zum ersten Eingabefeld. **Navigation aus einer Quelle:** `app/(app)/nav-config.ts` ist die einzige Quelle für Seitenleiste, Bottom-Nav, „Mehr“-Sheet und „+ Neu“; der Berechtigungsfilter gilt überall gleich. Neue Seiten (auch „Verwaltung > System“) werden nur dort eingetragen. Auf allen `new`-Seiten führt ein Zurück-Link zur Liste, bei einem Entwurf mit Rückfrage. „Mehr“ und „+ Neu“ teilen sich die Sheet-Hülle `components/nav/nav-sheet.tsx`. **Offline-Seiten:** Ohne Netz zeigen `/offline` (Start: geladene Stände), `/offline/apiary?id=…` und `/offline/colony?id=…` die Daten aus den Offline-Paketen (IndexedDB). QR- und NFC-Deep-Links (`/apiaries/`, `/colonies/`) weicht der Service Worker ohne Netz auf diese Seiten aus; der Weg zurück („Mit Netz öffnen“) übernimmt `from` nur bei gleicher Herkunft (same-origin). Formulare lesen Völker und Königinnen aus dem Paket, wenn die API nicht antwortet (`withPackFallback`, `networkMode: "always"`). **Stand-Seite und Standrunde:** `apiaries/[id]` zeigt die lebenden Völker mit Ampel und „Runde starten“; nach dem Speichern führt „Weiter mit …“ zum nächsten Volk. Der Rundenzustand liegt je Benutzer lokal und wird beim Abmelden gelöscht. **Als Nächstes und Heute:** Die Volksseite zeigt oben „Als Nächstes“ (höchstens 3 Schritte, `GET /colonies/:id/next-steps`), die Startseite „Heute“ den dringlichsten Schritt und die fälligen Durchsichten je Stand (`GET /autopilot/today`; bei Fehler, offline oder ohne Recht gilt die bisherige Aufgabenlogik). Die Stand-Seite nennt je Volk „Durchsicht fällig in n Tagen“ und „Als Nächstes: …“. Offline zeigt die Volksseite die Schritte aus dem Paket nur lesend. Einzelheiten: Abschnitt 11.5. Datenzugriff ausschließlich über TanStack Query gegen die Backend-API (kein direkter DB-Zugriff, kein Next.js-eigenes Datenbank-Layer) – erzwingt API-first auch praktisch. ## 3. Auth-Flow 1. Login (`POST /api/v1/auth/login`) mit E-Mail/Passwort → Access-Token (15 min, JWT HS256, `iss=apicore`, `aud=apicore:access`) + Refresh-Token (in DB als Hash, rotierend). Bei aktiver MFA zuerst ein Zwischen-Token (`aud=apicore:mfa-challenge`), das nie als Access-Token gilt. 2. Frontend hält Access-Token im Memory/React-Context, Refresh-Token als httpOnly-Cookie (`Secure`, `SameSite=Lax`, Pfad `/api/v1/auth`). 3. Bei 401 automatischer Refresh über `POST /api/v1/auth/refresh`, danach Retry. Rotation atomar; Wiederverwendung eines alten Tokens (nach 10 s Gnadenfrist für parallele Tabs) beendet alle Sitzungen. Spätestens `SESSION_MAX_AGE` (7 Tage) nach dem Login ist neu anzumelden. 4. Guards in dieser Reihenfolge: `ThrottlerGuard` → `JwtAuthGuard` (Authentifizierung, Gültigkeit frisch aus der DB je Anfrage) → `PermissionsGuard` (Berechtigung, fail-closed). 5. Maschinen-Zugriff (Wabenhain) nur per API-Schlüssel mit Scope-Allowlist und optionaler IP-Allowlist, siehe Annahme 14 und Abschnitt 9. ## 4. Datenfluss / Rückverfolgbarkeit Kernkette (Abschnitt 16, 29) relational über Fremdschlüssel, nicht über Textfelder: ``` Apiary → Colony → (Inspection | Treatment | Feeding | VarroaMeasurement) Apiary/Colony → Harvest → Extraction → HoneyBatch → StorageContainer ``` `HoneyBatch` referenziert `Extraction`, `Extraction` referenziert n `Harvest`s (m:n über `ExtractionHarvest`), `Harvest` referenziert n `Colony`s (m:n über `HarvestColony`) + eine `Apiary`. Damit ist "von welchem Volk stammt Charge X" eine reine Join-Abfrage, kein Freitext. Historie statt Löschen: alle fachlichen Haupttabellen haben `status`/`deactivatedAt` statt Hard-Delete. Verschiebungen (Volk↔Stand) und Königinnenwechsel werden als eigene Historientabellen geführt (`ColonyApiaryHistory`, `QueenColonyHistory`), nicht durch Überschreiben des aktuellen Zustands. ## 5. Technische Leitentscheidungen (bestätigt, keine Abweichung) - Validierung: **class-validator/class-transformer** (nicht Zod) – konsistent mit NestJS-Idiomatik und `@nestjs/swagger`-Decorators, ein Schema-Ort statt zwei. - Ein gemeinsames Git-Repo im `ApiCore/`-Root für Backend + Frontend (Monorepo-artig, aber zwei unabhängige `package.json`, kein Turborepo/Nx-Overhead im MVP). - Package-Manager: npm (in beiden Projekten, keine Vermischung mit pnpm/yarn). - Backend-Tests: Jest (NestJS-Standard). Frontend-Tests: Vitest + React Testing Library. ## 6. Annahmen & offene Fragen Fachliche Annahmen, getroffen weil das Lastenheft an der Stelle keine eindeutige Vorgabe macht. Bei Bedarf mit dem Fachbereich klären, aktuell aber Grundlage der Umsetzung: 1. **HoneyMeasurement als MVP-Entität**: Abschnitt 26 MUSS-Liste nennt Honigmessungen nicht explizit, Abschnitt 4.17 aber als eigenen Unterpunkt und Abschnitt 30 verlangt Wassergehalt schnell abrufbar. Da sie klein und für die Chargen-Kette relevant ist, wird sie als Teil des `HoneyBatchesModule` im MVP mitgebaut statt auf v1.x verschoben. 2. **Treatment auf Einzelvolk statt "Völkergruppe"**: Abschnitt 4.11 erlaubt "Volk oder Völkergruppe". MVP modelliert `Treatment` pro Volk (`colonyId` Pflichtfeld); eine Gruppenbehandlung wird im MVP als mehrere Treatment-Datensätze mit gleicher `batchNumber`/Notiz erfasst statt eigener Gruppen-Entität. Spätere Migration kann eine `TreatmentGroup`-Entität nachziehen, falls das in der Praxis zu unhandlich ist. 3. **Lagerverwaltung MVP-Umfang**: "grundlegende Lagerverwaltung" (Abschnitt 26 Punkt 12) wird als generisches `StockItem` + `StockMovement` (Kategorie Honig/Verbrauchsmaterial/Imkereimaterial) umgesetzt. Das detaillierte Inventar mit Wartungsdaten (Abschnitt 4.22) bleibt v1.x/"SOLL", wie im Lastenheft vorgesehen. 4. **API-Client-Rolle im MVP**: kein vollwertiger OAuth2/Client-Credentials-Server. Ein API-Client ist ein `User` mit Rolle `API_CLIENT` und einem langlebigen Service-Refresh-Token; vollwertiges Scopes-/Client-Management ist SOLL/KANN. 5. **Backup-fähige Struktur**: reproduzierbare Prisma-Migrationen (kein manuelles Schema-Drift), anwendungsseitiges Backup (`BackupModule`, Abschnitt 8) und der CronJob `apicore-db-backup` mit `pg_dump` (Abschnitt 7), `/health`-Endpoint für Betriebsüberwachung. 6. **Deviations vom Leitentscheidungs-Rahmen**: bisher keine. Wird ergänzt, falls während der Umsetzung ein konkreter Grund für eine Abweichung von NestJS/Prisma/Next.js/Tailwind/shadcn/TanStack Query auftritt. 7. **Dokumentenspeicher als lokales Volume (Modul 29)**: `DocumentsModule` speichert Uploads unterhalb von `DOCUMENTS_STORAGE_PATH` auf dem lokalen Dateisystem des Backend-Pods, keine Objektspeicher-Anbindung (S3-kompatibel o.ä.) im MVP/v1.x. Der Pfad ist über die ConfigMap austauschbar, wie in Abschnitt 27 des Lastenhefts vorgesehen. Wichtig für den Betrieb: das aktuelle `deploy/k8s`-Deployment läuft mit `replicas: 2` ohne geteiltes Volume – für konsistente Uploads über beide Pods hinweg muss vor Produktivbetrieb mit Dokumenten-Feature ein `ReadWriteMany`-PVC (z.B. NFS- oder EFS-basiert) gemountet und `DOCUMENTS_STORAGE_PATH` darauf gesetzt werden, sonst sieht nur der Pod, der die Datei entgegengenommen hat, sie auch beim Download wieder. 8. **Entra ID SSO ohne Auto-Provisioning**: `POST/GET /api/v1/auth/sso/*` implementiert Authorization Code + PKCE gegen Entra ID über `openid-client`. Der E-Mail-Claim aus dem ID-Token wird ausschließlich gegen einen bereits existierenden, aktiven `User`-Datensatz gematcht – es wird kein neuer Benutzer automatisch angelegt (Just-in-Time-Provisioning), passend zum bestehenden Modell, dass Admins Benutzer manuell anlegen. Eine erfolgreiche SSO-Anmeldung überspringt die App-eigene TOTP-MFA-Abfrage, da der Identity Provider bereits eine eigene (typischerweise stärkere) Authentifizierung durchgesetzt hat. Der PKCE-`code_verifier` wird kurzlebig (5 min) in einem httpOnly-`SameSite=Lax`-Cookie zwischengespeichert statt serverseitig, damit der Flow ohne Sticky-Sessions über mehrere Backend-Replicas hinweg funktioniert; der Rückweg vom Callback zum Frontend nutzt ein kurzlebiges (60 s), zweckgebundenes JWT statt des echten Access-Tokens in der Redirect-URL. `OIDC_ISSUER_URL`/`OIDC_CLIENT_ID`/`OIDC_CLIENT_SECRET`/`OIDC_REDIRECT_URI` kommen ausschließlich aus Environment-Variablen; fehlen sie, meldet `GET /api/v1/auth/sso/status` `enabled: false` und die Login-Seite blendet den "Mit Microsoft anmelden"-Button aus, statt beim Start zu scheitern. 9. **M365-Kalender-Synchronisation als einseitiger, asynchroner Push**: Abschnitt 4.25 verlangt nur einen internen Betriebskalender, keine externe Anbindung – diese Funktion ist eine reine Erweiterung ohne Lastenheft-Vorgabe. Umgesetzt als `CalendarSyncModule` (`ApiCore-Backend/src/calendar-sync/`): App-only Graph-API-Zugriff per Client-Credentials-Flow (`GraphClientService`) statt delegierter Anmeldung, da die Synchronisation unbeaufsichtigt im Hintergrund laufen muss und nicht an eine interaktive Benutzersitzung gebunden sein darf. Nutzt bewusst dieselbe Entra-App-Registrierung wie das SSO-Login (`OIDC_ISSUER_URL`/`OIDC_CLIENT_ID`/`OIDC_CLIENT_SECRET`, ausschließlich Env-Variablen) statt einer zweiten, separaten App-Registrierung – ein Enterprise-App-Objekt im Tenant genügt, sofern es zusätzlich zu den delegierten Login-Scopes auch die Application-Permission „Calendars.ReadWrite“ (Admin-Consent) erhält; die Tenant-ID wird dafür aus dem Pfad von `OIDC_ISSUER_URL` abgeleitet, statt eine weitere Konfigurationsvariable zu benötigen. Die Übertragung ist bewusst nur einseitig (ApiCore → M365-Gruppenkalender, adressiert über `groupId`); Änderungen, die direkt im M365-Kalender vorgenommen werden, fließen nicht zurück. Statt eines synchronen Push im Request-Pfad nutzt `CalendarSyncOutboxEntry` ein Outbox-Muster, das die Worker-Schleife `calendar-outbox` abarbeitet (alle 60 s und auf `pg_notify('calendar_sync', '')`, siehe Abschnitt 10): Graph-API-Aufrufe sind zu langsam/fehleranfällig (Token-Refresh, Drosselung, transiente 5xx), um eine Durchsicht-/Aufgaben-Erstellung darauf warten zu lassen; fehlgeschlagene Versuche werden bis zu 5-mal wiederholt, danach bleibt der Eintrag `FAILED` bis zu einem manuellen "Jetzt synchronisieren" oder einer erneuten Änderung des Quelldatensatzes. Die Outbox ist sicher bei mehreren Replicas: Jeder Eintrag wird vor der Arbeit per bedingtem Update (`claimedAt`) reserviert, ein Claim älter als 5 min gilt als verwaist und wird übernommen, Graph-Requests haben ein 30-s-Timeout. `revision` sorgt dafür, dass eine Änderung während des Syncs nicht verloren geht (Eintrag bleibt PENDING, dasselbe Event wird beim nächsten Lauf aktualisiert); ein Abbruch während des Syncs löscht das gerade geschriebene Event. Abmelden eines Eintrags aus dem Kalender geschieht durch erneutes Einreihen: Wird eine Quelle (z. B. eine Aufgabe, die erledigt oder storniert wird oder ihr Fälligkeitsdatum verliert, oder ein gelöschter Datensatz) erneut in die Kalender-Outbox eingereiht, findet der Worker in `buildEventInput` nichts mehr anzuzeigen. Hat der Eintrag eine `graphEventId`, löscht der Worker das Graph-Event (404/410 gelten als bereits gelöscht, jeder andere Fehler zählt als fehlgeschlagener Versuch) und setzt den Eintrag auf `SKIPPED` mit `graphEventId = null`. Die API ruft Graph dafür nie auf; die Einreihung selbst erfolgt in der Handler-Transaktion der Domain-Events (`calendar-sync.*`-Handler über `CalendarSyncService.enqueueIn(tx, …)`). Auch die Königin-Zuordnung (`QueenAssigned` → `calendar-sync.queen-assignment`) und die Wartezeit (`calendar-sync.withdrawal`, Abschnitt 11.8) laufen so; `CalendarSyncService.enqueue` und das Einreihen nach dem Commit gibt es nicht mehr, nur `enqueueIn`. Ein neues Graph-Event entsteht beim Aktualisieren nur, wenn das alte nicht mehr existiert (404/410); andere Fehler gelten als fehlgeschlagener Versuch. Jedes Anlegen schickt eine `transactionId` (aus Eintrag, Revision und ersetztem Event), damit Graph eine Wiederholung nach einem Timeout nicht doppelt anlegt; „Jetzt synchronisieren“ startet den Lauf im Hintergrund (202, `running` im Status) und setzt FAILED-Einträge auf PENDING zurück. `groupId` muss eine Entra-Objekt-ID (GUID) sein; `""` oder `null` löscht sie; sie wird in Graph-URLs kodiert. Fehler aus Prisma werden nur mit Name, Code und Modell geloggt (`src/common/loggable-error.ts`), nie mit Abfragewerten. **Offene Entscheidung (2026-10-12):** Laut Microsoft-Doku (`group-post-events`) unterstützt `POST /groups/{id}/events` keine Application-Permission, nur delegiertes `Group.ReadWrite.All`. Mit dem App-only-Token oben kann das Anlegen im Gruppenkalender deshalb in Produktion scheitern (nicht gegen einen echten Tenant geprüft). Auswege: Zielkalender auf ein Ressourcen- oder Benutzerpostfach umstellen (`/users/{upn}/calendar/events`, App-only erlaubt, per Application Access Policy begrenzt) oder delegierter Zugriff über ein Dienstkonto. Pro Quelltyp (Aufgabe/Durchsicht/Behandlung/Fütterung/Ernte/Königinnen-Zuordnung/Wartezeit) ist die Synchronisation einzeln über die GUI (Verwaltung > Automatisierung > Kalender-Sync) abschaltbar; Kalendereinträge werden als ganztägige Graph-Events (`isAllDay: true`) angelegt, um Zeitzonen-/Uhrzeit-Mehrdeutigkeiten zu vermeiden, da die zugrundeliegenden Fachdaten selbst keine Uhrzeit führen. 10. **Wartezeit manuell statt aus Wirkstoff-Datenbank abgeleitet**: `Treatment.withdrawalPeriodDays` wird pro Behandlung von Hand eingetragen (laut Packungsbeilage des verwendeten Mittels), statt automatisch aus Produktname/Wirkstoff hergeleitet zu werden. Eine hartkodierte Zuordnung Produkt→Wartezeit wäre eine faktische, rechtlich relevante Behauptung über Tierarzneimittel-Zulassungen, die im Code weder aktuell gehalten noch verlässlich verifiziert werden kann; die Verantwortung für den korrekten Wert bleibt beim Imker. Die App warnt in der Ernte-Erfassung nur, wenn ein Wert hinterlegt wurde und dessen Fenster (`endDate ?? date` + `withdrawalPeriodDays`) noch nicht abgelaufen ist – bezogen auf das Erntedatum (`GET /treatments/withdrawal-status?colonyIds=…&at=JJJJ-MM-TT`, ohne `at` gilt jetzt; Behandlungen, die erst nach diesem Datum beginnen, zählen nicht) – sie blockiert die Ernte nicht hart, da Ernte-Datensätze auch nachträglich für bereits erfolgte, reale Ernten erfasst werden. Warnungen sperren nie; einzige Ausnahme ist der Wassergehalt (Bestätigung, T4b). Ein einziger Fenster-Helfer (`src/treatments/withdrawal-window.ts`) bestimmt die Wartezeit; Warnung bei Ernte und Abfüllung, Meldung, Kalender und `getWithdrawalStatus` rechnen alle darüber, in Berliner Kalendertagen (Annahme 41). Die Kette beschreibt Abschnitt 11.8. Auch bei der Schleuderung warnt die App (`WITHDRAWAL_ACTIVE`, Abschnitt 11.12). Diese Warnung sieht jeder, der eine Schleuderung erfasst, auch ohne `treatments:read`: Lebensmittelsicherheit geht vor der Lese-Trennung. 11. **Idempotenz per Opt-in**: Anlege-Endpunkte, die Formulare und die Offline-Warteschlange wiederholen können (Durchsicht, Behandlung, Fütterung, Varroa, Sammelerfassung von Behandlung, Fütterung und Varroa, Schwarmkontrolle, Ernte, Aufgabe, Abfüllung, Lagerbewegung, Herstellung, Rohstoffe, Überwinterung, Dokument-Upload), tragen `@Idempotent()`. Der Client sendet je Vorgang einen `Idempotency-Key`; eine Wiederholung liefert die gespeicherte erste Antwort (`IdempotencyRecord`, 90 Tage). Bewusst kein globaler Interceptor, da gespeicherte Antworten sonst Geheimnisse (MFA-Setup, Tokens) enthalten könnten. Die Tabelle ist flüchtig und nicht Teil des Backups. Idempotenz schützt nur, wenn nach dem Commit nichts mehr fehlschlägt. Darum ist das Ereignis-Rückgrat (Abschnitt 10) der Weg für Seiteneffekte (Webhooks, Kalender, Automationsregeln, Benachrichtigungen): Der Schreibpfad nimmt das Domänenereignis in derselben Transaktion auf, Handler im Worker setzen die Wirkung um. Aufgaben, Durchsichten, Varroamessungen, Behandlungen, Fütterungen, Ernten, Völker, Königin-Zuordnung sowie Bestand und Abfüllung haben keine Post-Commit-Seiteneffekte mehr (Abschnitt 10, Absätze „Aufgaben“, „Durchsichten und Varroa“, „Behandlungen, Fütterungen und Ernten“, „Völker“, „Bestand und Abfüllung“, „Sammelerfassung am Stand“). Wiederkehrende Arbeit läuft als Kubernetes-CronJob über `dist/cli.js`, nie als Timer im Prozess: `@nestjs/schedule` und `ScheduleModule` gibt es nicht mehr, der Wächter `src/runtime/no-in-process-schedulers.spec.ts` hält das fest. `runAfterCommit` (`src/common/after-commit.ts`, best-effort: loggt auf Error-Level, wirft nie) bleibt nur für die Automatik `SWARM_MOOD_HIGH` und `STOCK_ITEM_LOW` (`AutomationService.evaluateSwarmControlCheck` und `evaluateStockItem`) und den Webhook `colony.created`. Nachzügler für eine spätere Stufe, die weiter über `WebhooksService.dispatch` laufen: Königinnen (`queen.created`; `queen.replaced` kommt seit T4 aus `QueenAssigned`) und Lager (`product.stock_changed`); `batch.created` kommt seit T4b aus `HoneyBatchRecorded` (Abschnitt 10, Webhook-Zustellung), Schleuderungen und Honigchargen haben keine Post-Commit-Seiteneffekte mehr. Der Wächter `src/common/after-commit-usage.spec.ts` hält die Aufrufer fest. Die früheren `AutomationService.evaluate*`-Wrapper für Durchsicht, Varroa, Behandlung, Fütterung, Volksgesundheit und Rohstoff sind entfernt. Was das Schreiben verhindern muss (z. B. `generateNumber`, Validierung), wirft weiter. Doppelte Automatik-Aufgaben verhindert eine Zeilensperre auf der Regel (`SELECT … FOR UPDATE`). Den Entwurf des Rückgrats beschreibt die Spec `docs/superpowers/specs/2026-10-12-plattform-rueckgrat-und-fahrplan-design.md`. 12. **Automatische Hinweise sind Vorschläge, keine Aufgaben**: Automatisierungsregeln legen keine Aufgaben mehr an, sondern schreiben Vorschläge (`Suggestion`, Abschnitt 11.1). Erst „Übernehmen“ erzeugt die Aufgabe (Quelle „Aus Vorschlag“: `Task.sourceSuggestionId`, `sourceAutomationTrigger` = Regel); bestehende Automatik-Aufgaben bleiben Aufgaben. Je Regel und Objekt existiert höchstens eine offene Sache (Vorschlag oder Aufgabe). Geprüft wird unter der Volkssperre und der Zeilensperre der Regel (`SELECT … FOR UPDATE`, Reihenfolge Volk, dann Regel), die bis zum Commit gilt. Keine voreingestellte Frist (fachlich nicht belastbar ableitbar); optional `config.dueInDays` je Regel, gerechnet ab dem Berliner Tag. Ohne sie ist die Aufgabe beim Übernehmen heute fällig. Anker je Regel (ein verworfener Anker kommt nie wieder): `QUEENLESS_NO_EGGS` und `FEED_STATUS_CRITICAL` die Durchsicht-ID; `VARROA_THRESHOLD` die Mess-ID (nur rot, nicht im Behandlungseffekt, Abschnitt 11.4); `SWARM_MOOD_HIGH` die Kontroll-ID; `COLONY_HEALTH_CRITICAL` die Ereignis-ID; `STOCK_ITEM_LOW` die jüngste IN-Bewegung (sonst `none`); `RAW_MATERIAL_LOW` die jüngste Charge der Sorte (sonst `none`); `TREATMENT_FOLLOW_UP` und `FEEDING_FOLLOW_UP` die Behandlungs- bzw. Fütterungs-ID. Die Tagesrate des natürlichen Milbenfalls wird bei jeder Korrektur einer Eingangsgröße (Methode, Anzahl, Dauer) neu berechnet; ein mitgesendeter, vom gespeicherten abweichender Wert gilt als manuell gesetzt und gewinnt. Vorschlag, Meldung und der Audit-Eintrag der Regel (`AutomationRule CREATE`, mit `suggestionId`) entstehen in einer Transaktion: Scheitert ein Teil, entsteht nichts davon. Eine Meldung (Kategorie `SUGGESTION`, WARNUNG, bei `URGENT` KRITISCH) schreibt ein Vorschlag nur, wenn die Regel `config.notify` hat. Empfänger sind Inhaber von `tasks:read` und des Leserechts des Bereichs; der Text lautet „: “ (bewusste Abweichung vom Spec-Wortlaut, bei dem das Präfix der Regelcode war; ohne Volk nur der Titel). Der Kalendereintrag (`calendar-sync.task`) und der Webhook `task.created` (`webhooks.forward`) folgen erst aus `TaskCreated` beim Übernehmen; die Regel ruft `WebhooksService` nicht selbst auf. Eine neuere Durchsicht führt die offenen Vorschläge von `QUEENLESS_NO_EGGS` und `FEED_STATUS_CRITICAL` nach: Zeigt die tatsächlich jüngste Durchsicht des Volkes den Befund nicht mehr, wird der Vorschlag `RESOLVED` („Bedingung entfällt“); besteht der Befund, bleibt es bei einem Vorschlag mit aktuellem Beleg (der Anker bleibt der alte); eine rückdatierte Durchsicht ändert nichts, eine Korrektur schlägt nie neu vor, führt aber Offenes nach. Dasselbe gilt für `VARROA_THRESHOLD` bei `VarroaCorrected`. Eine abgeschaltete Regel lässt offene Vorschläge unberührt. Ausgewertet wird in den Handlern `automation.*` (`src/automation/automation.handlers.ts`) in der Zustell-Transaktion, bei Fehler mit Wiederholung; sie rufen `evaluate…In(tx, …)`, überspringen beendete Völker und prüfen unter der Volkssperre erneut. Nur `SWARM_MOOD_HIGH` und `STOCK_ITEM_LOW` laufen dauerhaft über `runAfterCommit` in eigener Transaktion (Annahme 11); sie rufen dieselben `evaluate…In`, werfen aber nie. 14. **API-Schlüssel für Maschinen-Zugriffe**: Integrationen (Wabenhain-Shop, ERPNext) nutzen einen Schlüssel `ack_…` im `Authorization: Bearer`-Header statt eines Service-Kontos mit Passwort. Gespeichert wird nur der SHA-256-Hash (32 Zufallsbytes, daher kein langsamer KDF nötig); die Suche läuft über den Hash, Geheimnisse werden nie verglichen; der Klartext erscheint einmal bei der Erstellung. Ein Schlüssel ist kein Benutzer: `JwtAuthGuard` setzt `request.apiKey` statt `request.user`, `PermissionsGuard` lässt ihn nur auf Routen, deren Berechtigung in seinen Scopes steht – `@AnyAuthenticatedUser`-Routen nie. Erlaubte Scopes sind eine kurze Allowlist (`api-keys/api-key-scopes.ts`, `shop-sync:read`, `shop-sync:write`, `erp-inventory:read`); je angebundenem System ein eigener Schlüssel. Verwaltung mit `api-keys:manage`. Schlüssel sind bewusst nicht Teil des Backups: nach einer Wiederherstellung wird ein neuer Schlüssel ausgestellt. Lesen und Buchen sind getrennte API-Schlüssel (`shop-sync:read` bzw. `shop-sync:write`; `erp-inventory:read` zählt als Lesen, Buchungsrecht ist nur `shop-sync:write`, Liste `API_KEY_WRITE_SCOPES`): Ein neuer Schlüssel trägt genau ein Recht: einer mit mehreren Rechten wird beim Anlegen mit 400 abgelehnt (mit Lese- und Buchungsrecht eigens begründet); bereits ausgestellte Schlüssel mit mehreren Rechten bleiben gültig, die Oberfläche markiert sie und empfiehlt getrennte Schlüssel (neue anlegen, im angebundenen System – Wabenhain bzw. ERPNext – eintragen, alten widerrufen). Ein geleakter Lese-Schlüssel kann so nicht buchen, ein Buchungs-Schlüssel nicht lesen. Die Oberfläche bietet nur Rechte an, die der Anlegende selbst hat (alles andere lehnt der Server ohnehin ab). Ungültige Schlüssel werden je Client-Netz gezählt und nach 20 Fehlversuchen in 15 min gesperrt: Annahme 30. 13. **Lebende vs. beendete Völker**: Nur `DISSOLVED`, `SOLD`, `DECEASED`, `MERGED` sperren Umsetzen/Teilen/Vereinigen/Königinzuweisung (`colonies/colony-status.ts`). `WEAK`, `CONSPICUOUS`, `QUEENLESS` bleiben bearbeitbar. 15. **Bestandsbuch aus Behandlungen, nicht als eigenes Register**: Das Bestandsbuch nach Art. 108 VO (EU) 2019/6 wird aus `Treatment` erzeugt (`export/treatment-log.ts`); Lieferant, Erwerbsbeleg und verschreibender Tierarzt sind Freitextfelder der Behandlung, Name/Anschrift des Halters liegen in `SiteSettings`. Der Stand am Behandlungstag wird beim Anlegen als `Treatment.apiaryId` festgehalten (Umsetzen ändert ihn nicht nachträglich); für Altbestand wird er aus `ColonyApiaryHistory` abgeleitet und im PDF bei Unsicherheit markiert. Fehlende Pflichtangaben werden als „FEHLT“ gedruckt statt still weggelassen. Keine Wartezeit-Automatik (siehe 10). 16. **Überwinterung als eigene Einträge statt Volksstatus**: `WinterCheck` (eindeutig je Volk, `winterYear`, Saison) hält Ein- und Auswinterung; ab Juli gehört ein Datum zum Winter desselben Jahres. Verlustursachen sind bewusst nur die COLOSS-Kategorien, keine Diagnosen. Die Übersicht gruppiert nach dem aktuellen Stand des Volkes. Ein Verlust ändert den Volksstatus nur auf ausdrücklichen Wunsch (`markColonyDeceased`). Neue Rechte vergibt die Migration an Nicht-System-Rollen, weil der Katalog-Sync nur System-Rollen berechtigt. Ein Verlust mit `markColonyDeceased` beendet auch die Königin-Zuordnung und schreibt `ColonyEnded` mit `via: WINTER_CHECK` (Abschnitt 11.7). 17. **Schutz gegen Rechteausweitung in der Benutzerverwaltung**: Wer Benutzer pflegt, darf nur Konten verwalten (Passwort/MFA zurücksetzen, E-Mail ändern, (de)aktivieren) und Rollen vergeben, deren Rechte er selbst vollständig hat (`UsersService.assertWithinCallerPermissions`), analog zur Rollenbearbeitung. 18. **SSO-Bindung an die IdP-Identität**: Die erste Microsoft-Anmeldung bindet das Konto an `"|"` (`User.ssoSubject`); danach zählt nur noch diese Identität, nicht der unverifizierte E-Mail-Claim. Mandantenübergreifende Issuer (`common`/`organizations`/`consumers`) schalten SSO ab. E-Mails werden ohne Groß-/Kleinschreibung verglichen. 19. **Backups versiegelt**: AES-256-GCM über das gzip-Bundle, Schlüssel aus dem Schlüsselbund `BACKUP_ENCRYPTION_KEY` (+ `BACKUP_ENCRYPTION_KEY_PREVIOUS`, in Produktion Pflicht, siehe Annahme 22); Dateien von vor dem Schlüsselbund (Schlüssel per HKDF aus `JWT_ACCESS_SECRET`) bleiben lesbar, solange `JWT_ACCESS_SECRET` unverändert ist. Nur versiegelte Dateien stellen vollständig wieder her (und überschreiben). Eine unversiegelte (alte v2-)Datei darf nur die 27 Stamm- und Feldtabellen der Erlaubt-Liste `LEGACY_UNSEALED_TABLES` ergänzen – fehlende Zeilen anlegen, bestehende nie ändern. Alles andere (Benutzer, Rollen, Webhooks, Audit-Log, Kalender-Sync, Backup- und Website-Einstellungen, Nummernkreise, Bestands- und Chargenbewegungen, Shop-Anfragen, Rohstoffe/Herstellung, Dokumente, Benachrichtigungen samt Einstellungen, Vorschläge, Pflanzenentwicklungs-Meldungen und jede künftige Tabelle) kommt nur aus versiegelten Dateien; die Oberfläche listet übersprungene Tabellen auf; Import verlangt Passwort (+ TOTP). MFA- und Webhook-Secrets liegen mit eigenen Schlüsseln (`MFA_ENCRYPTION_KEY`, `WEBHOOK_ENCRYPTION_KEY`) verschlüsselt in der DB und damit auch im Backup – für eine Wiederherstellung in einem anderen Deployment dort dieselben Schlüssel setzen (oder als `*_PREVIOUS`), sonst müssen Webhook-Secrets und MFA neu eingerichtet werden. 20. **Bearbeiten-Regel für `null`** (Grundsatz „alles bearbeitbar“): In jeder Bearbeiten-Anfrage bleibt ein weggelassenes Feld unverändert, `null` leert ein Feld, das leer sein darf, und `null` auf einem Pflichtfeld wird mit 400 abgelehnt (statt still ignoriert oder als 500). Umgesetzt über `PartialType(..., { skipNullProperties: false })` in den Update-DTOs, `@IsOptionalNotNull()` (`src/common/validation/is-optional-not-null.ts`) für weglassbare, aber nicht leerbare Felder und `optionalDate()` (`src/common/patch-values.ts`) für leerbare Datumsfelder; `update-dto-null-handling.spec.ts` hält den Vertrag je DTO fest. Das Frontend sendet geleerte optionale Felder über `emptyToNull` (`ApiCore-Frontend/src/lib/forms/empty-to-null.ts`) als `null`. Für Regel-Configs gilt dasselbe Muster: `null` löscht einen optionalen Schlüssel (z. B. `dueInDays`, `windowDays`, `minGrams`, einzelne GTS-Schwellen), ein Pflichtschlüssel (z. B. `queenMaxAgeYears`, `notify`, die Gruppe `swarmSeason`) lehnt `null` mit 400 ab (Abschnitt 11.2). Neu leerbar sind `Colony.occupiedFrames`, `VarroaMeasurement.sampleBees` und `Inspection.feedStatus`. 21. **Lebende Völker**: „Lebend“ heißt jeder Status außer `DISSOLVED`, `SOLD`, `DECEASED`, `MERGED` – also auch `WEAK`, `CONSPICUOUS`, `QUEENLESS`. Backend-Abfragen filtern über `LIVING_COLONY_WHERE` (`colonies/colony-status.ts`), das Frontend über `isLivingColony` (`lib/colonies/status.ts`); `status = ACTIVE` steht nur dort, wo wirklich genau dieser Status gemeint ist. 22. **Schlüsselbund**: Jeder Zweck hat einen eigenen Schlüssel, nie ein JWT-Secret: `MFA_ENCRYPTION_KEY` (TOTP-Secrets), `WEBHOOK_ENCRYPTION_KEY` (Webhook-Signaturschlüssel), `BACKUP_ENCRYPTION_KEY` (Backup-Dateien). In Produktion Pflicht: je ≥ 32 Zeichen, paarweise verschieden und verschieden von `JWT_ACCESS_SECRET`/`JWT_REFRESH_SECRET` – sonst startet kein Prozess (`src/runtime/startup-checks.ts`). Außerhalb der Produktion fällt ein fehlender Schlüssel je Zweck auf eine Ableitung aus `JWT_ACCESS_SECRET` zurück. Format `k<8 hex>:..` (Base64-Teile, AES-256-GCM, 128-Bit-Tag Pflicht); AES-Schlüssel = HKDF-SHA256(Secret, Salt `apicore-key-ring`, Info `apicore--v1`), Schlüssel-ID = `k` + die ersten 8 Hex-Zeichen von sha256(Schlüssel). Backups behalten Dateiformat v3 und ihre bisherige Ableitung (`keyId` 12 Hex), folgen aber denselben Ring-Regeln. Code: `src/common/crypto/key-ring.ts`. In Produktion lehnt der Start außerdem Platzhalterwerte ab (`change-me…`, ohne Groß-/Kleinschreibung) – für beide JWT-Secrets, die drei Schlüssel und ihre `*_PREVIOUS`, ein gesetztes `OIDC_CLIENT_SECRET` und das Passwort in `DATABASE_URL`; auch `*_PREVIOUS` muss von den JWT-Secrets verschieden sein. Außerhalb der Produktion meldet jeder Prozess einmal je Variable, dass ein aus `JWT_ACCESS_SECRET` abgeleiteter Entwicklungsschlüssel einspringt. 23. **Öffentliche Herkunftsseite ohne Standort**: Sie nennt nur `Apiary.publicLocationLabel` (je Stand, z. B. „Nordhessen“) und `SiteSettings.originCountry`. Name, Ort, Adresse und Koordinaten eines Stands werden nie öffentlich ausgeliefert (Diebstahlschutz). Ohne Label erscheint nur das Land. Eine Label-Änderung kann am Edge bis zu 1 h verzögert sichtbar werden. **Rotation über `*_PREVIOUS`:** alten Wert nach `_PREVIOUS` (öffnet weiter, versiegelt nie), neuen `` setzen, api und worker neu starten (sonst versiegeln sie weiter mit dem alten Schlüssel), Job `rekey` laufen lassen; danach muss `rekey --dry-run` bei `rekeyed`, `plaintextSealed`, `changedMeanwhile` und `failed` 0 melden, erst dann `*_PREVIOUS` entfernen. Backup-Dateien werden nicht umgeschlüsselt: `BACKUP_ENCRYPTION_KEY_PREVIOUS` bleibt gesetzt, solange ältere Dateien einspielbar sein sollen. **Altchiffrate sind nur lesbar** (nie geschrieben), **und nur, solange `JWT_ACCESS_SECRET` unverändert ist**: MFA-Secrets ohne Präfix und Webhook-Secrets mit `enc:v1:` (beide AES-Schlüssel sha256(`JWT_ACCESS_SECRET`)), Webhook-Secrets im Klartext, Backup-Dateien mit JWT-abgeleiteter `keyId`. Liest ein Prozess ein solches MFA- oder Webhook-Secret, warnt er einmal je Zweck „legacy ciphertext read – run the rekey job“ (ohne Werte). Reihenfolge darum: Schlüssel setzen → `rekey` → neues Backup ziehen → erst dann die JWT-Secrets rotieren (alle Sitzungen enden einmal; JWT-versiegelte Backup-Dateien sind danach nicht mehr einspielbar). **Job `rekey`** (`src/jobs/rekey.job.ts`, nur von Hand: `kubectl create job --from=cronjob/apicore-job-rekey` bzw. `…-rekey-dry-run`): versiegelt jedes MFA-Secret (`User.mfaSecret`) und jedes Webhook-Secret (`WebhookSubscription.secret`), das nicht mit dem aktuellen Schlüssel seines Zwecks versiegelt ist, neu – Werte unter `*_PREVIOUS`, Altchiffrate und Webhook-Secrets im Klartext. Zeile für Zeile, ohne Transaktion um den Lauf: Jede Schreiboperation ist ein Compare-and-Swap auf den gelesenen Wert (`UPDATE … WHERE id = … AND "mfaSecret" = `, bei Webhooks `secret`), damit überschreibt der Job nie, was die App inzwischen geschrieben hat (z. B. eine neue MFA-Einrichtung). Solche Zeilen zählt er als `changedMeanwhile`; `changedMeanwhile > 0` ist ein harter Stopp, kein Erfolg: die Zeile kann noch mit dem alten Schlüssel versiegelt sein, darum Dry-Run (und bei Bedarf Lauf) wiederholen, bis alle Zähler 0 sind, erst dann rotieren. Vor dem Schreiben prüft der Job, dass der neue Wert zum selben Klartext öffnet. Ein abgebrochener Lauf behält, was er umgestellt hat; der nächste überspringt diese Zeilen ungeöffnet (`alreadyCurrent`). Ergebnis: `dryRun` und je Zweck `mfa.*`/`webhook.*` mit `total`, `rekeyed`, `alreadyCurrent`, `plaintextSealed`, `changedMeanwhile`, `failed`. Eine Zeile, die sich nicht öffnen oder schreiben lässt, behält ihren Wert; der Lauf macht weiter und endet bei `failed > 0` immer `FAILED` (`JobRun`, Zähler im Fehlertext, das Log nennt nur Zeilen-ID und Grund, z. B. `unknown key id`). `rekey --dry-run` schreibt nichts und öffnet jeden umzustellenden Wert, anders als der echte Lauf auch die Zeilen, die schon den aktuellen Schlüssel tragen (ein beschädigter Wert zählt als `failed`). Andere Argumente lehnen `dist/cli.js` (Exit 2) und der Job selbst ab. Werte, Chiffrate und Schlüssel-IDs erscheinen nie in Log oder `JobRun`. `updatedAt` umgestellter Zeilen ändert sich. Den Klartext-Rückfall in `openWebhookSecret` kann man entfernen, sobald der Dry-Run in Produktion `webhook.plaintextSealed: 0` zeigt. 24. **Offline-Standmodus**: „Stand laden“ legt ein Paket je Stand in IndexedDB ab (`GET /apiaries/:id/offline-pack`: lebende Völker, Königinnen, die letzten 3 Durchsichten je Volk, offene Aufgaben, je Volk `occupiedFrames` und die nächsten Schritte `nextSteps`, optional, Version 1). Es enthält weder Koordinaten noch Adresse des Standes; Königinnen, Durchsichten und Aufgaben fehlen ohne das jeweilige Leserecht (Benutzer-ID der Durchsichten wird weggelassen). Ein Paket gilt nach 24 h als veraltet (Alter immer sichtbar), wird nach 1 h automatisch erneuert und nach 14 Tagen oder nach 403/404 gelöscht. Lehnt der Server einen Eintrag ab (bei der Sammelerfassung mit `invalidColonyIds`), erzwingt das ein Neuladen der betroffenen Pakete (frühestens nach 5 min). Der Service Worker (`public/sw.js`, `sw-routes.js`) speichert Seiten nur zusammen mit ihren Assets und Daten nur als `application/json`; nie gespeichert werden Auth-Antworten, Anfrage-Header (kein Bearer-Token im Cache), die Antworten, die ein Paket liefert (eine Offline-Datenquelle mit sichtbarem Alter), `/api/v1/apiaries` und `/apiaries/:id` (Standort), `/export/` und `/backup/`. Navigation hat routenabhängige Zeitlimits: App-Hülle 4 s, Offline-Seiten zuerst aus dem Cache, Deep Links etwa 10 s, übrige Seiten Netzfehler bzw. erst ab 15 s. Alle API-Anfragen haben eine Gesamtfrist inklusive Antwortkörper (Standard 4 s; Schreibzugriffe ohne Idempotenz-Schlüssel, darunter Login, MFA und Refresh, 15 s; Sammelerfassung 15 s; Upload 30 s; Download 60 s). 25. **Offline-Sitzung**: Ohne Netz bleibt der Benutzer mit der zwischengespeicherten Identität (Name, Rechte) 7 Tage angemeldet, nie mit einem Token; der Sync bleibt gesperrt, bis ein Refresh gelingt. Ein Refresh gilt nur für dieselbe Benutzer-ID; das Token eines anderen Kontos löscht das Gerät (Pakete, Warteschlange, Caches). Nur 401/403 beenden die Sitzung, 429/502/503 und Netzfehler zählen als Netzfehler. Ein Abmelden ohne Netz merkt den Widerruf vor und holt ihn beim nächsten Start vor allem anderen nach. Jeder Warteschlangen-Eintrag hat einen Besitzer (`ownerUserId`); fremde Einträge werden nie gesendet. Beim Abmelden und Benutzerwechsel werden Pakete, Rundenzustand, Query-Cache, Foto-Übergabemarker und die Cache-Storage-Einträge des Service Workers gelöscht (`WIPE_CACHES` mit Generationszähler, damit eine laufende Anfrage danach nichts mehr schreibt). Beim Sync beendet 401 den Lauf, ohne Einträge zu markieren; 408/429/502/503/504 lassen Einträge wartend; 409 „wird bereits verarbeitet“ heißt „später erneut“. 26. **Fotos**: Aufnahmen werden im Browser per Canvas neu kodiert (längste Kante 2560 px, JPEG, ohne EXIF/XMP/GPS), auch im bestehenden Dokument-Upload. Vor dem Upload prüft der Client Metadaten und höchstens 10 MB; der Upload ist idempotent. Ein Foto wartet in IndexedDB auf die Server-ID seiner Durchsicht und wird danach angehängt. Ein Übergabemarker in `localStorage` (mit `createdAt`, höchstens 3 Tage alt, je Benutzer) verhindert, dass ein bereits gespeicherter Entwurf samt Fotos ein zweites Mal gesendet wird. Offen: die Prüfung mit `exiftool` auf einem echten Telefon (auch älteres iOS Safari). 27. **Sammelerfassung am Stand**: `POST /treatments|feedings|varroa/bulk` schreibt alles oder nichts in einer Transaktion (`@Idempotent()`). Die Völker werden sortiert mit `lockRowsForShare` (`FOR SHARE`, `src/prisma/row-lock.ts`) gesperrt, der Ablauf steckt im Helfer `runBulk`; das Ereignis je Volk trägt `bulkId`. Entscheidung K1: Die Chargennummer des Arzneimittels (`batchNumber`) wird einmal eingegeben und nie erzeugt (rechtlich relevantes Bestandsbuch); gruppiert wird über `bulkId`. Entscheidung K2: Varroa nimmt je Volk einen eigenen Eintrag, ein gemeinsamer Milbenwert wäre erfundene Messung. Unbekannte oder beendete Völker meldet die 400-Antwort als `invalidColonyIds`. Der Idempotenz-Schlüssel bindet Benutzer, Schlüssel und Pfad, nicht den Inhalt: Der Client nimmt darum je abweichender Absendung einen neuen Schlüssel. 28. **Skalen und Vorbelegung**: Alle Bewertungsskalen der Durchsicht zeigen „5 = gut“ (Gespeichertes bleibt unverändert). Die Schwarmstimmung ist gespeichert umgekehrt (1 = ruhig, 5 = stark) und wird nur in der Anzeige gedreht (`RatingScale direction="lower-is-better"`; die Beschriftungen nennen die gespeicherten Enden); keine Datenmigration. Waben stehen per Plus/Minus in `colonyStrength` und neu `broodFrames`, das Altfeld `broodAmount` nur im Bearbeiten-Dialog. `colonyStrength` zählt besetzte Waben, höchstens 40 (Annahme 34). Werte der letzten Durchsicht erscheinen als sichtbarer Hinweis je Feld mit „Letztes Mal … übernehmen“ und „Alles wie letztes Mal“, nie stillschweigend vorbelegt. 29. **Ampeln**: Die Varroa-Ampel kommt vom Server aus Bändern nach Methode, Monat und Volkstyp (Abschnitt 11.4); `VARROA_WARN_FRACTION` gibt es nicht mehr. Der Trend zeigt die Grenzen als Stufenlinien je Monat, Zeiträume 1/2/3/7 Tage oder „anders“. Die Ampel eines Volkes (`lib/colonies/status-light.ts`) nimmt den schlechtesten Befund: rot bei `QUEENLESS`, kritischem Gesundheits-, Futter- oder Brutzustand oder offener kritischer Meldung; gelb bei `WEAK`/`CONSPICUOUS`, schwachem Zustand, offener Warnung oder überfälliger Durchsicht. „Überfällig“ heißt `inspectionDueOn` überschritten („Durchsicht seit 3 Tagen fällig“, Abschnitt 11.3); das ersetzt die festen 14 Tage `INSPECTION_STALE_DAYS`. Ohne Fälligkeitstag (Winterruhe, alte Pakete) gibt es keinen Befund, und „Noch keine Durchsicht“ entfällt, weil die Fälligkeit auf die Anlage des Volkes zurückfällt. `openWarnings` und `openCritical` der Volksübersicht zählen offene Vorschläge der Priorität `HIGH` bzw. `URGENT`, die der Nutzer sehen darf (`tasks:read` und das Recht des Vorschlags), nicht mehr Benachrichtigungen. Die Farbe steht nie allein (Symbol und Wort); die Kontraste der Farbtöne prüft ein Test. 30. **Fehlversuchs-Sperre für API-Schlüssel, über alle Pods**: Ungültige Schlüssel (unbekannt, widerrufen, abgelaufen) zählen je Client-Netz – IPv4-Adresse bzw. IPv6-/64, wie der Throttler (`rateLimitSubject`). Nach 20 ungültigen Schlüsseln in einem Fenster von 15 min (ab dem ersten Fehlversuch) bekommt das Netz für weitere ungültige Schlüssel 15 min lang `429` (`src/api-keys/failed-attempt-limiter.ts`, Grenzen `API_KEY_FAILURE_LIMIT`). Ein gültiger Schlüssel wird davon nie abgewiesen: Erst kommt die Suche über den Hash, nur ein ungültiger Schlüssel wird gezählt oder gesperrt. Sonst könnte jeder, der eine gemeinsame Adresse (Cluster-Ausgang, Proxy) nutzt oder vortäuscht, ERPNext oder den Shop aussperren; bei 256 Zufallsbits je Schlüssel kostet das nichts. Falsch aufgebaute Tokens werden ohne Datenbankzugriff mit 401 abgewiesen und zählen nicht. Die Zähler liegen wie die des Throttlers in der UNLOGGED-Tabelle `ThrottlerHit` (über `PrismaThrottlerStorage`: eigener Throttler-Name `api-key-failures`, Schlüssel-Präfix `api-key-failures:`, eine Upsert-Anweisung, nur DB-Uhr `now()`) und gelten damit für alle api-Pods gemeinsam; kein zweiter Zähler im Prozessspeicher. Bei einem DB-Fehler schlägt die Anfrage fehl (fail-closed, wie der Throttler). Abgewiesene Schlüssel werden nur mit Präfix und IP protokolliert, das Erreichen der Grenze einmal je Fenster. 31. **Vorschläge, Anker und Dubletten**: Regel-, Ketten- und Autopilot-Vorschläge sind ein Modell mit den Arten `PLAN` und `DO` (Abschnitt 11.1). `dedupeKey = ::` ist eindeutig. Offene, übernommene, verworfene und veraltete (`OBSOLETE`) Vorschläge behalten den Schlüssel, ein verworfener oder übernommener Anker kommt also nie wieder; erledigte (`RESOLVED`) und abgelaufene (`EXPIRED`) geben ihn im selben Statement frei, derselbe Anker darf danach neu vorgeschlagen werden. Je Absicht und Objekt gibt es höchstens eine offene Sache: ein offener Vorschlag oder eine offene Aufgabe (`OPEN`, `IN_PROGRESS`); die Absicht einer Aufgabe ist `sourceSuggestion.intent`, sonst die der Altregel, sonst `FOLLOW_UP`. Bei Vorschlägen ohne Volk und Objekt gilt die Prüfung je Regel, damit sich unabhängige nicht blockieren. Verworfene lassen sich 30 Tage nach `decidedAt` wieder öffnen. Systemübergänge (Auffrischen, Auflösen, Veralten, Ablaufen) schreiben keinen Audit-Eintrag, weil Status und `decidedAt` sichtbar sind; der Audit-Eintrag gilt Entscheidungen von Nutzern. Eine Lücke bleibt bewusst: Beim Wiederöffnen gibt es keine Volkssperre, ein gleichzeitiger Vorschlag derselben Absicht kann ausnahmsweise doppelt offen sein. 32. **Vorschläge verbergen ihr Dasein**: Liste, Zähler und nächste Schritte zeigen nur Vorschläge, deren `requiredPermission` leer ist oder vom Nutzer gehalten wird. Übernehmen, Verwerfen und Wiederöffnen eines unsichtbaren Vorschlags antworten 404 statt 403, damit weder Titel noch Dasein durchsickern. 33. **Futter-Vokabular**: `Inspection.feedStatus` ist `ColonyCondition` wie auf der Volkskarte (`EXCELLENT` Reichlich, `GOOD` Ausreichend, `AVERAGE` Mittel, `WEAK` Niedrig, `CRITICAL` Kritisch). Die Migration bildet den alten Freitext (getrimmt auf Leerzeichen, Tab, CR, LF; ohne Groß-/Kleinschreibung) ab: „ausreichend“ → `GOOD`, „niedrig“ → `WEAK`, „kritisch“ → `CRITICAL`; leer → `NULL`; alles andere → `NULL` und `Futter (alt): ` wird nach einem Zeilenumbruch an `notes` gehängt (der Lauf meldet die Zahl der verschobenen Texte per `RAISE NOTICE`). Dieselbe Abbildung gilt für den CSV-Völkerimport (unbekannter Text landet in den Notizen, die Zeile trägt die Meldung „Futterangabe … nicht erkannt, in die Notizen übernommen.“) und für alte Backup-Bundles (ein Wert, der kein Text ist, wird `NULL` mit Notiz `Futter (alt): `). Die API akzeptiert bei `POST/PATCH /inspections` die Enum-Namen in jeder Schreibweise und die drei alten Wörter (so bleiben Einträge der Offline-Warteschlange alter Clients sendbar); leerer Text wird `NULL`, anderer Freitext 400. Die Regel `FEED_STATUS_CRITICAL` feuert bei `feedStatus = CRITICAL`; der Webhook `inspection.created` trägt `feedStatus` als Enum-Wert (der Shop nutzt das Ereignis nicht). 34. **Volksstärke in besetzten Waben**: `Colony.occupiedFrames` und `Inspection.colonyStrength` zählen besetzte Waben, 0 bis 40 (CHECK in der Datenbank; 400 „Höchstens 40 besetzte Waben.“). Das alte `Colony.strength` (1–10) bleibt unverändert, wird in Swagger als veraltet markiert und nie umgerechnet; die Oberfläche zeigt es nur, wenn es gespeichert ist, als „Volksstärke (alt)“. Vor dem Ausrollen listet der Kopf der Migration `20261014100700_t4_occupied_frames` die Abfrage nach `Inspection.colonyStrength > 40`. 35. **Übernahme Durchsicht → Volkskarte**: Siehe Abschnitt 11.10. Annahme: Das Brutbild wird zum Brutzustand der Volkskarte (5 `EXCELLENT`, 4 `GOOD`, 3 `AVERAGE`, 2 `WEAK`, 1 `CRITICAL`); diese Zuordnung ist nicht aus dem Lastenheft abgeleitet. 36. **Saison aus Pflanzenentwicklung**: Die Saison (Abschnitte `WINTERRUHE`, `FRUEHJAHR`, `SCHWARMZEIT`, `SOMMER`, `SPAETSOMMER`, `HERBST`) leitet sich aus der Pflanzenentwicklung ab (Abschnitt 11.3). Der Kalender-Rückfall (`PHENOLOGY.calendarFallback`, Standard `SALWEIDE` 20.03., `KIRSCHE` 15.04., `APFEL` 28.04., `HOLUNDER` 30.05., `LINDE` 20.06., `TRACHTENDE` 01.08., `HERBST` 15.09., `WINTER` 15.11.). Die Tage sind eine Annahme für Schwaben und per Regel anpassbar. Ohne gespeicherte Zeile für das laufende Jahr gilt der reine Kalenderzustand (Verhalten von T4a); dort steht vor `SALWEIDE` noch `WINTER` des Vorjahres. Seit T4b kommen gemeldete Phasen und die Grünlandtemperatursumme (GTS, Wetter) dazu; sie wirken über `SeasonService.statesFor`, die Aufrufer bleiben gleich. Der Zustand eines Stands steht in `ApiaryPhenology (apiaryId, year)`; der Job-Schritt `phenology` und jede Meldung oder Rücknahme berechnen ihn neu (`PhenologyStateService.recomputeIn`, unter Zeilensperre auf `Apiary`). Die Phase ist das Maximum aus eigener Meldung (Meldungen für alle Stände zählen für jeden Stand), GTS-Schätzung und Kalender. Sie läuft im Jahr nur vorwärts, außer nach einer Korrektur oder Rücknahme einer Meldung (`allowBackward`, gesetzt nur vom Handler bei `PhenologyCorrected`; eine neue Meldung schiebt die Phase nie zurück). GTS = Summe der positiven Tagesmittel ab 1. Januar bis gestern, Januar × 0,5, Februar × 0,75, ab März × 1 (nach DWD). Annahme: 200 °C gelten als `SALWEIDE` (Standardschwelle `PHENOLOGY.gtsThresholds`). Weitere Schwellen werden nie erfunden, sondern als Median der GTS am ersten Meldetag der letzten bis zu 3 Vorjahre kalibriert (Standard `KIRSCHE` und `APFEL`); ein einzelnes Vorjahr genügt und ist dann der Median. Ohne Vorjahresmeldung gilt für diese Phasen der Kalender. Fehlen mehr als `maxGapShare` (10 %) der Tage, steht „Wetterdaten lückenhaft“; ist der letzte Wettertag älter als 3 Tage, „Wetterdaten veraltet“; ohne Koordinaten „Keine Koordinaten“. In allen drei Fällen wird die GTS nicht benutzt und der Kalender entscheidet. Vor der ersten Phase des Jahres ist die gespeicherte Phase leer (Quelle Kalender), der Abschnitt `WINTERRUHE`. Ist die gespeicherte Zeile älter als 2 Tage (Job ausgefallen), gilt wieder der Kalenderzustand. `springSince` ist nicht gespeichert, sondern genähert: im Abschnitt `FRUEHJAHR` der Abschnittsbeginn, später im Jahr das Kalenderdatum von `SALWEIDE` (höchstens der Abschnittsbeginn). Weicht der GTS-Tag von `SALWEIDE` stark vom Kalender ab, verschiebt sich die Frist „Erste Durchsicht im Jahr“ um diese Differenz. Die Rückfall-Daten für Schwaben und die 200-°C-Schwelle sind Annahmen und noch nicht an regionalen Daten geprüft. Die Wetterquelle beschreibt Abschnitt 11.11. Meldungen und Rücknahmen stoßen die Neuberechnung über Ereignisse an, Saisonwechsel erscheinen nur in der Morgenübersicht (Annahme 47). 37. **Alter der Königin**: Eine Königin gilt als gealtert, wenn aktuelles Jahr minus Schlupfjahr ≥ `queenMaxAgeYears` (Regel `SEASON_AUTOPILOT`, Standard 2). Die frühere getrennte Schwelle (3 im Dashboard, 2 im Ereignis) ist aufgehoben; `isQueenAged` (`src/season/queen-age.ts`) ist die einzige Stelle, ein Wächter-Test (`queen-age-threshold.spec.ts`) hält das fest. Das Dashboard-Fenster „alte Königinnen“ beginnt daher bei 2 Jahren und folgt der Regel. Der Wert 2 ist eine Annahme (Imkerpraxis). 38. **Autopilot: Annahmen zu Ablauf und Alter**: Ein Vorschlag läuft `max(Fälligkeit, heute) + suggestionTtlDays` (Standard 30 Tage) ab, nicht schlicht Fälligkeit + 30: Sonst würde eine schon über 30 Tage überfällige Bedingung beim Anlegen abgelaufen, ihr Schlüssel freigegeben und sie täglich neu vorgeschlagen, ohne je sichtbar zu sein. Das Auffrischen behält `expiresAt`; besteht die Bedingung weiter, läuft der Vorschlag nach etwa 30 Tagen ab und kommt mit frischer Frist wieder. A3 beobachtet nur Behandlungen, die vor höchstens 60 Tagen endeten (`RECHECK_MAX_AGE_DAYS`); ältere Historie ohne spätere Messung erzeugt keinen Vorschlag. Beim Abgleich werden entfallene Vorschläge vor neuen Kandidaten aufgelöst (gleicher Endzustand, aber einen Abgleich früher, weil `proposeIn` Kandidaten bei offenem Vorschlag derselben Absicht verwirft). 39. **Benachrichtigungen je Nutzer**: Jede Meldung gehört genau einem Empfänger (`Notification.userId` Pflicht). Rundmeldungen gibt es nicht mehr: `NotificationsService.recordForPermission` und `recordForUsers` schreiben beim Anlegen je einen Eintrag für jeden aktiven Nutzer mit aktiver Rolle, der alle nötigen Rechte hält (Fan-out mit Rechteprüfung beim Schreiben, bewusste Abweichung von der Rückgrat-Spec §4). Lesen und Gelesen-Markieren ist so pro Person, und wer das Recht nicht hat, sieht den Inhalt nie. Dasselbe Recht gilt beim Lesen: `requiredPermissions` (Vereinigung aus Empfänger- und Inhaltsrechten) muss der Nutzer zum Lesezeitpunkt vollständig halten, sonst ist die Zeile für ihn unsichtbar (`GET /notifications`, `POST /notifications/:id/read` → 404, `read-all` markiert nur sichtbare). `dedupeKey = ":"` verhindert Doppelungen (`createManyAndReturn` mit `skipDuplicates`); `link` ist ein relativer App-Pfad (`assertAppLink`). Die Migration hat vorhandene Rundmeldungen für alle aktiven Nutzer kopiert (gleiche Sichtbarkeit wie zuvor; ohne aktiven Nutzer entfallen sie). `Notification.userId` und `NotificationPreference.userId` hängen mit `ON DELETE CASCADE` am Benutzer (Benutzer werden produktiv nur deaktiviert, `RESTRICT` schützte nichts und blockierte Aufräumen). Wächter: `no-broadcast-notifications.spec.ts`. 40. **Erinnerungen in der App und Morgenübersicht**: Siehe Abschnitt 11.9. In der App steuern die Morgenzeit (05:00–12:00), die Ruhezeit und die Umstellung Sommer-/Winterzeit nichts; die Übersicht entsteht immer um 04:30 mit dem Stand dieser Stunde. Sie wirken auf die Telegram-Zustellung (Annahme 49). Die Saison-Zeile der Übersicht nennt die Abschnittswechsel seit dem Zeitfenster der letzten Übersicht, nicht als Einzelmeldung (Annahme 47). 41. **Berliner Kalendertage**: Tagesrechnung steckt in `src/common/dates.ts` (`berlinToday`, `berlinDayOf`, `dayToDate`, `addDays`, `daysBetween`; unmögliche Tage wie 30.02. werfen). Fachliche Tage sind Berliner Kalendertage, gespeichert als Mitternacht UTC dieses Tages: Varroa-Ampel, Behandlungs- und Wartezeitfenster, Erntetag, Fälligkeiten der Vorschläge, „heute“ im Job und im Autopilot. Für Werte um Mitternacht UTC ändert das nichts; ein Behandlungszeitpunkt am Abend (UTC) kann so auf den nächsten Berliner Tag fallen. 42. **Wetterquelle Open-Meteo (Entscheidung des Inhabers)**: Die Pflanzenentwicklung nutzt die freie Open-Meteo-API (Forecast-Endpunkt für die letzten 90 Tage, Archiv für ältere Lücken). Die nicht-kommerziellen Bedingungen und das damit verbundene Lizenzrisiko hat der Inhaber bewusst übernommen. Es wird kein API-Schlüssel verwendet (`OPEN_METEO_API_KEY` bleibt leer). Die Quelle liegt hinter der Schnittstelle `WeatherHistorySource` (`src/weather/history`); ein Wechsel geht über `WEATHER_HISTORY_SOURCE` und einen neuen Adapter. Koordinaten werden auf 0,01° gerundet. URL und Schlüssel erscheinen nie in Logs oder Fehlermeldungen. Details: Abschnitt 11.11. 43. **Pflanzenentwicklung: Tabellen und Fremdschlüssel**: Abweichend vom Entwurf (Spec 4.2) verweisen `ApiaryPhenology.apiaryId` und `ApiaryWeatherDay.apiaryId` mit `ON DELETE CASCADE` auf `Apiary` (abgeleitete Daten und Cache, keine Waisen, ein Restore von Ständen wird nie blockiert). `PhenologyReport.apiaryId` verweist mit `ON DELETE RESTRICT` auf `Apiary`: Der Prisma-Standard für eine optionale Relation, `SetNull`, machte aus einer Meldung still eine Meldung „für alle Stände“. Die Migration `20261015100000_t4_phenology` vergibt `phenology:read`, `phenology:create` und `phenology:update` (Gruppe „Pflanzenentwicklung“) an alle Systemrollen; `read` geht an Rollen, die `colonies:read` halten, `create` und `update` an Rollen mit `inspections:create`, jeweils nur Nicht-Systemrollen. Die Migration legt die Rechte selbst an, weil der Katalog-Abgleich beim Start neue Rechte nur für Zeilen vergibt, die er selbst anlegt (`PermissionCatalogSyncService`). 44. **Bewegungsbuch der Honigcharge**: `HoneyBatch.amount` bleibt der laufende Rest in kg, `HoneyBatch.initialAmount` (kg) ist die Anfangsmenge. `BatchMovement.quantity` ist bei Honig eine vorzeichenbehaftete Menge in Gramm mit `honeyBatchId`. Invariante: `amount = initialAmount + Summe(quantity) / 1000`, auf das Gramm gerundet, nie unter 0, Toleranz 0,5 g. Eine Charge ohne `amount` und `initialAmount` wird nicht gebucht. Jede `BatchMovement` gehört zu genau einer Quelle aus Abfüllung, Herstellungscharge, Rohstoff-Charge und Honigcharge (CHECK `BatchMovement_exactly_one_batch`, `num_nonnulls(…) = 1`). Rückrechnung für Altbestand (Migration `20261015100100_t4_honey_ledger`, Import alter Bundles): `initialAmount = amount + Summe(Gramm der Abfüllungen) / 1000`, je Abfüllung eine Buchung `BOTTLING` mit `sourceBottlingBatchId`, Datum und Benutzer der Abfüllung (Grammwerte halb aufgerundet, `floor(x·1000 + 0,5)`). Frühere Handkorrekturen von `amount` stecken damit in `initialAmount`. Die Migration endet mit einer Prüfung (`RAISE NOTICE` mit Zählern, `RAISE EXCEPTION` bei verletzter Invariante, dann Rollback). Laufzeit: `HoneyBatchLedgerService` (`src/honey-batches/honey-batch-ledger.service.ts`) ist der einzige Schreiber von `HoneyBatch.amount` (Wächter `honey-batch-amount-writes.spec.ts`). Buchungen laufen in der Transaktion des Aufrufers unter `lockRowForUpdate('HoneyBatch')`: `bookIn` (vorzeichenbehaftete Gramm; `amount` wird aus `initialAmount + Summe(quantity) / 1000` auf das Gramm neu berechnet, nie unter 0), `setInitialIn` (erste Menge: `amount` und `initialAmount` zugleich, keine Buchung) und `clearIn` (Menge entfernen, nur ohne Buchungen, sonst 400 „Die Menge wird ueber das Bewegungsbuch gefuehrt. Bitte eine Korrektur buchen.“). Eine Abbuchung braucht genug Rest (Toleranz 0,5 g), sonst 400 (Abfüllung: „Abfuellmenge uebersteigt die verfuegbare Menge der Honigcharge“, sonst „Die Menge kann nicht unter 0 sinken.“). Gerundet wird überall gleich, `floor(x·1000 + 0,5)` Gramm, auch bei Mengen, die Nutzer eingeben (12,3456 kg werden 12,346 kg). Eine Abfüllung anlegen bucht `BOTTLING` negativ mit `sourceBottlingBatchId`, Ändern die Differenz (bei Chargenwechsel zurück auf die alte, von der neuen), Entfernen `BOTTLING` positiv mit der Notiz „Abfuellung entfernt“ (ohne Quelle: die Abfüllung wird danach gelöscht). `PATCH amount` bucht `CORRECTION` (neu minus aktuell; `initialAmount` bleibt, Startmenge und Summe der Buchungen weichen danach ab); der erste Wert einer Charge ohne Menge (`null` → Wert) setzt `initialAmount`. Eine Charge ohne `initialAmount` bucht nichts, die Abfüllung setzt trotzdem den Status `BOTTLED`. Eine Abfüllung, die dem Buch nie etwas entnommen hat (Heuristik `drewFromLedger`: keine `BOTTLING`-Buchung mit `honeyBatchId` und ihrer `sourceBottlingBatchId`, etwa weil die Charge beim Abfüllen noch keine Menge hatte), bucht bei Änderung und Entfernung nichts zurück; wird sie in eine andere Charge verschoben, entnimmt sie erst dort. Das folgt aus den Buchungen und ist kein gespeichertes Merkmal. Sperrreihenfolge je Pfad: Abfüllung → Honigcharge (zwei Chargen in einer Anweisung, aufsteigend; die Abfüllung sperrt die Charge schon vor dem Anlegen), Schleuderung → Honigcharge. API des Buchs: Abschnitt 11.12. 45. **Honig-Kette: Vorschläge, Warnungen, nie sperren**: Vorbelegungen (Menge, Honigsorte, Wassergehalt) sind Vorschläge mit Übernehmen-Knopf, nie stillschweigend eingetragen. Plausibilitätswarnungen (`EXTRACTION_EXCEEDS_HARVEST`, `BATCHES_EXCEED_EXTRACTION`, Hinweis `HARVEST_NET_MISSING`) und die Wartezeitwarnung sperren nie (kein 4xx). Die Wartezeitwarnung `WITHDRAWAL_ACTIVE` bekommt jeder, der eine Schleuderung erfasst oder vorbelegt, auch ohne `treatments:read` (Lebensmittelsicherheit vor der Lese-Trennung). Die Vorbelegungs-Endpunkte hängen an den Anlege-Rechten (`extractions:create`, `honey-batches:create`): Sie liefern dieselben Daten wie der Anlege-Ablauf. Die Honigsorte kommt aus den Ernten, weil `Extraction` kein Sortenfeld hat. Abschnitt 11.12. 46. **Telegram: Token nur im Worker, Zustellung über Outbox**: Der Bot-Token (`TELEGRAM_BOT_TOKEN`) liegt nur in der Umgebung des Workers (optionales Secret `apicore-telegram`); der API-Pod kennt nur `TELEGRAM_BOT_USERNAME` für den Deep Link. Der Token erscheint nie in Logs oder Fehlern. Ein fehlerhaft geformter Token (oder in Produktion ein Platzhalter) lässt den Worker nicht abstürzen: Fehler-Log ohne Wert, Telegram bleibt aus. Gesendet wird nur aus Worker-Schleifen über `NotificationDelivery`, nie aus Anfragen, Handlern oder Jobs; die Zustellung läuft in der Schleife `telegram-send` (Abschnitt 11.13). Der Sender nimmt genau ein Worker-Replikat an (`replicas: 1`): Chat-Abstand, Senderate und die Pausen nach 401 und 429 liegen im Speicher des Pods, mit mehreren Pods hätte jeder seine eigenen. Die SQL-Regel „eine Zustellung je Nutzer und Batch“ und Telegrams 429-Antworten schützen den Bot auch dann. Ohne `FRONTEND_ORIGIN` geht die Nachricht außerhalb der Entwicklung (`NODE_ENV` leer oder `development`) ohne Link hinaus (ein Warn-Log je Pod), nie mit einem localhost-Link. Abschnitt 11.13. 47. **Pflanzen-Meldungen, Neuberechnung und Saisonwechsel**: Rechte: `phenology:read` (Liste), `phenology:create` (Melden), `phenology:update` (Bearbeiten und Zurückziehen); `GET /phenology/state` braucht `apiaries:read` und enthält nie Koordinaten (Abschnitt 11.11). Das Datum muss ein echter Kalendertag sein und darf nicht nach dem Berliner Tag von heute liegen (400). Ein unbekannter Stand ergibt 404 (in der Transaktion geprüft, Stand vor Meldung in der Sperrreihenfolge); `apiaryId` leer (`""`) ergibt 400, `null` heißt „alle Stände“. Wer `phenology:update` hält, darf auch fremde Meldungen bearbeiten und zurückziehen (kleines Team, bewusst); eine zurückgezogene Meldung lässt sich nicht mehr bearbeiten (409), erneutes Zurückziehen ebenso (409). Eine Änderung ohne tatsächliche Abweichung schreibt weder Datensatz noch Audit-Eintrag noch Ereignis. `PhenologyReported` und `PhenologyCorrected` (auch beim Zurückziehen) entstehen in der Schreib-Transaktion. `PhenologyCorrected` trägt `previousApiaryId` (beim Zurückziehen gleich `apiaryId`): Eine Verschiebung von Stand A nach B berechnet nur A und B neu; ist eine Seite `null` (Meldung erweitert oder eingeengt), gilt „alle Stände“. Der Handler `phenology.recompute` rechnet für den späteren von Berliner Tag des Ereignisses (`occurredAt`) und heute, damit eine verzögerte Zustellung keinen älteren Tag (GTS-Stand, Abschnittsbeginn) zurückschreibt; bei einem oder zwei Ständen direkt, in Id-Reihenfolge. Gilt „alle Stände“, schreibt er je aktivem Stand ein internes Ereignis `PhenologyRecomputeRequested { apiaryId, allowBackward, day }` (kein Schlüssel), und `phenology.recompute-apiary` rechnet einen Stand je Zustellung (übersprungen, wenn er nicht mehr aktiv ist). So läuft eine Meldung für alle Stände nicht in einer einzigen Zustell-Transaktion. **Bewusste Abweichung von der Spec:** Saisonwechsel erscheinen nur in der Morgenübersicht (Abschnitt 11.9), nie als Einzelmeldung: Meldungen für alle Stände ergäben sonst Stände × Nutzer Meldungen. `SeasonPhaseChanged` bleibt für den Autopiloten. 48. **Autopilot A4–A10: Annahmen**: A4 (Sommerbehandlung planen) und A8 (Umweiseln planen) sind `PLAN`-Vorschläge ohne gespeicherten Plan: Übernehmen legt genau eine Aufgabe an, heute fällig (Spec 8.2). Der gespeicherte Saisonzustand kennt nur den Beginn des aktuellen Abschnitts. Im Abschnitt `HERBST` ist der Beginn von `SPAETSOMMER` daher genähert: der Kalendertag von `TRACHTENDE` (`PHENOLOGY.calendarFallback`), höchstens der Beginn von `HERBST` (`lateSummerStart`). Wurde die Phase viel früher oder später gemeldet als der Kalender sagt, zählt eine Fütterung zwischen beiden Tagen für A5 falsch (nur A5 betrifft das). Der genaue Weg ist eine Spalte `lateSummerSince` an `ApiaryPhenology` (Migration, späteres Schema-Fenster; im Code als TODO vermerkt). A6 ohne Durchsicht zählt Fütterungen seit dem späteren von Anlagetag des Volkes und heute minus 60 Tage; A7 nutzt nur eine Durchsicht ab `springSince` des laufenden Jahres (sonst ab 1. Januar). „Gemeldet am TT.MM.“ im Grund von A4 steht nur, wenn `reportedOn` vorliegt (bei gespeicherten Zeilen nie), sonst „Tracht vorbei (gemeldet)“, bei Schätzung oder Kalender „(geschätzt)“ bzw. „(Kalender)“. `syncApiaryIn` gleicht alle Völker eines Stands in einer Transaktion ab (etwa 10 Abfragen je Volk); für sehr große Stände wäre eine Aufteilung nötig. Ein Wächter (`src/suggestions/suggesting-triggers.spec.ts`) verlangt für jeden vorschlagenden Trigger eine Textvorlage und für jeden im Quelltext gefundenen `reasonCode` einen Registereintrag; ein neuer Trigger fällt durch, bis er eine Vorlage hat oder bewusst ausgenommen wird. 49. **Telegram-Zustellung: Zustellzeit, Zeitumstellung, Prüfung beim Senden**: Zeiten rechnen auf der Berliner Wanduhr (Europe/Berlin, `src/notifications/delivery-time.ts`). Verfügbar ab dem späteren von jetzt und der Kategorie-Zeit (`TASK_DUE`: eine Minute nach der Morgenzeit, `DIGEST`: die Morgenzeit, jeweils heute); liegt das Ergebnis in der Ruhezeit (Standard 21:00 bis 06:30, über Mitternacht, Ende ausgeschlossen; fehlende oder gleiche Grenzen = keine Ruhezeit), rückt es an deren Ende. Eine Uhrzeit, die im Herbst doppelt vorkommt (Doppelstunde 02:xx), gilt als das erste Vorkommen (Sommerzeit); eine Uhrzeit in der Frühjahrslücke (02:30 existiert nicht) als der Zeitpunkt eine Stunde später (03:30 Sommerzeit). Antworten des Bots (`templateCode`) umgehen Ruhezeit und Prüfungen. Beim Senden gilt der Stand dieses Moments, nicht der der Planung: Nutzer und Rolle aktiv, Telegram an, Verbindung, Kategorie, jedes Recht aus `requiredPermissions` (frisch gelesen, nicht aus dem 30-s-Cache) und Frische. `TASK_DUE` und `DIGEST` sind nur am selben Berliner Tag frisch, alle anderen höchstens 24 Stunden; eine `TASK_DUE`-Zustellung braucht die Aufgabe noch offen. Sonst `SKIPPED` mit Grund. Der Batch ist auf 120 s begrenzt; der Rest geht ohne Fehlversuch zurück. Abschnitt 11.13. 50. **Sperrreihenfolge: Stand vor Volk**: Die Karte `LOCKABLE_TABLES` (`LOCK_ORDER`, `src/prisma/row-lock.ts`) gilt für jede Transaktion, die Zeilen mehrerer Tabellen sperrt (Tabellen in dieser Reihenfolge, innerhalb einer Tabelle Id aufsteigend), mit einer Ausnahme (Entscheidung zu Task 27): `Apiary` wird vor `Colony` gesperrt. Der Abgleich je Stand (`AutopilotService.syncApiaryIn`) sperrt die Standzeile, liest danach die Völker, sperrt alle in einer Anweisung (`lockRowsForUpdate`, Id aufsteigend) und erst dann Vorschläge und Regeln; der Handler `autopilot.colony-sync` sperrt die Völker eines Ereignisses ebenso in einer Anweisung. Kein Pfad sperrt ein Volk und danach einen Stand (die Neuberechnung der Pflanzenentwicklung sperrt nur den Stand); ein künftiger Pfad Volk → Stand würde mit dem Abgleich je Stand verklemmen. Die Karte im Code führt `Apiary` weiterhin weiter hinten (Stand dieses Dokuments): Die Ausnahme steht als Regel hier, nicht in der Karte. ## 7. Kubernetes `deploy/k8s/` ist Kustomize und die Quelle der Wahrheit für den Cluster (Spec `docs/superpowers/specs/2026-10-12-plattform-rueckgrat-und-fahrplan-design.md` §6): - `base/`: clusterneutral, ohne Namespace, Hosts und Digests. `backend/` (Deployment `apicore-backend`, Service, PVC `apicore-data`), `frontend/` (Deployment, Service), `postgres/` (StatefulSet, headless Service `apicore-postgres`, CronJob `apicore-db-backup` mit `pg_dump`). Die Vorlagen `configmap.example.yaml` und `secret.example.yaml` stehen nicht unter `resources`; Secrets bleiben außerhalb des Repos. - Selektoren und Service-Ports entsprechen dem Cluster (ein Test hält sie fest): Backend und Frontend `app: apicore-backend|apicore-frontend`, Postgres `app.kubernetes.io/name: apicore-postgres` (Pod zusätzlich `encry.de/tier: database`, Service-Port `postgres`). Bis 2026-10-13 wich das Repo bei Postgres ab (`app: apicore-postgres`, ohne Härtung, `volumeClaimTemplates`). Seit 2026-10-13 ist `base/postgres` der Live-Stand: StatefulSet mit Härtung (uid/gid 70, nur lesbares Root-Dateisystem, begrenzte `emptyDir`s für Socket, `/tmp` und `/dev/shm`, kein Service-Account-Token, `enableServiceLinks: false`), Probes, Ressourcen und Affinität wie live, Service und das statisch gebundene PVC `apicore-postgres-data` (PV `pv-apicore-postgres`). Das PV und sein SMB-Secret gehören zur Cluster-Infrastruktur und liegen nicht im Repo. Ein Test verhindert, dass das Repo die Härtung abschwächt; Selektor und Volumes sind unveränderlich, darum Postgres-Änderungen immer zuerst per `kubectl diff` prüfen. - `components/`, je Rollout-Schritt einschaltbar. Das Auskommentieren im Overlay ist nur lokal für `kubectl diff`/`apply` gedacht und wird nicht committet. - `network-policies`: Default-Deny und die Freigaben aus der Tabelle unten. Setzt selbst das Label `db-client: "true"` an der api, damit Schritt 2 sie nicht von Postgres abschneidet. - `pod-hardening`: Frontend mit `readOnlyRootFilesystem`, `emptyDir` auf `/tmp` und `/app/.next/cache`, ohne Service-Account-Token, Ressourcen laut Spec §7. - `backend-roles`: `APICORE_ROLE=api` samt initContainern `migrate` und `seed` im Deployment `apicore-backend`, Deployment `apicore-worker`, CronJobs `apicore-job-`. Das neue Backend-Image (CMD nur `node dist/main.js`) geht nur zusammen mit dieser Komponente live. Ohne `APICORE_ROLE` bricht es den Start in Produktion ab, und ohne die initContainer liefe keine Migration. - `api-hpa`: HPA `apicore-backend` (`autoscaling/v2`, 1–2 Pods bei 70 % CPU); entfernt `replicas` aus dem Deployment. - `overlays/encry/`: Namespace `apicore`, ConfigMaps, Ingresses (Traefik, Middleware `apicore-cloudflare-only@kubernetescrd`, cert-manager `letsencrypt-prod` mit HTTP-01), Image-Digests. Hosts, ConfigMap-Werte und Digests sind bis zum Rollout Platzhalter (`example.com`, `sha256:000…`). - `tests/`: `manifest-policy.test.mjs` prüft das gerenderte Overlay (NetworkPolicies nach Kubernetes-Semantik, Pod-Härtung, Ressourcen, CronJobs, Migration, Digests, Live-Selektoren) und jeden Rollout-Schritt (DNS, Ingress, api → Postgres und alle DB-Clients bleiben erreichbar). `render-stages.mjs` rendert die Schritte 1, 2, 3 und 5 aus dem Overlay. Die CI (`.gitea/workflows/manifests.yml`, nur `push` und `workflow_dispatch`, kein `pull_request`, weil der Runner im Cluster läuft) rendert mit `kubectl kustomize`, validiert mit `kubeconform -strict` und führt den Test aus; kubectl, kubeconform und yq mit festen Versionen und SHA-256. **Rollen-Deployments** (ein Image, Rolle per `APICORE_ROLE`): | Objekt | Rolle | Start | Ports | Pods | CPU Request/Limit | RAM Request/Limit | |---|---|---|---|---|---|---| | Deployment `apicore-backend` | `api` | Image-CMD `node dist/main.js` | 3001 (Service, Ingress) | 1, mit HPA 1–2 | 50m/500m | 192Mi/512Mi | | Deployment `apicore-worker` | `worker` | `node dist/worker.js` | 3002 nur `/health` für die Probes; kein Service, kein Ingress | 1 | 20m/200m | 128Mi/256Mi | | CronJobs `apicore-job-` | `job` | `node dist/cli.js ` | keine | je Lauf ein Pod | 50m/500m | 192Mi/512Mi | | Deployment `apicore-frontend` | – | `node server.js` | 3000 | 1 | 30m/300m | 128Mi/256Mi | initContainer haben die Ressourcen der CronJob-Pods. Alle App-Pods laufen ohne Service-Account-Token, mit nur lesbarem Root-Dateisystem und `emptyDir` auf `/tmp` (`HOME=/tmp`), als uid 1000, mit `seccompProfile: RuntimeDefault` und ohne Capabilities. api und worker rollen mit `maxSurge: 1`, `maxUnavailable: 0` aus. **CronJobs:** `timeZone: Europe/Berlin`, `concurrencyPolicy: Forbid`, `startingDeadlineSeconds: 600`, je 3 erfolgreiche und fehlgeschlagene Jobs, `ttlSecondsAfterFinished: 86400`, `restartPolicy: Never`. | CronJob | Zeitplan | backoffLimit | activeDeadlineSeconds | |---|---|---|---| | `apicore-job-cleanup` | `0 4 * * *` | 1 | 1800 | | `apicore-job-daily-evaluation` | `30 4 * * *` | 1 | 1800 | | `apicore-job-task-templates` | `0 5 * * *` | 1 | 1800 | | `apicore-job-app-backup` | `0 * * * *`, prüft selbst, ob fällig; `apicore-data` auf `/data` | 0 | 3600 | | `apicore-job-rekey`, `apicore-job-rekey-dry-run` | `suspend: true`, nur von Hand (`kubectl create job --from=cronjob/…`) | 0 | 1800 | **NetworkPolicies:** Default-Deny für Ingress und Egress im Namespace. Kubelet-Probes erlaubt Kubernetes immer. | Pod (Selektor) | Ingress | Egress | |---|---|---| | alle | – | DNS: UDP und TCP 53 zu `k8s-app: kube-dns` in `kube-system` | | frontend (`app: apicore-frontend`) | Traefik (`app.kubernetes.io/name: rke2-traefik` in `kube-system`) auf 3000 | `app: apicore-backend` auf 3001 | | api (`app: apicore-backend`) | Traefik und frontend auf 3001 | Postgres 5432; TCP 443 zu öffentlichen Adressen | | worker (`app: apicore-worker`) | keiner | Postgres 5432; TCP 443 zu öffentlichen Adressen | | Jobs (`app in (apicore-job, apicore-db-backup)`) | keiner | Postgres 5432 | | postgres (`app.kubernetes.io/name: apicore-postgres`) | nur Pods mit `db-client: "true"` auf 5432 | keiner außer DNS | | cert-manager-Solver (`acme.cert-manager.io/http01-solver: "true"`) | Traefik auf 8089 (HTTP-01-Erneuerung) | keiner außer DNS | „Öffentlich“ heißt `0.0.0.0/0` ohne `10.0.0.0/8`, `172.16.0.0/12`, `192.168.0.0/16`, `100.64.0.0/10`, `169.254.0.0/16`, `127.0.0.0/8` und `::/0` ohne `fc00::/7`, `fe80::/10`, `::1/128`. Canal kennt keine FQDN-Regeln; den SSRF-Schutz für Webhook-Ziele behält die App (`webhook-url-guard.ts`). `db-client: "true"` tragen nur api, worker, die App-Jobs und `apicore-db-backup`. **Übergang:** Im Namespace liegen außerdem drei Policies aus dem Repo `rke2-cluster` (Label `encry.de/managed-by: cluster-hardening`): `default-deny-ingress`, `allow-from-traefik` und `allow-same-namespace`. NetworkPolicies addieren sich; bis diese drei in Runbook Schritt 2 dort entfernt werden, gelten sie neben den neuen. - `allow-same-namespace` öffnet die Ingress-Seite jedes Pods für alle Pods im Namespace. Postgres nimmt dann auf der Ingress-Seite Verbindungen von jedem Pod an, nicht nur von `db-client`. Weiter sperrt nur die Egress-Seite: Jeder Pod im Namespace unterliegt dem neuen Default-Deny-Egress, das Frontend kommt also trotzdem nicht an Postgres. Die Absicherung hat dann eine statt zwei Schichten. - `allow-from-traefik` lässt Traefik jeden Pod auf jedem Port erreichen, auch Postgres 5432 und den Worker auf 3002. Die Regel „Traefik nur auf 3000 und 3001“ gilt erst danach; ausnutzbar ist das nur über eine Ingress-Route. - `default-deny-ingress` ist neben dem neuen `default-deny` überflüssig, schwächt aber nichts. **Images:** Das Base-Image `node:22-alpine` ist in beiden Dockerfiles per Digest gepinnt; ein Update ist ein bewusster Commit mit neuem Digest. Die CI taggt nur noch `sha-` und Versionen, kein `latest`. Das Overlay setzt die Digests der gebauten Images. Bis Schritt 3 bleibt beim Backend der Digest des laufenden Images. **Rollout:** nur nach dem Runbook im Plan `docs/superpowers/plans/2026-10-13-plattform-rueckgrat.md`, jeder Schritt mit Freigabe des Inhabers: 0 Digests, 1 Overlay auf den Ist-Stand (Diff leer), 2 NetworkPolicies, 3 Rollen und Pod-Härtung, 4 Schlüssel trennen, 5 HPA. ## 8. Backup & Restore **Schema-Migrationen (Reproduzierbarkeit):** Ausschließlich `prisma/migrations/` als Quelle der Wahrheit. Lokal/Entwicklung: `npx prisma migrate dev`. Gegen jede Produktions- oder Staging-Datenbank ausschließlich `npx prisma migrate deploy` (idempotent, wendet nur fehlende Migrationen an, kein Schema-Drift). `prisma db push` wird an keiner Stelle im Code, in Skripten oder im Dockerfile verwendet und ist für Produktions-/Staging-Umgebungen untersagt. Die Migration läuft nicht mehr im Container-`CMD` (das ist nur noch `node dist/main.js`). Sie läuft als initContainer `migrate` (`node node_modules/prisma/build/index.js migrate deploy`, `HOME=/tmp`, `CHECKPOINT_DISABLE=1`) in den Pods von `api` und `worker` (`deploy/k8s/components/backend-roles`). Starten mehrere dieser initContainer gleichzeitig, serialisiert sie der datenbankseitige Advisory-Lock von Prisma. Ein Lauf, der den Lock nicht binnen 10 s bekommt, bricht ab. Kubelet startet den initContainer dann neu, und der nächste Lauf findet nichts mehr zu tun. Das ist harmlos. Der Seed (`node dist/seed.js`) läuft als zweiter initContainer `seed` nur im `api`-Pod. Er ist per Unique-Constraint auf `User.email` idempotent: Ein verlierender Pod bekommt `P2002`, `seed.ts` behandelt das als No-op. Scheitert die Migration, scheitert der initContainer und der neue Pod startet nicht. Wegen `maxSurge: 1` und `maxUnavailable: 0` läuft der alte Pod weiter. Die Hauptprozesse starten ohne Prisma-CLI. Die `startupProbe` der api (bis 5 Minuten) bleibt für das alte Image, das die Migration noch im `CMD` ausführt. **Erster Admin-Zugang:** `prisma/seed.ts` legt beim allerersten Start (leere `User`-Tabelle) einen Administrator an (`SEED_ADMIN_EMAIL`/`SEED_ADMIN_PASSWORD`, Default `admin@apicore.local`/`ChangeMe123!`) und gibt URL (`FRONTEND_ORIGIN`), Benutzername und Passwort einmalig im Container-Log aus. Existiert der User schon (auch deaktiviert), passiert nichts – kein erneutes Log, kein erneutes Anlegen, damit spätere Passwortänderungen nicht durch veraltete Logs verwirrend überschrieben wirken und Zugangsdaten nicht bei jedem Neustart in die Logs wandern. Ersetzen: neuen Admin über `/settings/users` anlegen, dann den alten deaktivieren (Löschen gibt es nicht, siehe "Historie statt Löschen") – die Lockout-Sperre in `UsersService.assertNotLastSystemRoleUser` verhindert ohnehin, den letzten aktiven Admin zu deaktivieren. **Datensicherung:** Seit der Entscheidung, PostgreSQL selbst im Cluster zu betreiben (siehe CLAUDE.md), liegt die Backup-Verantwortung bei diesem Projekt, nicht mehr bei einem externen Cluster-/DBA-Betrieb. Umgesetzt als anwendungsseitiges `BackupModule` (`ApiCore-Backend/src/backup/`) statt der ursprünglich hier vorgesehenen reinen `pg_dump`/PITR-Strategie: - **Export/Import:** `BackupService.exportAll()`/`.importAll()` sichert alle fachlichen und Konfigurationsmodelle (Betriebsdaten inkl. Herstellung, Rohstoffe, Bewegungsbuch und Shop-Anfragen, Nummernkreise, Benutzer/Rollen/Rechte, Audit-Log, Website-/Backup-/Kalender-Einstellungen samt Kalender-Outbox, hochgeladene Dokumente inkl. Dateiinhalt als Base64) als eine versionierte JSON-Datei (Bundle-Version 3; ältere Bundles bleiben einspielbar). Neu im Bundle: `Suggestion` (Import nach `colony`, vor `task`, weil `Task.sourceSuggestionId` darauf zeigt; `decidedByUserId` wie andere Benutzer-IDs, `null` bleibt `null`; nur aus versiegelten Dateien, sonst kämen verworfene oder übernommene Vorschläge nach einem Restore als neue zurück) und `NotificationPreference`. Seit T4b zusätzlich `PhenologyReport` (eigene Beobachtungen; Import nach `winterCheck`, Benutzer-IDs wie bei anderen Pflicht-Benutzern umgesetzt; nur aus versiegelten Dateien). `ApiaryPhenology` (abgeleiteter Saisonzustand, der Job `daily-evaluation` berechnet ihn neu) und `ApiaryWeatherDay` (Wetter-Cache, der Worker holt ihn neu) sind ausgenommen. Alte Bundles, deren `HoneyBatch`-Zeilen kein `initialAmount` tragen, werden beim Import wie in Migration `t4_honey_ledger` zurückgerechnet (Annahme 44, `src/backup/legacy-honey-ledger.ts`): `initialAmount` wird gesetzt; die `BOTTLING`-Buchungen mit der stabilen ID `legacy-bottling:` entstehen nur aus versiegelten Dateien, nach dem Abschnitt `batchMovement`, und werden bei einem erneuten Import nie überschrieben. Eine unversiegelte Datei setzt nur `initialAmount` bei Chargen, die es noch nicht gibt. Nach dem Honig-Teil des Imports prüft eine SQL-Abfrage die Invariante der importierten Chargen (`honeyLedgerViolations`) in der Import-Transaktion: bei Treffern Warnung im Log mit den IDs und `imported.honeyLedgerViolations = ` (Schlüssel nur bei > 0); der Import scheitert deshalb nicht. Meldungen: Ein Eintrag eines im Zielsystem unbekannten Nutzers oder mit einem `dedupeKey`, der dort unter anderer ID existiert, wird übersprungen und in `imported.notificationSkipped` gezählt (nie umgehängt); Einträge alter Bundles ohne `userId` werden je aktivem Nutzer kopiert (abgeleitete ID `:`, wiederholbar), ohne `category` nach der Regel von Migration `100800` (`relatedType 'JobRun'` oder leer → `SYSTEM`, sonst `SUGGESTION`). Ein alter Bundle-Wert für `Inspection.feedStatus` wird auf das Futter-Vokabular abgebildet (Annahme 33). Bewusst ausgenommen sind nur Permission (Katalog aus dem Code), RefreshToken, ConsumedToken, ApiKey (Annahme 14), IdempotencyRecord (Annahme 11) sowie die Betriebsmodelle des Plattform-Rückgrats DomainEvent und DomainEventDelivery (Outbox – Seiteneffekte dürfen nach einem Restore nicht erneut ausgelöst werden), WebhookDelivery (Zustellprotokoll und Wiederholungs-Warteschlange – sonst gingen alte Ereignisse erneut an Empfänger), JobRun (Laufhistorie der CronJobs dieses Deployments) und ThrottlerHit (UNLOGGED-Zähler des Rate-Limits). Die Telegram-Tabellen werden nie exportiert: `TelegramLink` (Chat-Bindung an den Bot dieses Deployments; Nutzer verknüpfen nach einem Restore neu, wie bei ApiKey), `TelegramLinkToken` (Einmal-Tokens, nur Minuten gültig), `NotificationDelivery` (Zustell-Warteschlange; ein Restore schickte alte Nachrichten erneut) und `TelegramPollState` (Update-Offset und Abfrage-Lease dieses Deployments). Die Liste mit Begründung steht in `MODELS_EXCLUDED_FROM_BACKUP`, ein Test erzwingt sie für jedes neue Prisma-Modell. Import ist upsert-basiert (Rollen/Berechtigungen über `key`/`resource+action` statt roher `id`, damit ein Restore auch in ein anderes Deployment funktioniert) und läuft in einer einzigen `$transaction`. - **Automatischer Zeitplan:** Kein Timer im API-Prozess. Der CronJob `apicore-job-app-backup` (`0 * * * *`, Europe/Berlin, `concurrencyPolicy: Forbid`) startet stündlich `node dist/cli.js app-backup` (`BackupSchedulerService.runIfDue`). Der Job liest Pfad (`BACKUP_STORAGE_PATH`), Cron-Ausdruck und Aufbewahrung (`BACKUP_RETENTION_COUNT`) frisch – Env-Variable vor GUI-Wert (Verwaltung > Backup) –, vergleicht den nächsten Termin nach der mtime der neuesten Backup-Datei (`isBackupDue`, Zeitzone Europe/Berlin, „jetzt“ = DB-Uhr) und schreibt nur, wenn er erreicht ist; alte Stände rotiert er nach der Aufbewahrung. Prüfung und Schreiben laufen unter einem DB-Advisory-Lock, zwei Job-Pods schreiben nie doppelt. Ohne Pfad endet der Lauf erfolgreich mit `{ written: false, reason: 'no-path' }`; ein Fehler lässt den `JobRun` fehlschlagen (Benachrichtigung an die Inhaber von `backup:configure`). GUI-Änderungen und Importe gelten ab der nächsten stündlichen Prüfung. „Jetzt sichern“ bleibt in der API und schreibt immer. `GET /backup/schedule` liefert zusätzlich `lastJobRun` (Status, Start, Ende, Fehler); die Seite zeigt „Wird stündlich geprüft · letzter Lauf …“. Die Lock-Transaktion der Fälligkeitsprüfung hält eine Verbindung bis zum Ende des Schreibens (Timeout 1 h = `activeDeadlineSeconds`; der Export nutzt andere Verbindungen, der Pool braucht mindestens zwei). Sie braucht weder `idle_in_transaction_session_timeout` noch einen Transaction-Mode-PgBouncer: Postgres wird direkt angesprochen, und der Lock hängt an der Transaktion. Scheitert der Commit, nachdem die Datei schon geschrieben wurde, bleibt die Datei bestehen, der Lauf steht aber kosmetisch auf `FAILED`; der nächste Lauf sieht die Datei an ihrer mtime. Das Aufräumen von Idempotenz-Einträgen (90 Tage) und verbrauchten Einmal-Tokens läuft einmal täglich im CronJob `apicore-job-cleanup` (Abschnitt 10, „Jobs“). - **Restore:** Über `POST /backup/import` (bzw. den Import-Dialog unter Verwaltung > Backup) eine zuvor exportierte Bundle-Datei einspielen. Import-Limit `BACKUP_MAX_IMPORT_BYTES` (Standard 50 MB, höchstens 256 MB, weil der Upload vollständig im RAM des 512-Mi-Pods verarbeitet wird); Export und Zeitplan prüfen jede Sicherung dagegen und warnen in Log und UI (Verwaltung > Backup), bevor eine Datei entsteht, die sich im Notfall nicht mehr einspielen ließe. Ein rohes `pg_dump`/PITR-Backup auf Infrastrukturebene bleibt als zusätzliche, komplementäre Absicherung für den Katastrophenfall (z. B. korrupte Datenbankdateien, nicht nur fachliche Daten) sinnvoll, ist aber (CronJob `apicore-db-backup`, Abschnitt 7) nicht der primäre, hier dokumentierte Mechanismus – die in-App-Lösung deckt den fachlichen Anwendungsfall "Daten sichern/übertragen" bereits vollständig ab. ## 9. API-Sicherheit (Stand Oktober 2026) Grundlage: OWASP API Security Top 10 (2023) und OWASP ASVS Level 2. Umsetzung und Begründung je Punkt in `docs/pruefung-2026-09.md`, Abschnitt „API-Sicherheit“. | Bereich | Maßnahme | |---|---| | Authentifizierung | JWT mit festem Algorithmus, Issuer und Audience je Zweck; MFA (TOTP) mit Replay-Schutz; Kontosperre 15 min nach 5 Fehlversuchen; gleiche Antwort für unbekannte/gesperrte Konten; bcrypt auf jedem Pfad | | Passwörter | mind. 12 Zeichen, max. 72 Byte, Abgleich mit Have I Been Pwned (k-Anonymität, abschaltbar per `PASSWORD_BREACH_CHECK=false`) | | Sitzungen | Refresh-Rotation atomar, Diebstahlerkennung, max. 7 Tage; Einmal-Tokens für SSO-Abschluss und MFA-Schritt | | Step-up | Backup-Import, MFA ein/aus verlangen aktuelles Passwort (+ TOTP) | | Autorisierung | fail-closed `PermissionsGuard`; keine Rechteausweitung über Benutzer-/Rollenpflege; Suche nur über lesbare Objektarten | | Maschinen-Zugriff | API-Schlüssel nur als Hash (Suche über den Hash, kein Vergleich von Geheimnissen), Scope-Allowlist (`shop-sync:read`, `shop-sync:write`, `erp-inventory:read`), IP-Allowlist, widerrufbar, befristbar; Ersteller kann nur eigene Rechte vergeben. Je neuem Schlüssel genau ein Recht: `ApiKeysService.create` lehnt mehrere Rechte mit 400 ab (Lesen und Buchen damit immer getrennt); bereits ausgestellte Schlüssel mit mehreren Rechten bleiben gültig und werden in der Oberfläche mit Hinweis markiert; `erp-inventory:read` zählt als Lesen. Nach 20 ungültigen Schlüsseln in 15 min je IP (IPv6: je /64) `429` für weitere ungültige – gültige Schlüssel nie, falsch aufgebaute Tokens zählen nicht; Zähler in `ThrottlerHit`, über alle Pods geteilt (Annahme 30); Warnung beim Start, wenn `TRUST_PROXY` in Produktion fehlt; Logs nur mit Schlüssel-Präfix | | Ausgehende Aufrufe | Webhooks: nie aus der Anfrage heraus gesendet, sondern über die Zustelltabelle `WebhookDelivery` (Warteschlange und Zustellprotokoll), die der Worker abarbeitet; Ziel-IP beim Verbindungsaufbau geprüft (kein DNS-Rebinding), nur Port 80/443, https in Produktion, keine Weiterleitungen, 5 s Leerlauf-Timeout und 10 s Frist je Versuch (danach wird die Verbindung abgebrochen); nur eine `2xx`-Antwort gilt als zugestellt, sonst Wiederholung nach der Outbox-Regel (30 s bis 6 h, nach 8 Versuchen `FAILED`); stabile Delivery-ID (`X-ApiCore-Delivery` = `WebhookDelivery.id`, mit gleichem Body über alle Wiederholungen); Signatur über Zeitstempel+ID+Body; Antwortkörper wird nie gelesen, `lastError` nur über `loggableError()` | | Wetter und Telegram | Wetter (Open-Meteo) nur aus der Worker-Schleife `phenology-weather` und der Wetter-Anzeige, über `src/weather/`: nur https-URLs aus der Konfiguration, keine Weiterleitungen (`redirect: 'error'`), 8 s Frist, Antwort höchstens 1 000 000 Byte, Fehlertexte fest (kein URL, keine Ursache, kein Schlüssel). Telegram (`api.telegram.org`) nur aus Worker-Schleifen über `TelegramClient` (`src/telegram/`): Klartext ohne `parse_mode`, Linkvorschau aus, Text höchstens 600 Zeichen ohne Steuer- und Richtungszeichen, keine Weiterleitungen, Antwort höchstens 256 kB; der Token steht nie in Logs oder Fehlern (`TelegramApiError` trägt Methode, Status, bereinigte Beschreibung, `retry_after` 1–3600 s, keine URL). Wächter `src/common/no-network-outside-loops.spec.ts`: Wetter-Hosts nur in `src/weather/`, `api.telegram.org` nur in `src/telegram/`, `fetch(` und Netzwerkpakete nur in den erlaubten Dateien (Graph-Client, Passwort-Prüfung, Webhook-Zustellung, Worker-Health, Wetter, Telegram), nie in Handlern oder Jobs; `handler-contract.spec.ts` verbietet den Import von `telegram-client` in Handlern | | Transport/Antworten | Alle API-Antworten tragen `Cache-Control: no-store` und `Pragma: no-cache`; einzige Ausnahme ist die erfolgreiche (200) öffentliche Herkunftsantwort `GET /public/batches/:lot` mit `Cache-Control: public, max-age=300, s-maxage=3600` (ohne Pragma, am Cloudflare-Edge cachebar), Fehlerantworten bleiben `no-store`; `Cache-Control: no-store` (außer öffentliche Chargen-Seite), CSP `default-src 'none'`, `frame-ancestors 'none'`, keine ETags; Produktion startet nur mit https-`FRONTEND_ORIGIN` und sicheren Cookies | | Rate-Limits | Throttler vor der Authentifizierung, Zähler in der UNLOGGED-Tabelle `ThrottlerHit` und damit über alle Pods geteilt (eine Upsert-Anweisung, ausschließlich DB-Uhr `now()`; 100/min, Login/MFA/Refresh/Logout 10/min, öffentliche Chargen 30/min); Client-IP über `TRUST_PROXY` (IPv6 je /64); bei DB-Fehler schlägt die Anfrage fehl (fail-closed) – nur die Liveness `GET /health` ist ausgenommen, damit ein DB-Ausfall nicht alle Pods neu startet; abgelaufene Zeilen räumt der Job `cleanup` auf | | Daten | Backups verschlüsselt und signiert, Dateien 0600; CSV-Export ohne Formel-Injection; Logs ohne Query-Strings | **Umgebungsvariablen seit T4b/T4c** (Vorlagen in `.env.example`, `configmap.example.yaml`, `secret.example.yaml`; alle optional): | Variable | Wo | Bedeutung | |---|---|---| | `WEATHER_HISTORY_SOURCE` | ConfigMap, API und Worker | Wetterquelle, Standard `open-meteo`; eine unbekannte Quelle stoppt den Start (Meldung nennt nur den Namen der Variable) | | `OPEN_METEO_FORECAST_URL`, `OPEN_METEO_ARCHIVE_URL` | ConfigMap | Endpunkte, Standard die öffentlichen Open-Meteo-URLs; nur `https:` | | `OPEN_METEO_API_KEY` | Secret | Bleibt leer (Annahme 42); falls gesetzt, wird er als `apikey` gesendet | | `WEATHER_USER_AGENT_CONTACT` | ConfigMap | Kontakt für den Header `User-Agent: ApiCore/ (+)`; ohne Wert `(self-hosted beekeeping app)`; kein persönlicher Standard, auf druckbares ASCII reduziert | | `TELEGRAM_BOT_USERNAME` | ConfigMap, API und Worker | Benutzername des Bots (ohne `@`, 5–32 Zeichen, `^[A-Za-z][A-Za-z0-9_]{4,31}$`), erzeugt den Deep Link; ungültig = nicht gesetzt, mit Warnung in jeder Rolle | | `TELEGRAM_BOT_TOKEN` | Secret `apicore-telegram`, nur Worker | Bot-Token von BotFather. Der API-Pod darf das Secret nicht mounten. Fehlt er, ist Telegram aus; ein Benutzername ohne Token oder umgekehrt warnt im Log | Die Manifeste verdrahten das Telegram-Secret noch nicht; ohne Token läuft die Worker-Schleife `telegram-send` nicht (Abschnitt 10). **Bekannte Restpunkte (bewusst nicht umgesetzt):** - Eine E-Mail-Änderung im eigenen Profil meldet „bereits vergeben“, wenn die Adresse existiert. Das erfordert eine Anmeldung plus aktuelles Passwort; eine generische Meldung würde Nutzer nur verwirren. ## 10. Ereignis-Rückgrat und Laufrollen ### Ereignisse **Outbox.** Fachliche Folgen werden nicht direkt nach dem Commit ausgeführt. Sie werden als `DomainEvent` geschrieben, in derselben Prisma-Transaktion wie die fachliche Änderung und der Audit-Eintrag (`DomainEventsService.record/recordAll`, nur mit Transaktions-Client). Kein Commit ohne Ereignis, kein Ereignis ohne Commit. Nach dem Commit weckt `pg_notify('domain_event', '')` den Worker. Ein verlorenes Wecken verzögert nur bis zum nächsten Takt (5 s). **Claim.** `DomainEventDispatcher.runOnce()` übernimmt höchstens 50 fällige Ereignisse (`status = 'PENDING'`, `availableAt <= now()`), älteste zuerst (`occurredAt`). Das geschieht per `UPDATE … WHERE id IN (SELECT … FOR UPDATE SKIP LOCKED) RETURNING *` → `PROCESSING`, `claimedAt = now()`. Mehrere Worker übernehmen so nebeneinander disjunkte Mengen, ohne aufeinander zu warten. `drain()` wiederholt `runOnce()`, bis eine Runde nichts übernimmt, höchstens 20 Runden je Takt. Folgeereignisse der Handler kommen so in der nächsten Runde dran. Claim, Abschluss und Freigabe liegen für alle Outboxen in `src/common/outbox/outbox-claims.ts`, die Wiederholregel in `src/common/retry-policy.ts`. Alle Zeitvergleiche laufen in SQL gegen `now()` (DB-Uhr). `availableAt` ist `timestamp(3)`: Ein per SQL geschriebenes `now()` wird auf die Millisekunde gerundet und kann bis 0,5 ms hinter dem `now()` der nächsten Anweisung liegen. Darum vergleicht der Claim gegen `CAST(now() AS timestamp(3))`, sonst fände ein sofortiger Claim frisch fällig gesetzte Zeilen gelegentlich nicht (Regressionstest `test/outbox-claims.e2e-spec.ts`). **Delivery-Sperre.** Je Ereignis laufen die Handler nacheinander in fester Reihenfolge (Handler-ID nach Codepunkt), jeder in einer eigenen Transaktion mit 10 s Timeout: 1. `DomainEventDelivery` (eventId, handler) anlegen, falls es sie noch nicht gibt (`skipDuplicates`). 2. Die Zeile `FOR UPDATE` sperren. Ist sie `DONE`, wird der Handler übersprungen. 3. Den Handler mit dem Transaktions-Client aufrufen; die Korrelations-ID steht im `domainEventContext`. 4. Die Delivery auf `DONE` setzen, `attempts + 1`. Die Wirkung des Handlers und `DONE` werden gemeinsam committet. Die Exklusivität je (Ereignis, Handler) kommt allein von dieser `FOR UPDATE`-Sperre der Delivery-Zeile, nicht vom Claim: Ein Ereignis kann nach einer Stale-Freigabe von einem zweiten Worker übernommen werden, während der erste noch läuft. Der zweite Worker wartet dann auf die Sperre und findet danach `DONE`. So entsteht jede Wirkung höchstens einmal je (Ereignis, Handler), auch bei einem Retry oder einem wieder freigegebenen Ereignis. Scheitert ein Handler, rollt seine Transaktion zurück. Außerhalb davon zählt die Delivery `attempts + 1` und speichert `lastError`; die übrigen Handler laufen trotzdem. **Backoff und `FAILED`.** Sind alle Deliveries `DONE` (oder hat der Typ keinen Handler), wird das Ereignis `DONE` (`processedAt = now()`). Sonst gilt `attempts + 1`, `lastError = ": "` (erster gescheiterter Handler) und `availableAt = now() +` Wartezeit: 30 s, 2 min, 10 min, 1 h, ab dem 5. Fehlversuch 6 h. Beim 8. Fehlversuch wird das Ereignis `FAILED`, ebenso seine offenen Deliveries. Erledigte Handler laufen beim Wiederholen nicht erneut. Der Abschluss ist ein Compare-and-Set auf `id` + `claimedAt`: Wer seinen Claim verloren hat, ändert nichts. **Liegengebliebene Claims.** `releaseStaleClaims()` läuft in jedem Worker-Takt vor `drain()`. Es setzt Ereignisse, deren `claimedAt` älter als 5 min ist, sofort wieder auf `PENDING`, mit `attempts + 1` und `lastError = 'claim expired (worker restarted?)'`; ab 8 Versuchen werden sie `FAILED`, und ihre offenen Deliveries ebenfalls. So kann ein Ereignis, das seinen Worker abstürzen lässt, nicht endlos kreisen. **Handler-Vertrag.** `@OnDomainEvent(types, '.')` steht nur auf Singleton-Providern. Ein Handler schreibt ausschließlich über den übergebenen `tx`; lesen darf er auch über `PrismaService`. Er macht keine HTTP- oder Graph-Aufrufe: Netzwerkarbeit kommt in eine eigene Outbox (`CalendarSyncOutboxEntry`, `WebhookDelivery`), die eine Worker-Schleife abarbeitet. Der Wächter `src/domain-events/handler-contract.spec.ts` prüft, dass `*.handlers.ts` keine Netzwerk-Clients importieren. Fehlertexte gehen nur über `loggableError()` in `lastError` und Logs, nie Payload oder Secrets. **Aufgaben.** Jede Aufgabe, die die App anlegt oder bearbeitet, läuft über `TasksService` (auch die Aufgaben der Automatik-Regeln, siehe Annahme 12; nur die Backup-Wiederherstellung ist ausgenommen). `createInTx(tx, input, actingUserId)` schreibt Aufgabe, Audit-Eintrag und `TaskCreated` (`relatedType`, `relatedId`, `dueDate` als UTC-Tag, `utcDay()`) in der Transaktion des Aufrufers – Aufgabenseite, Folgeaufgabe aus der Durchsicht, Vorlage. `update` schreibt `TaskUpdated` (`status`, `dueDate`). `TaskCompleted` entsteht nur beim Übergang nach `DONE`, durch „Erledigt“ (`complete`) ebenso wie durch eine Bearbeitung mit `status: DONE`: beide setzen Status und `completedAt` über dasselbe bedingte Update (`status <> 'DONE'`), sodass die Erledigung auch bei zwei gleichzeitigen Anfragen genau einmal gemeldet wird. Kalender (`calendar-sync.task`) und Webhooks (`webhooks.forward`: `task.created`, `task.completed`) folgen ausschließlich aus diesen Ereignissen; direkte Aufrufe gibt es für Aufgaben nicht mehr. Wiederkehrende Vorlagen erzeugt `TasksService.generateFromTemplates(now)` (lazy vor `GET /tasks`): je Vorlage ein Compare-and-Swap auf `nextDueDate` und `createInTx` in einer Transaktion, sodass von mehreren Replicas genau eine das Vorkommen anlegt und ein gescheiterter Schreibversuch es nicht verliert. Solche Aufgaben haben keinen Ersteller, ihr Audit-Eintrag keinen Benutzer, ihr Ereignis `actorUserId = null`. `createInTx` nimmt auch `sourceSuggestionId` (Aufgabe aus einem Vorschlag, Abschnitt 11.1). `completeIn` und `cancelIn` laufen in der Transaktion des Aufrufers (Zeilensperre, Neulesen, bedingter Übergang, Audit-Eintrag und `TaskCompleted` bzw. `TaskUpdated` nur beim Übergang); `complete()` nutzt `completeIn`, es gibt keinen zweiten Pfad. Das Aufräumen eines beendeten Volkes bricht Aufgaben darüber ab oder erledigt sie (Abschnitt 11.7); `TaskDue` löst die Erinnerung aus (Abschnitt 11.9). **Durchsichten und Varroa.** `InspectionsService` und `VarroaService` schreiben Datensatz, Audit-Eintrag und Ereignis in einer Transaktion: `create` → `InspectionRecorded` bzw. `VarroaMeasured`, `update` → `InspectionCorrected` bzw. `VarroaCorrected`, jeweils mit `{ colonyId }` (das Volk nach der Änderung, auch nach einer Umbuchung). `update` sperrt die Zeile zuerst (`lockRowForUpdate`) und liest „vorher“ danach über `tx`; auch die Tagesrate der Varroamessung wird aus dieser Zeile abgeleitet. Alle Folgen kommen aus Handlern: Regeln über `automation.inspection-rules` (`InspectionRecorded`: auswerten und offene Vorschläge nachführen; `InspectionCorrected`: nur nachführen, nie neu vorschlagen) und `automation.varroa-threshold` (`VarroaMeasured` und `VarroaCorrected`; eine korrigierte Zählung kann die Schwelle überschreiten, und der offene Vorschlag derselben Messung wird aufgefrischt oder aufgelöst, Abschnitt 11.4), den Autopilot über `autopilot.colony-sync` (Abschnitt 11.5), Kalender über `calendar-sync.inspection` (beide Durchsicht-Ereignisse), Webhooks `inspection.created` und `varroa.measured` über `webhooks.forward`. Ein Handler wertet den Datensatz so aus, wie er bei der Zustellung in der Datenbank steht. **Behandlungen, Fütterungen und Ernten.** Anlegen schreibt Datensatz, Audit-Eintrag und `TreatmentRecorded`, `FeedingRecorded` bzw. `HarvestRecorded` in einer Transaktion, Ändern `TreatmentCorrected`, `FeedingCorrected` bzw. `HarvestCorrected`. Kalendereintrag (`calendar-sync.*`), Webhook (`treatment.created`, `feeding.created`, `harvest.created`) und Folgekontrolle (`automation.treatment-follow-up`, `automation.feeding-follow-up`) entstehen ausschließlich in den Handlern; Korrekturen lösen nur den Kalender-Handler aus, keine Folgekontrolle und keinen Webhook. Die Fälligkeit der Folgekontrolle gilt ab dem Datum der Maßnahme. `update` sperrt die Zeile und liest „vorher“ danach über `tx`; die Behandlung sperrt beim Anlegen das Volk und liest es über `tx`, bei Ernten läuft die Gewichtsprüfung unter der Sperre. **Völker.** `ColoniesService` und `WinterChecksService` schreiben Audit, Datenänderung und Ereignis in einer Transaktion. Ändert sich `status` oder `healthStatus` (update, merge je vereinigtem Volk, dissolve, reactivate, Auswinterungsverlust mit `markColonyDeceased`), entsteht `ColonyStatusChanged { from, to }`; beim Übergang von lebend nach beendet (`DISSOLVED`, `SOLD`, `DECEASED`, `MERGED`) zusätzlich `ColonyEnded { status, endedOn, releasedQueenId, via }` (Abschnitt 11.7). `automation.colony-health` hört auf `ColonyStatusChanged`. Die Operationen sperren das Volk (`lockColony`: Sperre, dann Neulesen über `tx`) und prüfen darunter, ob es noch lebt; `merge` sperrt alle vereinigten Völker mit einer Anweisung (`lockRowsForUpdate`). `colony.created` bleibt im Altpfad `WebhooksService.dispatch` (Annahme 11). Das Teilen schreibt `ColonySplit`, die Königin-Zuordnung `QueenAssigned` in ihrer Transaktion (Handler-Übersicht unten); Kalender, Webhook und Ketten folgen aus diesen Ereignissen. **Bestand und Abfüllung.** Bestandsbuchungen kündigen sich über `StockChanged { bottlingBatchIds, productIds, rawMaterialKinds }` an. Das Ereignis entsteht in derselben Transaktion wie Bewegung, Audit-Eintrag und Datenänderung, über `StockService.recordChange(tx, change, actingUserId, aggregate)`. Eine leere Änderung erzeugt kein Ereignis, jede ID und jede Sorte steht nur einmal darin. - Entnahme und Inventur hängen das Ereignis an die Bewegung (`BatchMovement`). Bei einer Rohstoff-Charge steht deren Sorte in `rawMaterialKinds`. - Jede angenommene Shop-Buchung (`ShopStockRequest`, `actorUserId = null`) schreibt ihr eigenes Ereignis. Abgelehnte und wiederholte Anfragen schreiben keines. - Abfüllungen schreiben beim Anlegen `BatchBottled { honeyBatchId }`, bei Korrektur und Löschung `BottlingCorrected { honeyBatchId, removed }`, jeweils zusammen mit `StockChanged` in einem `recordAll`, also mit einer Korrelations-ID. - Herstellungschargen schreiben `StockChanged` mit dem Artikel und den verbrauchten bzw. beim Löschen zurückgegebenen Rohstoff-Sorten. Daraus folgen die Webhooks `batch.updated` und `stock.changed` (`webhooks.forward`; reine Rohstoff-Änderungen gehen nicht an den Shop) sowie die Rohstoff-Mindestmenge (`automation.raw-material-low`, je Sorte über `remainingByRawMaterialKind`). Korrekturen und Löschungen von Abfüllung, Herstellungscharge und Rohstoff-Charge sperren die Zeile (`lockRowForUpdate`) und lesen „vorher“ erst danach über `tx`; Mengenprüfung und Bewegungs-Check vor dem Löschen laufen ebenfalls unter dieser Sperre. Herstellungschargen sperren zuerst den Artikel (`StockService.lock`), dann die Charge: dieselbe Reihenfolge wie ein Shop-Verkauf, der den Artikel hält, während seine Bewegung die Charge referenziert. Reines Anlegen oder Ändern einer Rohstoff-Charge schreibt kein `StockChanged`; die Mindestmenge wird erst bei der nächsten Entnahme, Korrektur oder Verbrauchsbuchung dieser Sorte geprüft. **Sammelerfassung am Stand.** `POST /treatments/bulk`, `/feedings/bulk` und `/varroa-measurements/bulk` legen in einer Transaktion (`runBulk`, `src/common/bulk/run-bulk.ts`) je Volk einen eigenen Datensatz an: höchstens `BULK_MAX_COLONIES` = 100 Völker, Timeout `BULK_TRANSACTION_TIMEOUT_MS` = 15 s. Es gilt alles oder nichts: `assertLivingColonies` sperrt die Völker per `lockRowsForShare` (`SELECT … FOR SHARE`, aufsteigend nach id) und liest sie neu. Ist ein Volk unbekannt oder beendet, wird nichts gespeichert, und die Antwort 400 nennt die Völker in `invalidColonyIds`; der Client kann ohne sie erneut senden. Jeder Datensatz bekommt seinen eigenen Audit-Eintrag und sein eigenes `TreatmentRecorded`, `FeedingRecorded` bzw. `VarroaMeasured`; diese Ereignisse tragen optional `bulkId` (`RecordedForColony`), bei Einzelanlage fehlt das Feld. Kalender, Folgekontrolle, Varroa-Schwelle und Webhooks folgen daher je Volk unverändert aus den Ereignissen. Einzel- und Sammelanlage nutzen dieselbe Datenaufbereitung; bei Behandlungen kommt der Stand je Volk aus der gesperrten Zeile (Bestandsbuch). Die Chargennummer ist die Arzneimittel-Charge der Packung: einmal eingegeben, für alle Datensätze gleich, nie erzeugt. Die Gruppierung leistet `bulkId`. Varroa nimmt `entries` mit Milbenzahl je Volk (keine gemeinsame Milbenzahl), die Tagesrate wird je Eintrag wie bei der Einzelmessung abgeleitet. Die Einzel-Endpunkte akzeptieren weiter beendete Völker, nur die Sammelerfassung prüft auf lebende. **Zeilensperren.** `src/prisma/row-lock.ts` bietet `lockRowForUpdate` (eine Zeile, liefert, ob sie existiert), `lockRowsForUpdate` und `lockRowsForShare` (mehrere Zeilen mit einer Anweisung, aufsteigend nach id, damit sich überlappende Mengen nicht gegenseitig blockieren). Sie laufen nur mit einem Transaktions-Client, Tabellennamen kommen aus einer festen Liste (nie aus Eingaben). Muster für jedes Ändern: sperren, dann „vorher“ über `tx` neu lesen, nie die Vorab-Lesung verwenden. Die Reihenfolge der Sperr-Karte (`LOCK_ORDER`) gilt für alle Tabellen mit einer Ausnahme: `Apiary` kommt vor `Colony` (Annahme 50). **Tests.** e2e-Tests haben keinen Worker. Sie rufen nach der Anfrage `drainDomainEvents(app, [aggregateId])` aus `test/utils/domain-events.ts` auf. Das arbeitet nur die Ereignisse dieser Korrelationen ab, sodass parallele e2e-Dateien sich nicht stören. **Neue und geänderte Ereignisse.** `ColonySplit { parentColonyId, lineageId, queenSource | null, splitOn }` (Aggregat: das neue Volk) schreibt `ColoniesService.split` in der Teil-Transaktion. `QueenAssigned { colonyId, historyId, assignedOn, previousColonyId | null }` (Aggregat: die Königin) schreibt `QueensService.assignColony` nach dem Sperren beider Völker (eine Anweisung, aufsteigend nach id) und der Königin; ein geänderter vorheriger Stand zwischen Vorab-Lesung und Sperre ergibt 409. `ColonyEnded` trägt jetzt `{ status, endedOn, releasedQueenId, via }` (Abschnitt 11.7). `InspectionOverdue`, `VarroaMeasurementDue` und `QueenAged` haben zusätzliche, optionale Payload-Felder (Abschnitt „Jobs“, `daily-evaluation`). **Ereignisse der Honig-Kette und der Pflanzenentwicklung (T4b).** Sieben Typen kommen in den Katalog (`domain-event-types.ts`), Aggregattypen `Extraction`, `HoneyBatch`, `PhenologyReport` und `Apiary` dazu; die Lieferung der Meldungs-API und der Autopilot-Regeln A4–A10 ergänzt `PhenologyRecomputeRequested` und `WinterCheckRecorded` (Aggregattyp `WinterCheck`): - `ExtractionRecorded` und `ExtractionCorrected` (Aggregat `Extraction`, Payload `harvestIds`, bei der Korrektur nach der Änderung) schreibt `ExtractionsService` in der Transaktion des Schreibens, zusammen mit dem Audit-Eintrag. - `HoneyBatchRecorded` und `HoneyBatchCorrected` (Aggregat `HoneyBatch`, Payload `extractionId`) schreibt `HoneyBatchesService` ebenso. `update` sperrt zuerst die Zeile und liest „vorher“ danach (Abschnitt 11.12). - `PhenologyReported` und `PhenologyCorrected` (Aggregat `PhenologyReport`) schreibt `PhenologyService` mit Datensatz und Audit-Eintrag in einer Transaktion: Anlegen → `PhenologyReported`, Bearbeiten und Zurückziehen → `PhenologyCorrected` mit `previousApiaryId` (Annahme 47, Abschnitt 11.11). Ändert ein Bearbeiten nichts, entsteht kein Ereignis. - `SeasonPhaseChanged` (Aggregat `Apiary`, Payload `apiaryId`, `phase`, `segment`, `previousPhase`, `previousSegment`, `source`) schreibt `PhenologyStateService`, wenn sich Phase oder Abschnitt eines Stands ändern: höchstens eines je Stand und Tag über `dailyDedupeKey`. Beim ersten Zustand eines Jahres wird gegen den Kalenderzustand verglichen; ein unveränderter Zustand erzeugt kein Ereignis. Der Handler `autopilot.apiary-sync` hört darauf; eine Einzelmeldung je Saisonwechsel gibt es bewusst nicht (Annahme 47). - `PhenologyRecomputeRequested { apiaryId, allowBackward, day }` (Aggregat `Apiary`, ohne Schlüssel) schreibt der Handler `phenology.recompute` je aktivem Stand, wenn eine Meldung für alle Stände gilt; `phenology.recompute-apiary` rechnet damit einen Stand je Zustellung. - `WinterCheckRecorded { colonyId }` (Aggregat `WinterCheck`) schreiben `WinterChecksService.create` und `update` in ihrer Transaktion (ein Verschieben auf ein anderes Volk meldet auch das alte); `autopilot.colony-sync` löst damit A9/A10 sofort auf. `Apiary`, `PhenologyReport`, `Extraction` und `HoneyBatch` stehen am Ende der Sperr-Karte (`LOCKABLE_TABLES`, Schlüssel `id`); `NotificationDelivery` steht ganz zuletzt (Abschnitt 11.13). **Handler-Übersicht (T4).** Alle Handler laufen nach dem Vertrag oben (eigene Transaktion, nur über `tx` schreiben, kein Netzwerk). Die Handler der Ketten, des Autopilots und der Wartezeit prüfen zuerst das Volk: Zeile sperren (`lockRowForUpdate`; fehlt es, ist nichts zu tun), Status über `tx` neu lesen (beendet: nichts), Regel über `readRule(tx, …)` lesen (abgeschaltet: nichts vorschlagen). | Handler-ID | Ereignis | Wirkung | |---|---|---| | `automation.inspection-rules` | `InspectionRecorded`, `InspectionCorrected` | Regeln `QUEENLESS_NO_EGGS`, `FEED_STATUS_CRITICAL`: bei `InspectionRecorded` Vorschlag oder Nachführen offener Vorschläge, bei `InspectionCorrected` nur Nachführen (Annahme 12). | | `automation.varroa-threshold` | `VarroaMeasured`, `VarroaCorrected` | `VARROA_THRESHOLD`: nur rot (außerhalb des Behandlungseffekts) schlägt `VARROA_RED` vor; bei `VarroaCorrected` wird der offene Vorschlag derselben Messung aufgefrischt (noch rot) oder aufgelöst. | | `automation.colony-health` | `ColonyStatusChanged` | `COLONY_HEALTH_CRITICAL`, Anker = Ereignis-ID. | | `automation.treatment-follow-up`, `automation.feeding-follow-up`, `automation.raw-material-low` | `TreatmentRecorded`, `FeedingRecorded`, `StockChanged` | Unverändert ausgelöst, schreiben jetzt Vorschläge (Annahme 12). | | `suggestions.colony-ended` | `ColonyEnded` | Setzt offene Vorschläge des Volkes auf `OBSOLETE`; bei offenen Aufgaben oder einer freigegebenen Königin mit Status `ACTIVE` legt er den Aufräum-Vorschlag an (Abschnitt 11.7). | | `chains.queen-cells` | `InspectionRecorded` | Erledigt zuerst offene Ketten-Vorschläge (Notiz „Mit Durchsicht erledigt“): `SWARM_CHECK` bei Weiselzellen alle, sonst die bis zum Durchsichtstag fälligen; `QUEEN_ACCEPTANCE` (fällig bis Durchsichtstag) nur bei `queenSeen` oder `eggsPresent`. Bei `queenCellsPresent = true` und aktiver Regel `QUEEN_CELLS_SWARM_CHECK`: PLAN `SWARM_CHECK` (`inspections:read`), Anker Durchsicht-ID, fällig Durchsichtstag + `dueInDays` (7). | | `chains.queen-acceptance` | `QueenAssigned` | Regel `QUEEN_ACCEPTANCE_CHECK` aktiv: PLAN `QUEEN_ACCEPTANCE` (`queens:read`), Anker `historyId`, fällig `assignedOn` + `dueInDays` (7). | | `chains.split-schedule` | `ColonySplit` | Regel `SPLIT_SCHEDULE` aktiv und `queenSource` gesetzt: `RAISE_OWN` und `QUEEN_CELL` → PLAN `SPLIT_PLAN` (`colonies:read`), `QUEEN` → PLAN `QUEEN_ACCEPTANCE` (`queens:read`); Anker `lineageId`, Plan = Schritte der Variante ab `splitOn` (Abschnitt 11.6). | | `autopilot.colony-sync` | 20 Typen: `InspectionRecorded/Corrected`, `VarroaMeasured/Corrected`, `TreatmentRecorded/Corrected`, `FeedingRecorded/Corrected`, `HarvestRecorded/Corrected`, `ColonyStatusChanged`, `ColonySplit`, `QueenAssigned`, `TaskCompleted`, `TaskUpdated`, `WithdrawalEnded`, `QueenAged`, `InspectionOverdue`, `VarroaMeasurementDue`, `WinterCheckRecorded` | Betrifft ein Ereignis mehrere Völker, sperrt der Handler sie zuerst in einer Anweisung (`lockRowsForUpdate`, Id aufsteigend); dann ruft er `AutopilotService.syncColonyIn(tx, colonyId, berlinToday())` je betroffenem Volk in aufsteigender ID-Reihenfolge: bei Ernten jedes Volk, bei `ColonySplit` neues und Muttervolk, bei `QueenAssigned` Volk und vorheriges Volk, bei `WinterCheckRecorded` das Volk der Prüfung (A9/A10 lösen sich sofort auf); Aufgaben-Ereignisse nur mit `relatedType = COLONY` (Abschnitt 11.5). | | `autopilot.apiary-sync` | `SeasonPhaseChanged` | Gleicht alle lebenden Völker des Stands ab (`AutopilotService.syncApiaryIn(tx, apiaryId, berlinToday())`): Stand sperren, Völker lesen, alle in einer Anweisung sperren (Id aufsteigend), Regeln und Saison einmal lesen, dann je Volk `syncColonyIn`. Ergänzt `autopilot.colony-sync`; es entsteht höchstens ein Ereignis je Stand und Tag, spätere Wechsel fängt der tägliche Schritt `autopilot` auf (Annahmen 48, 50). | | `phenology.recompute` | `PhenologyReported`, `PhenologyCorrected` | Berechnet den Saisonzustand der betroffenen Stände in der Zustell-Transaktion neu (`PhenologyStateService.recomputeIn`, am späteren von Ereignistag und heute); bei `PhenologyCorrected` darf die Phase zurückfallen (`allowBackward`). Betroffen: Stand und, bei einer Korrektur, `previousApiaryId`; gilt eine Seite für alle Stände, schreibt er je aktivem Stand ein `PhenologyRecomputeRequested`. Fehler gehen als Wiederholung durch (Annahme 47). | | `phenology.recompute-apiary` | `PhenologyRecomputeRequested` | Rechnet genau einen Stand neu; ein nicht mehr aktiver oder gelöschter Stand wird übersprungen. | | `withdrawal.harvest-check` | `HarvestRecorded`, `HarvestCorrected` | Prüft Wartezeit-Konflikte der Ernte und schreibt die Meldung (Abschnitt 11.8). | | `withdrawal.bottling-check` | `BatchBottled`, `BottlingCorrected` | Wie oben für die Honigcharge der Abfüllung; bei `removed: true` nichts. | | `withdrawal.treatment-check` | `TreatmentRecorded`, `TreatmentCorrected` | Prüft Ernten des Volkes, die das (nachträglich erfasste oder verlängerte) Wartezeitfenster treffen. | | `withdrawal.extraction-check` | `ExtractionRecorded`, `ExtractionCorrected` | Prüft die Ernten der Schleuderung gegen die Wartezeitfenster (`conflictsForExtraction`) und meldet mit demselben Schlüssel wie Ernte und Abfüllung (`withdrawal-conflict::`): Ein Konflikt wird einmal gemeldet, egal welche Stufe ihn zuerst sieht (Abschnitt 11.8, 11.12). | | `notifications.withdrawal-ended` | `WithdrawalEnded` | INFO „ ist wieder erntefähig“ (Abschnitt 11.8). | | `notifications.task-due` | `TaskDue` | Erinnerung je fälliger Aufgabe (Abschnitt 11.9). | | `calendar-sync.queen-assignment` | `QueenAssigned` | `enqueueIn(tx, 'QUEEN_ASSIGNMENT', historyId)`. | | `calendar-sync.withdrawal` | `TreatmentRecorded`, `TreatmentCorrected` | `enqueueIn(tx, 'WITHDRAWAL', treatmentId)` (Abschnitt 11.8). | | `webhooks.forward` | erweitert um `QueenAssigned`, `HoneyBatchRecorded` | `queen.replaced`, `batch.created` (siehe „Webhook-Zustellung“). `HoneyBatchCorrected` sendet nichts. | **Worker-Schleife `phenology-weather`** (T4b). Takt 3 600 000 ms, kein Weckkanal (keine Outbox); der erste Durchlauf folgt 10 s nach dem Start des Workers (`WEATHER_FIRST_TICK_DELAY_MS`). Ein Takt ruft `WeatherHistoryService.syncOnce(berlinToday(), signal)` auf und holt die fehlenden Tagesmittel der aktiven Stände mit Koordinaten (Ablauf und Regeln: Abschnitt 11.11). Die Schleife schreibt nur `ApiaryWeatherDay`: kein Ereignis, keine Meldung. Die Loops liegen in einer Karte nach Namen; `WorkerLoop.channel` ist optional. Zu den LISTEN-Kanälen kommt `notification_delivery` (Abschnitt 11.13). Der Test `test/worker-runtime.e2e-spec.ts` ersetzt `WEATHER_HISTORY_SOURCE` durch eine Attrappe, weil die Schleife sonst für jeden Stand der geteilten Test-DB den echten Dienst aufriefe. **Zustellplanung.** Kein Handler: `NotificationsService.write` plant nach dem Einfügen der Meldungen (dieselbe Transaktion; ohne Aufrufer-Transaktion öffnet es eine eigene, damit Meldungen und Zustellungen zusammen bestehen) über den `NotificationDeliveryPlanner` je neu eingefügter Meldung höchstens eine `NotificationDelivery` für Telegram und weckt den Worker per `pg_notify('notification_delivery', '')`, nur wenn Zeilen entstanden sind. Eine wiederholte Meldung (gleicher `dedupeKey`) plant nichts. Regeln: Annahme 49, Abschnitt 11.13. **Worker-Schleife `telegram-send`.** Takt 5 000 ms und auf `notification_delivery`; sie ist nur registriert, wenn `TELEGRAM_BOT_TOKEN` gültig gesetzt ist (`TelegramClient.isConfigured()`). Ein Takt ruft `TelegramSender.releaseStaleClaims()` und dann `drain(stopping.signal)` auf. Mit `telegram-updates` (Task 36, noch offen) ist sie der einzige Netzzugriff zur Bot-API. Rechte kommen aus dem globalen `JobPermissionsModule` des Workers, `TelegramModule` importiert kein `PermissionsModule`. ### Webhook-Zustellung **Einreihen.** `WebhooksService.enqueueDeliveries(db, event, payload)` legt je aktivem Abonnement des Webhook-Ereignisses eine `WebhookDelivery` an und weckt den Worker mit `pg_notify('webhook_delivery', '')`. Gesendet wird dabei nichts. Der Body `JSON.stringify({ event, data })` wird beim Einreihen festgehalten, damit jede Wiederholung dieselben Bytes sendet. Mit einem Transaktions-Client committen Zeilen und Wecken zusammen mit dem Aufrufer. Zwei Wege führen dorthin: - Der Handler `webhooks.forward` (`src/webhooks/webhook.handlers.ts`) übersetzt Ereignisse nach `DOMAIN_EVENT_WEBHOOKS`: `InspectionRecorded` → `inspection.created`, `VarroaMeasured` → `varroa.measured`, `TreatmentRecorded` → `treatment.created`, `FeedingRecorded` → `feeding.created`, `HarvestRecorded` → `harvest.created`, `BatchBottled` und `BottlingCorrected` → `batch.updated`, `StockChanged` → `stock.changed`, `TaskCreated` → `task.created`, `TaskCompleted` → `task.completed`, `QueenAssigned` → `queen.replaced`, `HoneyBatchRecorded` → `batch.created`. `data` ist wie bisher der Datensatz, gelesen über `tx`: die Ernte mit ihren Völkern, bei `batch.created` und `batch.updated` die Honigcharge (bei `batch.created` mit `honeyBatchInclude`, `src/honey-batches/honey-batch-include.ts`, sodass die Form von `GET /honey-batches/:id` gleich bleibt; `HoneyBatchCorrected` sendet nichts), bei `queen.replaced` die Königin, bei `stock.changed` nur `{ bottlingBatchIds, productIds }` und nur, wenn eine der Listen nicht leer ist. Fehlt der Datensatz, wird nichts eingereiht. - Der Altpfad `WebhooksService.dispatch(event, payload)` für Erzeuger, die noch kein Ereignis schreiben (`colony.created`, `queen.created`, `product.stock_changed`), reiht nach dem Commit über `runAfterCommit` ein und wirft nie. **Zustellung.** Die Worker-Schleife `webhook-deliveries` (alle 5 s und auf `webhook_delivery`) ruft `WebhookDeliveryWorker.releaseStaleClaims()` und dann `drain()` auf. Claim, Abschluss und Freigabe laufen über `outbox-claims.ts`: höchstens 50 fällige Zustellungen je Runde, älteste zuerst (`createdAt`), höchstens 20 Runden je Takt. Höchstens 5 Zustellungen laufen gleichzeitig. Jede wird mit Zeitstempel und ihrer ID signiert (`X-ApiCore-Signature: sha256=HMAC(secret, "..")`) und über `postWebhook` gesendet: keine Weiterleitungen, Ziel-IP beim Verbindungsaufbau geprüft, 5 s Leerlauf-Timeout und eine Frist von 10 s je Versuch. Bei Ablauf der Frist wird die Anfrage samt Verbindung abgebrochen, auch wenn der Empfänger seine Antwort nur tröpfchenweise sendet; so hält er weder einen der 5 Plätze noch einen Socket. `X-ApiCore-Delivery` ist die `WebhookDelivery.id` und bleibt über alle Wiederholungen gleich. Zugestellt wird mindestens einmal; Empfänger verwerfen Duplikate anhand dieser ID. **Ergebnis.** Nur eine `2xx`-Antwort gilt als zugestellt: `DELIVERED`, `deliveredAt = now()`. Jede andere Antwort, ein Netzwerkfehler und ein pausiertes Abonnement (`subscription inactive`, ohne zu senden) sind Fehlversuche nach derselben Regel wie bei Ereignissen: `attempts + 1`, Wartezeit 30 s, 2 min, 10 min, 1 h, danach 6 h, beim 8. Fehlversuch `FAILED`. Ein Abonnement, das innerhalb dieses Fensters wieder aktiviert wird, bekommt seine Zustellungen also noch. `lastStatusCode` hält den Status der letzten Antwort (ohne Antwort `null`), `lastError` einen festen Text (`Receiver answered HTTP `) oder die Meldung aus `loggableError()`; Antwortkörper, Secret und Payload stehen nie darin. Status-Code und Abschluss werden in einer Transaktion gesetzt, beide als Compare-and-Set auf `id` + `claimedAt`. Beim Herunterfahren holt `drain()` keine weitere Runde; die laufende wird zu Ende zugestellt. **Zustellprotokoll.** `GET /webhooks/:id/deliveries?limit=1..100` (Standard 50, Recht `webhooks:read`) liefert die neuesten Zustellungen eines Abonnements ohne Body: `id`, `event`, `status`, `attempts`, `lastStatusCode`, `lastError`, `createdAt`, `deliveredAt`. **Tests.** e2e-Tests rufen `deliverWebhooks(app, [subscriptionId])` aus `test/utils/webhooks.ts` auf. Das stellt nur die Zustellungen dieser Abonnements zu. ### Jobs **Aufruf.** `APICORE_ROLE=job node dist/cli.js [args]`, etwa `APICORE_ROLE=job node dist/cli.js daily-evaluation` (`src/cli.ts`; die Rolle muss `job` sein, `all` und `api` werden abgelehnt, und eine Form wie `cli.js jobs daily-evaluation` scheitert mit „Unknown job“; im Cluster setzt das CronJob-Manifest die Rolle) prüft wie `main.ts` und `worker.ts` zuerst Rolle und Umgebung (`resolveRole('cli')`, `assertStartupEnvironment`) und startet dann `JobsModule` per `createApplicationContext`: die Module, die die Jobs brauchen, ohne HTTP-Schicht und ohne Worker-Schleifen. Jobs (`JOB_NAMES` in `src/jobs/job-names.ts`): `daily-evaluation`, `task-templates`, `cleanup`, `app-backup`, `rekey`. Weitere Argumente gehen unverändert an den Job, erlaubt sind nur die aus `JOB_ALLOWED_ARGS` (heute einzig `rekey --dry-run`). Exit-Code `0` Lauf erfolgreich, `1` Lauf gescheitert (auch wenn er gar nicht erst aufgezeichnet werden konnte, etwa bei einem Modul- oder DI-Fehler – der Kontext startet mit `abortOnError: false`), `2` falscher Aufruf (kein oder unbekannter Job oder ein nicht erlaubtes Argument wie `cleanup --dry-run` oder `rekey --dry-rn` – dann wird nichts verbunden und kein `JobRun` geschrieben). Shutdown-Hooks gibt es keine: Ein abgebrochener Pod hinterlässt seinen Lauf als `RUNNING`, `cleanup` erkennt ihn (siehe unten). `JobRegistry` prüft beim Start, dass es zu jedem Namen genau einen Job gibt. **`JobRun`.** `JobRunService.run(job, work)` schreibt je Lauf eine Zeile: `RUNNING`, danach `SUCCEEDED` mit `result` (nur Zähler, Schalter, kurze Namen) oder `FAILED` mit `error` aus `loggableError()`; `finishedAt` setzt immer die DB (`now()`), auch bei abgebrochenen Läufen. Ein gescheiterter Lauf benachrichtigt die Inhaber des Job-Rechts (`JOB_FAILURE_PERMISSION`: `daily-evaluation` und `task-templates` → `automation:update`, `app-backup` → `backup:configure`, `cleanup` und `rekey` → `system:manage`) mit „Job „“ fehlgeschlagen“ (`WARNUNG`, `relatedType: 'JobRun'`, `relatedId` = Lauf). Höchstens eine solche Benachrichtigung je Job und UTC-Tag (DB-Uhr), sonst meldete die stündliche `app-backup`-Prüfung denselben Ausfall jede Stunde; Prüfung und Schreiben laufen in einer Transaktion hinter einem Advisory-Lock je Job. `recent(limit, job?)` und `latestPerJob()` lesen die Läufe für die System-Seite. `SystemModule` stellt `JobRunService` für API und Jobs bereit. **`cleanup`** (täglich 04:00). Alle Altersvergleiche laufen in SQL gegen `now()`; `PROCESSING`-Einträge bleiben immer stehen, `PENDING` ebenso, mit der einen Ausnahme der Telegram-Zustellungen unten. - Läufe, die seit mehr als 6 h `RUNNING` sind (`JOB_RUN_STALE_HOURS`, weit über jeder `activeDeadlineSeconds`), werden `FAILED` mit `error: 'aborted (pod ended without result)'`; je betroffenem Job geht die übliche Benachrichtigung raus, damit ein Job, der jedes Mal abgeschossen wird, nicht still scheitert. - Idempotenz-Einträge nach 90 Tagen und verbrauchte Tokens 1 h nach ihrem Ablauf (`IdempotencyCleanupService`; die Stunde Puffer deckt Uhrabweichungen der api-Pods ab, die den Ablauf mit ihrer eigenen Uhr prüfen). - `ThrottlerHit`-Zeilen, deren Fenster abgelaufen ist und die keine aktive Sperre tragen (`"expiresAt" < now()` und `"blockedUntil"` leer oder `< now()`); eine noch laufende Sperre bleibt so erhalten. - `DONE`-Ereignisse und `DELIVERED`-Zustellungen nach 30 Tagen (`occurredAt` bzw. `createdAt`), `FAILED`-Einträge beider Tabellen nach 90 Tagen; die Deliveries eines Ereignisses gehen per `ON DELETE CASCADE` mit. 30 Tage liegen bewusst über dem Nachholfenster der täglichen Auswertung, sonst würde ein gelöschter `dedupeKey` ein Vorkommen erneut erzeugen. - `JobRun`-Zeilen nach 90 Tagen. - `NotificationDelivery` (nach `createdAt`, auch Antworten des Bots ohne Nutzer): `DELIVERED` und `SKIPPED` nach 30 Tagen, `FAILED` nach 90 Tagen, `PENDING` nach 7 Tagen (`PENDING_DELIVERY_MAX_AGE_DAYS`; eine so alte Zustellung ist hängen geblieben, sie wird mit Warn-Log samt Zahl gelöscht). `TelegramLinkToken` 30 Tage nach Ablauf. Das Ergebnis zählt jede Kategorie (`idempotencyRecords`, `consumedTokens`, `throttlerHits`, `domainEvents.done`, `domainEvents.failed`, `webhookDeliveries.delivered`, `webhookDeliveries.failed`, `jobRuns.aborted`, `jobRuns.deleted`, `notificationDeliveries.done`, `notificationDeliveries.failed`, `notificationDeliveries.pending`, `telegramLinkTokens`). **`task-templates`** (täglich 05:00) ruft `TasksService.generateFromTemplates()` auf und meldet `{ created }`. Wegen des Compare-and-Swap je Vorlage entsteht jedes Vorkommen genau einmal, auch bei zwei Läufen oder parallel zur Lazy-Erzeugung vor `GET /tasks`. **`daily-evaluation`** (täglich 04:30) führt feste Schritte in dieser Reihenfolge aus (`DAILY_EVALUATION_STEP_ORDER`, `runDailyEvaluationSteps` in `src/jobs/daily-evaluation-steps.ts`): `phenology`, `time-events`, `autopilot`, `suggestions-expiry`, `digest`. „Heute“ ist der Berliner Tag (`berlinToday()`, Annahme 41). Der Schritt `phenology` (`PhenologyStep`, Abschnitt 11.11) berechnet den Saisonzustand `ApiaryPhenology` für jeden aktiven Stand, je Stand eine Transaktion. Zähler `phenologyApiaries`, `seasonChanges`; ein gescheiterter Stand hält die anderen nicht auf (`JobPartialFailure`, Lauf `FAILED` mit Zählern). Er steht vor `time-events`, damit alle späteren Schritte den frischen Zustand sehen. Ein scheiternder Schritt hält die übrigen nicht auf: Der Lauf endet `FAILED` mit allen Zählern (`JobPartialFailure`, `JobRun.result` bleibt erhalten), `error` nennt Schritt und Ursache (`Daily evaluation failed for: time-events: TaskDue`, bei Völkern `autopilot: 2 colonies`). - **`time-events`** (`src/jobs/steps/time-events.step.ts`) erzeugt die zeitbasierten Ereignisse. Regeln und Werte stehen in `src/jobs/daily-evaluation.rules.ts`, eine Zeile je Typ in `DAILY_EVALUATION_RULES`; jede Regel nennt je Vorkommen das Ereignis und den Tag des fachlichen Ereignisses. Je Typ eine Transaktion; scheitert eine Regel, laufen die übrigen weiter, und der Schritt wirft `JobPartialFailure` mit den Zählern der anderen. Das Ergebnis zählt die neuen Ereignisse je Typ. - `WithdrawalEnded` (Aggregat `Treatment`, Payload `colonyId`, `endedOn`): Ende des Wartezeitfensters über den Fenster-Helfer (Berliner Tag, Abschnitt 11.8), nur mit Wartezeit. Die SQL-Kandidatenabfrage nimmt einen Tag Rand auf jeder Seite, der Helfer entscheidet. - `TaskDue` (`Task`, `dueOn`): `dueDate` offener Aufgaben (`OPEN`, `IN_PROGRESS`). - `QueenAged` (`Queen`, `hatchYear`, `colonyId`): jeden Jobtag für lebende Völker, deren aktuelle Königin `ACTIVE` und gealtert ist (`isQueenAged`, Annahme 37); Schlüssel `QueenAged::-01-01` (`anchorDay`), also höchstens einmal je Königin und Jahr. Beim ersten Lauf nach dem Rollout bekommt jedes lebende Volk mit schon gealterter Königin einmal ein Ereignis. - `VarroaMeasurementDue` (`Colony`, `dueOn`, `lastMeasuredOn`, optional `kind`, `anchor`): am Fälligkeitstag aus `varroaMeasurementDue` (Abschnitt 11.3). - `InspectionOverdue` (`Colony`, `dueOn`, `lastInspectedOn`, optional `firstOfYear`): am Tag nach `inspectionDueOn`; `dueOn` im Payload ist der echte Fälligkeitstag, nicht der Ereignistag (Abschnitt 11.3). Eine feste Märzmeldung entfällt. - Die Ereignisse sind Tatsachen: `active` einer Regel (`INSPECTION_INTERVAL`, `SEASON_AUTOPILOT`) unterdrückt nur Vorschläge, nicht das Ereignis. Es entsteht ein Ereignis je Fälligkeitstag; ein Wechsel des Abschnitts-Intervalls ergibt einen neuen Fälligkeitstag und damit ein zweites Ereignis. - Aufgezeichnet wird jedes Vorkommen, dessen Tag im Nachholfenster `[heute − 7, heute]` liegt (`CATCH_UP_DAYS`), mit `dedupeKey = "::"` (`dailyDedupeKey`). Jeder Lauf im Fenster wiederholt denselben Schlüssel, der eindeutige `dedupeKey` (`recordAll`, `skipDuplicates`) hält ein Ereignis je Vorkommen: Ausfälle des Jobs bis 7 Tage werden nachgeholt, wiederholte Läufe erzeugen nichts. Wer länger überfällig ist, bekommt kein neues Ereignis; die Erinnerung tragen dann die Autopilot-Regeln A1 und A2. - Handler: `TaskDue` → `notifications.task-due`; `WithdrawalEnded` → `notifications.withdrawal-ended` und `autopilot.colony-sync`; `QueenAged`, `InspectionOverdue`, `VarroaMeasurementDue` → `autopilot.colony-sync`. - **`autopilot`** (`AutopilotStep`): lädt Regeln und Saisonzustände einmal vorab (`preloadFor`) und gleicht dann jedes lebende Volk in einer eigenen Transaktion ab (`syncColonyIn`, Abschnitt 11.5). Zähler `autopilotColonies`, `suggestionsOpened`, `suggestionsResolved`. Scheitert ein Volk, läuft der Schritt weiter und endet mit `JobPartialFailure`. - **`suggestions-expiry`**: `OPEN` mit `expiresAt` vor heute → `EXPIRED`, gibt den `dedupeKey` frei. Zähler `suggestionsExpired`; zweimal am selben Tag ändert nichts. - **`digest`**: schreibt die Morgenübersicht (Abschnitt 11.9). Zähler `digestsWritten` und, nur wenn mindestens eine Übersicht geschrieben wurde, `digestWindowEnd` (Beginn des Schritts, ISO-Zeit; Zeitfenster der Saison-Zeile, Abschnitt 11.9); ein Wiederholungslauf am selben Tag schreibt 0 und merkt kein Fensterende. **`app-backup`** (stündlich) prüft, ob ein Backup fällig ist, und schreibt es dann: siehe Abschnitt 8, „Automatischer Zeitplan“. **`rekey`** (nur von Hand, CronJobs `apicore-job-rekey` und `apicore-job-rekey-dry-run` mit `suspend: true`): siehe Annahme 22. **Tests.** `test/jobs.e2e-spec.ts` ruft `runCli([...])` mit dem echten `JobsModule` auf, wie `node dist/cli.js`. `test/daily-evaluation.e2e-spec.ts` ruft `TimeEventsStep.run(Tag)` mit Tagen in den Jahren 2001 und 2002 auf: Der Schritt wertet die ganze geteilte Test-DB aus, so bleiben die Ereignisse paralleler e2e-Dateien unberührt (und es entstehen keine `JobRun`-Zeilen, die `jobs.e2e-spec.ts` zählt). `test/rekey.e2e-spec.ts` setzt nur `*_PREVIOUS`, weil der Job jede Zeile der geteilten Test-DB besucht und die anderen e2e-Prozesse mit denselben aktuellen Schlüsseln weiterlesen müssen. ### System-Seite Die Seite „Verwaltung > System“ (Rechte `system:read` zum Ansehen, `system:manage` zum Wiederholen; nur Systemrollen) zeigt je Job den letzten Lauf (`JobRun`), die Warteschlange der Domänenereignisse (offen, in Arbeit, fehlgeschlagen, Alter des ältesten offenen Eintrags nach DB-Uhr) und die offenen und fehlgeschlagenen Webhook-Zustellungen. Routen: `GET /system/overview`, `GET /system/job-runs?job=&limit=1..100` (Standard 50), `GET /system/domain-events/failed`, `POST /system/domain-events/:id/retry` (204), `GET /system/webhook-deliveries/failed`, `POST /system/webhook-deliveries/:id/retry` (204). Wiederholen ist nur für `FAILED` möglich (409 sonst, 404 unbekannt): Versuche und `availableAt` werden in SQL (`now()`) zurückgesetzt, fehlgeschlagene Handler-Zustellungen eines Ereignisses wieder `PENDING`, ein Audit-Eintrag (UPDATE) geschrieben und der Worker per `pg_notify` geweckt. Die Ansichten enthalten nie Payload, Webhook-Body, Secrets oder vollständige URLs (nur den Host); `lastError` steht wie gespeichert (`loggableError()`). API-Schlüssel erreichen `/system` nie (Scope-Allowlist). ## 11. Logik-Ketten und Saison-Autopilot (T4a bis T4c) Regeln, Ketten und der Autopilot schreiben Vorschläge statt Aufgaben; ein Mensch übernimmt oder verwirft. Alles hängt am Ereignis-Rückgrat (Abschnitt 10, Handler-Übersicht) und am Job `daily-evaluation`. Entwurf: Spec `docs/superpowers/specs/2026-10-13-t4-logik-ketten-design.md`. T4b und T4c ergänzen Pflanzenentwicklung und Wetter (11.11), Honig-Kette und Bewegungsbuch (11.12) sowie Telegram (11.13). Noch offen sind die Bestätigung beim Wassergehalt (Regel `HONEY_WATER_CONTENT`) und das Verknüpfen und Abfragen von Telegram (Task 36). ### 11.1 Vorschläge **Modell.** `Suggestion` hat u. a. Quelle (`RULE`, `CHAIN`, `AUTOPILOT`), `ruleKey`, Absicht, Art (`PLAN`, `DO`), Priorität, Status (`OPEN`, `ACCEPTED`, `DISMISSED`, `RESOLVED`, `EXPIRED`, `OBSOLETE`), `dedupeKey`, `reasonCode`, `evidence`, `dueDate`, `expiresAt`, `requiredPermission`, `decidedAt` und `decidedByUserId`. Absichten: `INSPECT`, `SWARM_CHECK`, `QUEEN_CHECK`, `QUEEN_ACCEPTANCE`, `QUEEN_REPLACE`, `SPLIT_PLAN`, `VARROA_MEASURE`, `VARROA_RECHECK`, `VARROA_TREAT`, `SUMMER_TREATMENT`, `FEED`, `HONEY_SUPER`, `WINTER_CHECK`, `HEALTH_CHECK`, `FOLLOW_UP`, `STOCK_REORDER`, `CLEANUP`. `evidence` trägt nur IDs, Zahlen und Tage. Anker, Dubletten und die Regel „eine offene Sache je Absicht“: Annahme 31. **PLAN und DO.** `PLAN` hat mehrere Termine oder ist heute fällig; Übernehmen legt je Schritt eine Aufgabe an (Basisdatum aus dem Beleg plus Versatz, Titel aus `PLAN_STEP_TITLES`, ein Fensterschritt trägt „Zeitfenster bis TT.MM.“). Ein gewähltes Datum verschiebt den ganzen Plan, sodass Schritt 1 darauf liegt; ohne Plan und Datum ist die Aufgabe heute (Berliner Tag) fällig. `DO` ist genau eine Aufgabe und braucht ein Datum (eigenes oder `dueDate` des Vorschlags), sonst 400 „Bitte ein Datum wählen.“. „Als Aufgabe planen“ ist Übernehmen mit Datum. Titel und Beschreibung kommen aus `renderSuggestion` mit dem `actionTemplate` der Regel. Die Aufgabe entsteht über `TasksService.createInTx` (Audit, `TaskCreated`, danach Kalender und Webhook). `sourceInspectionId` wird nur gesetzt, wenn die Durchsicht aus dem Beleg noch existiert (unter `FOR SHARE` geprüft). Übernehmen für ein beendetes oder unbekanntes Volk: 409 „Das Volk ist nicht mehr aktiv.“; ein `assignedUserId`, der nicht existiert oder inaktiv ist: 400 mit `issues`. **Übergänge.** Jede Entscheidung sperrt die Zeile `Suggestion` (Sammelrouten in id-Reihenfolge), liest „vorher“ danach, prüft den Status (409 `{ message: 'Der Vorschlag ist nicht mehr offen.', status }`) und setzt ihn per Compare-and-Set in SQL gegen `now()`; der Audit-Eintrag (`Suggestion UPDATE`) steht in derselben Transaktion. Entscheidungen sperren nie das Volk; `proposeIn` sperrt zuerst die Volkszeile, dann die Regelzeile (`LOCK_ORDER` in `row-lock.ts`: Colony, Suggestion, Task, Queen, AutomationRule, …, NotificationPreference; Ausnahme: `Apiary` vor `Colony`, Annahme 50). | von | nach | Auslöser | |---|---|---| | – | `OPEN` | Handler, Job oder Abgleich (`proposeIn`) | | `OPEN` | `ACCEPTED` | „Übernehmen“ (legt Aufgaben an) | | `OPEN` | `DISMISSED` | „Verwerfen“ | | `DISMISSED` | `OPEN` | „Rückgängig“ oder „Wieder öffnen“, bis 30 Tage nach `decidedAt`; sonst 409 | | `OPEN` | `RESOLVED` | Bedingung entfällt (Nachführen, Abgleich, Kette), Aufräumen ausgeführt; gibt den Schlüssel frei | | `OPEN` | `EXPIRED` | Schritt `suggestions-expiry`; gibt den Schlüssel frei | | `OPEN` | `OBSOLETE` | Volk beendet (Abschnitt 11.7) | **Texte.** Titel und Gründe werden beim Lesen aus `reasonCode` und `evidence` gerendert (`renderSuggestion`, `src/suggestions/suggestion-texts.ts` mit den Registern `texts/rule-texts.ts`, `chain-texts.ts`, `autopilot-texts.ts`, `cleanup-texts.ts`): höchstens 2 Gründe zu je 90 Zeichen, deutsch formatiert; ein doppelter Code im Register wirft, ein Test prüft jede Vorlage. Der `actionTemplate` einer Regel überschreibt nur den Titel. Eine Liste rendert alle Zeilen mit einer Abfrage je Modell (`buildEvidenceLookup`). **API** (alle `@Idempotent()`; derselbe `Idempotency-Key` gibt die erste Antwort wieder, ein zweites Übernehmen mit anderem Schlüssel antwortet 409): | Route | Recht | Zweck | |---|---|---| | `GET /suggestions` | `tasks:read` | Liste; Filter `status` (Standard `OPEN`; `DISMISSED` nur 30 Tage nach `decidedAt`, Datenbankuhr), `colonyId`, `apiaryId`, `limit` 1–500 (200), `offset`; Reihenfolge `dueDate` (ohne Datum zuletzt), Priorität, `createdAt`, `id` | | `GET /suggestions/summary` | `tasks:read` | Zähler (offen, je Priorität); Liste und Zähler teilen den Sichtbarkeitsfilter in der Abfrage (Annahme 32) | | `POST /suggestions/:id/accept`, `/bulk-accept` | `tasks:create` | Übernehmen mit optional `dueDate` (`JJJJ-MM-TT`) und `assignedUserId`; Antwort `{ suggestion, tasks }`; Sammelroute: 1–50 verschiedene IDs, alles oder nichts, 400 mit den DO-IDs ohne Datum (`issues[{ field: 'ids', ids }]`) | | `POST /suggestions/:id/dismiss`, `/bulk-dismiss`, `/:id/reopen` | `tasks:update` | Verwerfen (Sammelroute `{ dismissed }`), Wieder öffnen (409, wenn für die Absicht schon etwas offen ist oder das Volk nicht mehr lebt) | | `POST /suggestions/:id/apply-cleanup` | `tasks:update` | Aufräumen (Abschnitt 11.7) | Die Antworten sind die gerenderte `SuggestionView`; `evidence`, `dedupeKey`, `requiredPermission`, `decidedByUserId`, `reasonCode` und `sourceEventId` verlassen den Server nicht. Backup: `Suggestion` gehört zum versiegelten Bundle (Abschnitt 8). **Oberfläche.** Seite `/suggestions` (Navigation „Arbeit“, Recht `tasks:read`, Zähler aus `summary.open`, 60 s Aktualisierung in Seitenleiste und „Mehr“). Gruppen je Stand (nach Name), dann „Betrieb“; gleiche Absicht je Stand ist eine Zeile („X · n Völker“). „Runde starten“ (nur `INSPECT`) beginnt eine Standrunde mit den fälligen Völkern in Code-Reihenfolge, „Alle übernehmen“ gibt es nur, wenn jede Zeile der Gruppe `PLAN` ist (ein `bulk-accept`, bei mehr als 50 IDs in Teilen; bei Teilerfolg meldet die Seite „n von m angelegt“). Die Seite arbeitet nur online: Offline zeigt sie „Keine Verbindung – nichts gespeichert.“. Übernehmen und Menü brauchen `tasks:create`, Verwerfen und Wieder öffnen `tasks:update`. Verwerfen lässt sich 8 s per Toast und dauerhaft über „Verworfene (30 Tage)“ rückgängig machen. Jede Aktion sendet einen eigenen `Idempotency-Key`; nach jeder Entscheidung, auch im Fehlerfall, werden `suggestions`, `tasks` und `dashboard` neu geladen; die Fehlertexte des Servers erscheinen deutsch (404: „Der Vorschlag ist nicht mehr da.“). Nach einer Entscheidung wandert der Fokus zur nächsten Karte. „Erfassen“ öffnet das Formular zur Absicht (`captureHref`: Varroa → `/varroa/new`, `FEED` → `/feedings/new`, `WINTER_CHECK` → `/winter?colonyId=…&season=AUTUMN|SPRING` ab Juli Herbst, sonst Frühjahr, alles andere `/inspections/new`). Das Abzeichen an Aufgaben heißt „Aus Vorschlag“. ### 11.2 Regel-Werte Zu den 13 bisherigen Regeln kommen neun Trigger: `INSPECTION_INTERVAL`, `QUEEN_CELLS_SWARM_CHECK`, `QUEEN_ACCEPTANCE_CHECK`, `SPLIT_SCHEDULE`, `COLONY_ENDED_CLEANUP`, `WITHDRAWAL_ENDED`, `HONEY_WATER_CONTENT`, `SEASON_AUTOPILOT`, `PHENOLOGY`; `VARROA_THRESHOLD` behält den Namen, die Config wird zum Bänder-Format. Jede Regel hat einen Standard (`default-rules.ts`) und einen Parser (`src/automation/rule-config/`, Leser `readRule`). Ein gespeicherter ungültiger Wert fällt auf den Standard zurück. Eine alte Varroa-Config `{ thresholdMitesPerDay }` wird als `naturalFall.redAbove` gelesen (liegt der Wert unter 5, sinkt das Gelb auf den Rotwert). `PATCH /automation-rules/:id` läuft in einer Transaktion unter der Zeilensperre der Regel, prüft die Config und antwortet bei ungültigen bekannten Schlüsseln mit 400 `{ message: 'Die Einstellung ist ungültig.', issues: [{ field, message }] }` (Pfad-Notation `a.b[1].c`). Unbekannte Schlüssel bleiben erhalten. Für `null` gilt Annahme 20. Verletzt eine Gruppe wie `PHENOLOGY.calendarFallback` oder `swarmSeason` ihre Grenzen, fällt die ganze Gruppe auf den Standard; ein fehlerhafter Eintrag in einer `SPLIT_SCHEDULE`-Liste setzt diese Liste zurück. Verwaltung > Automatisierung hat für die zehn Regeln mit eigenen Werten je ein Formular. Jede Zahl zeigt ihre Quelle als Text („LWG Veitshöchheim“, „Bieneninstitute (LWG, LLH Kirchhain)“, „Erfahrungswert“, „Annahme“). Da der Server beim PATCH die ganze Config ersetzt, sendet das Formular die vollständige Config (gespeicherte Werte über den Standards, nicht bearbeitete Teile unverändert); 400-`issues` erscheinen unter dem Feld, Meldungen ohne Feld als Hinweis. Alle Regeln mit Meldung haben den Schalter „Zusätzlich melden“ (`notify`). ### 11.3 Saison und Pflanzenentwicklung `SeasonService.statesFor` liefert je Stand den Zustand aus der Regel `PHENOLOGY` (`SeasonModule`). Der Abschnitt entsteht aus der gespeicherten Zeile `ApiaryPhenology` des laufenden Jahres (Phase aus Meldung, GTS und Kalender, Annahme 36; ein nicht aufsteigender `calendarFallback` fällt auf den Standard). Ohne Zeile oder bei einer Zeile, die älter als 2 Tage ist, gilt der reine Kalenderzustand. `springSince` ist der Tag, an dem `SALWEIDE` dieses Jahres erreicht ist (genähert, siehe Annahme 36), sonst `null`. - **Durchsicht fällig** (`inspectionDueOn`): letzte Durchsicht (ohne Eintrag die Anlage des Volkes) plus das Intervall des heutigen Abschnitts aus `INSPECTION_INTERVAL` (Schwarmzeit 7 Tage; die Oberfläche prüft 7–9 Tage für die Schwarmzeit, sonst 7–35, der Server entscheidet). Wer vor Beginn von `FRUEHJAHR` zuletzt durchgesehen wurde, ist ab Abschnittsbeginn fällig („Erste Durchsicht im Jahr“). In `WINTERRUHE` ist nie etwas fällig. Fällt der Termin in den Winter, rückt er auf den Frühjahrsbeginn. - **Varroa-Messung fällig** (`varroaMeasurementDue`): letzte Messung (sonst Anlage) plus `varroaMeasureIntervalDays` (28); in `WINTERRUHE` einmal im Fenster 15.11.–20.12., wenn seit 01.11. nicht gemessen wurde (Winterfenster = Annahme nach LWG-Konzept, Restentmilbung im brutfreien Volk). Ein Fälligkeitstag, der in den Winter gefallen ist, rückt auf `springSince`. - Die Tagesauswertung und die Autopilot-Regeln A1/A2 nutzen dieselben Funktionen (Abschnitt „Jobs“, 11.5). ### 11.4 Varroa-Ampel nach Jahreszeit Quelle der Grenzen ist die LWG Veitshöchheim; die Zahlen stehen als Bänder in der Regel `VARROA_THRESHOLD` und sind änderbar (`src/automation/varroa-bands.ts`). - Natürlicher Milbenfall, März–Oktober: gelb ab 5, rot über 10 Milben/Tag; die Grenze selbst ist gelb (10,0 gelb, rot erst darüber). November–Februar: rot über 0,5, kein Gelb. Die Gültigkeit ab März ist eine Annahme. - Puderzucker und Waschmethode: Mai–Juli gelb ab 1 %, August–Oktober gelb ab 2 %, rot über 5 %; November–April keine Ampel. Drohnenbrutentnahme: nie eine Ampel. - Jungvölker (`youngColonyTypes`): die Werte des natürlichen Milbenfalls mal 0,5, im Winter also rot über 0,25; die Prozent-Bänder bleiben unverändert. - Behandlungseffekt: Von Behandlungsbeginn bis `(endDate ?? date) + recheckAfterDays` (14) hat eine Messung keine Ampel. Der Text lautet „Behandlungseffekt – Nachkontrolle ab TT.MM.“. Alle Fenster (Wartezeit, Behandlungseffekt, Tagesregeln) rechnen über `src/treatments/withdrawal-window.ts` und `treatment-windows.ts` in Berliner Tagen (Annahme 41). - Probe: `VarroaMeasurement.sampleBees` (1–2000) leitet bei Puderzucker und Waschmethode `calculatedValue = Milben / Probe × 100` ab, auf zwei Stellen gerundet (7203 Milben in 720 Tagen = 10 = gelb). Beim Ändern wird ein abgeleiteter Prozentwert gelöscht, wenn die Probe entfällt; ein von Hand gesetzter bleibt. Die Sammelerfassung erbt das Feld. - API: `GET /varroa-measurements/thresholds?colonyId=&date=` liefert die Bänder des Tages samt `postTreatmentUntil` und `active` (Regel aus: `bands {}`, `active false`); mit `from` und `to` (höchstens 731 Tage, nicht zusammen mit `date`) liefert sie zusammenhängende Segmente mit gleichen Bändern. Recht `varroa:read` oder `varroa:create`; der Behandlungshinweis ist damit bewusst für die Messung sichtbar (keine Standrechte im System). Unbekanntes Volk 404, ungültiger Tag 400. Die Route `/varroa-measurements/threshold` und der alte Schwellen-Dienst entfallen. `GET /colonies/:id/varroa-measurements` trägt je Messung ein `rating`. - Regel: Nur rot (außerhalb des Behandlungseffekts) schlägt `VARROA_RED` vor, jetzt auch für die Prozent-Methoden. `VARROA_TREAT` entsteht nur aus dieser Regel, nicht aus dem Autopilot. - Oberfläche: Die Erfassung zeigt Wert, Wort (Gut, Achtung, Kritisch) und Grenze mit Quelle in einem durchgehenden Statusbereich; das Probenfeld (Chip „500 Bienen (≈ 50 g)“, nie vorbelegt, Zeitraum entfällt bei Probe-Methoden) prüft 1–2000 vor dem Senden und der Warteschlange. Der Trend zeichnet die Bänder als Stufenlinien (eine Bereichsabfrage für bis zu 24 Monate; Messungen liegen am Berliner Kalendertag). Die Bänder-Anfragen (`["varroa","thresholds"]`) werden nach Behandlungsänderungen und dem Speichern der Regel neu geladen. Offline gibt es keine Bänder, nur den Wert. ### 11.5 Saison-Autopilot und „Die nächsten Schritte“ **Abgleich.** `AutopilotService.syncColonyIn(tx, colonyId, today)` (`AutopilotModule`) sperrt die Volkszeile, liest die Eingaben in fester Abfragefolge (`loadAutopilotInputIn`) und die Regeln (`SEASON_AUTOPILOT`, `INSPECTION_INTERVAL`, `VARROA_THRESHOLD` nur `recheckAfterDays`, `PHENOLOGY`). Ein beendetes Volk wird übersprungen (das Aufräumen ist `suggestions.colony-ended`). Ist `SEASON_AUTOPILOT` aus, werden alle offenen Autopilot-Vorschläge `RESOLVED` („Autopilot aus“). Sonst: Offene Autopilot-Vorschläge, deren `dedupeKey` nicht mehr vorkommt, werden `RESOLVED` („Bedingung entfällt“); bei gleichem Schlüssel frischt `refreshIn` Belege, Fälligkeit, Priorität und `reasonCode` auf; ein neuer Kandidat geht über `proposeIn` (verworfen, wenn für das Volk schon etwas derselben Absicht offen ist). Regel- und Kettenvorschläge fasst der Abgleich nicht an. Kandidaten kommen immer in der Reihenfolge A1 bis A10; `rules.A = false` schaltet eine Regel ab, `INSPECTION_INTERVAL.active = false` nur A1. Der Handler `autopilot.colony-sync` und der Job-Schritt `autopilot` rufen ihn auf (Abschnitte 10 und „Jobs“). Wechselt ein Stand seine Saison (`SeasonPhaseChanged`), gleicht `autopilot.apiary-sync` alle seine lebenden Völker ab (`syncApiaryIn`, Sperrreihenfolge Stand, dann alle Völker in einer Anweisung: Annahme 50). Eine Winterprüfung (`WinterCheckRecorded`) gleicht das betroffene Volk sofort ab, sodass A9/A10 ohne Warten auf den Tagesjob verschwinden. **Regeln A1–A10** (`src/autopilot/autopilot-rules.ts`, reine Funktion `evaluateAutopilot`, Annahme 48): | Nr | Absicht | Wann | Anker | Fälligkeit, Priorität | |---|---|---|---|---| | A1 | `INSPECT` | Abschnitt ≠ `WINTERRUHE`, `inspectionDueOn` ≤ heute + 2 (`INSPECTION_DUE`, bzw. `INSPECTION_FIRST_OF_YEAR`) | ID der letzten Durchsicht oder `none` | `inspectionDueOn`; überfällig = `HIGH`, sonst `NORMAL` | | A2 | `VARROA_MEASURE` | `varroaMeasurementDue` ≤ heute (`VARROA_MEASURE_DUE`, im Winterfenster `VARROA_WINTER_MEASURE`) | ID der letzten Messung oder `winter-` | Fälligkeitstag; wird von A3 unterdrückt, solange A3 gilt | | A3 | `VARROA_RECHECK` | Behandlungsende + `recheckAfterDays` ≤ heute, keine Messung nach dem Ende, Ende höchstens 60 Tage her (Annahme 38); `requiredPermission` `varroa:read` | Behandlungs-ID | Tag, ab dem die Bedingung gilt | | A4 | `SUMMER_TREATMENT` (`PLAN`) | Abschnitt `SPAETSOMMER`, keine Behandlung seit Abschnittsbeginn (`SUMMER_TREATMENT_DUE`) | Jahr | heute; `HIGH` | | A5 | `FEED` (`DO`) | `SPAETSOMMER` oder `HERBST`, keine Fütterung seit Beginn von `SPAETSOMMER` (`AUTUMN_FEED_MISSING`); in `HERBST` gilt der Kalendertag von `TRACHTENDE`, höchstens der Beginn von `HERBST` (Annahme 48) | Jahr | heute | | A6 | `FEED` (`DO`) | nicht `WINTERRUHE`; Futter der letzten Durchsicht `WEAK` oder `CRITICAL`, sonst Volkskarte `CRITICAL` (`FEED_LOW`, Beleg `source` `INSPECTION` oder `COLONY_CARD`); keine Fütterung seit der Durchsicht (ohne Durchsicht: seit dem späteren von Anlagetag und heute − 60 Tage) | ID der Durchsicht oder `none` | heute | | A7 | `HONEY_SUPER` (`DO`) | Phase ab `KIRSCHE` bis vor `LINDE` (Reihenfolge `PHENOLOGY_PHASES`), `colonyStrength` einer Durchsicht ab `springSince` des Jahres (sonst ab 1. Januar) ≥ `honeySuperMinFrames` (`HONEY_SUPER_CHECK`) | Jahr | heute | | A8 | `QUEEN_REPLACE` (`PLAN`) | `SCHWARMZEIT` oder `SOMMER`, Königin gealtert (`isQueenAged`, `queenMaxAgeYears`; `QUEEN_OLD`) | `-` | heute | | A9 | `WINTER_CHECK` (`DO`) | `HERBST`, kein `WinterCheck` `AUTUMN` mit `winterYear` = Jahr (`WINTER_CHECK_AUTUMN_MISSING`) | `-AUTUMN` | heute | | A10 | `WINTER_CHECK` (`DO`) | `FRUEHJAHR`, Einwinterung des Vorwinters vorhanden, `SPRING` fehlt (`WINTER_CHECK_SPRING_MISSING`) | `-SPRING` | heute | Als „letzte Behandlung“ zählt das späteste Ende (`endDate ?? date`); eine Messung am Endetag zählt nicht, am Tag danach schon. Ablauf `expiresAt` siehe Annahme 38; alle Regeln sind einzeln über `config.rules` schaltbar. Der Grund von A4 und A5 nennt die Quelle der Phase aus `SeasonState.phaseSource` (gemeldet, geschätzt, Kalender). **Nächste Schritte.** `NextStepsService` liefert `GET /colonies/:id/next-steps` (`ColonyNextSteps`, höchstens `maxStepsPerColony` = 3) und `GET /autopilot/today` (`AutopilotToday`: dringlichster Schritt über alle lebenden Völker mit demselben Vergleich, fällige Durchsichten je Stand, Zahl offener Vorschläge, Abschnitt je Stand); beide `colonies:read`, 404 bei unbekanntem Volk. Die Zahl der Abfragen ist unabhängig von der Zahl der Völker. - Schritte = offene Aufgaben (`OPEN`, `IN_PROGRESS`) plus sichtbare offene Vorschläge, nur mit `tasks:read` (ohne: keine Schritte). Ein offener Vorschlag entfällt, wenn für das Volk eine offene Aufgabe derselben Absicht besteht. - Rang (deterministisch): Dringlichkeit (`IN_PROGRESS`, überfällig oder heute = 0; in ≤ 3 Tagen = 1; ≤ 14 = 2; später = 3; ohne Datum = 4; ohne Datum und `URGENT` = 0), Priorität, feste Absichtsreihenfolge (`INTENT_ORDER`: `VARROA_TREAT`, `QUEEN_CHECK`, `QUEEN_ACCEPTANCE`, `SWARM_CHECK`, `SPLIT_PLAN`, `FEED`, `INSPECT`, `VARROA_RECHECK`, `HEALTH_CHECK`, `SUMMER_TREATMENT`, `VARROA_MEASURE`, `WINTER_CHECK`, `HONEY_SUPER`, `QUEEN_REPLACE`, `FOLLOW_UP`, `CLEANUP`, `STOCK_REORDER`; eine Aufgabe ohne Vorschlag zählt wie `FOLLOW_UP`), Fälligkeit, `createdAt`, `id`. Dringlichkeitsstufen im Schritt: `OVERDUE`, `TODAY` (auch eine laufende Aufgabe), `SOON`, `LATER`, `NONE`. Zeitstempel zählen als Berliner Tage. - **Zusammenlegen** (Tabelle nach Absicht, nicht nach Formular): Die Durchsicht-Familie (`INSPECT`, `SWARM_CHECK`, `QUEEN_CHECK`, `QUEEN_ACCEPTANCE`) und die Varroa-Familie (`VARROA_MEASURE`, `VARROA_RECHECK`) werden je Volk zu einem Schritt, wenn mindestens ein Mitglied `DO` ist. Alle anderen Absichten (z. B. `HONEY_SUPER`, `FEED`, `VARROA_TREAT`, `WINTER_CHECK`) bleiben eigene Schritte, auch wenn sie dasselbe Formular öffnen; Aufgaben legen nie zusammen. Der Schritt sitzt beim bestplatzierten Mitglied, trägt die früheste Fälligkeit, zeigt höchstens zwei Gründe (das spezifische Mitglied zuerst), Titel „ mit “ (z. B. „Durchsicht mit Schwarmkontrolle“) und `suggestionIds` aller Mitglieder; `dismissible` ist wahr, wenn ein Mitglied ein Vorschlag ist (Verwerfen sendet alle IDs). - Aktion: `CAPTURE` (Formular-Link; auch Ersatz, wenn `tasks:create` fehlt und die Absicht ein Formular hat), `ACCEPT` (nur mit `tasks:create`), `CLEANUP`, `OPEN_TASK` (`/tasks`). Ohne mögliche Aktion entfällt der Schritt. `withdrawalUntil` (nur mit `treatments:read`) und `inspectionDueOn` (nur mit `inspections:read`, `null` bei abgeschalteter Regel oder in der Winterruhe) sind Hinweise, keine Schritte. Das Erfassen einer Durchsicht erledigt Ketten-Vorschläge (`chains.queen-cells`) und führt Regel-Vorschläge nach (Annahme 12). - `GET /apiaries/:id/colony-overview` trägt je Volk zusätzlich `occupiedFrames`, `inspectionDueOn`, `segment` (oder `null`) und `nextStepTitle`; der Offline-Pack enthält `nextSteps` je Volk. **Oberfläche.** Volksseite: „Als Nächstes“ (bis 3 Schritte mit Gründen, Fälligkeitschip, Aktion, Verwerfen; „Wartezeit bis TT.MM.“ als Hinweis; Fehlerzustand mit Wiederholen). Startseite „Heute“: der dringlichste Schritt, Karten „Durchsicht fällig – “ mit Saison-Chip und „Runde starten“, Chips „Vorschläge “ (nur mit `tasks:read`) und „: “; bei Fehler, offline oder ohne Recht greift die bisherige Aufgabenlogik. Stand-Seite: je Volk „Durchsicht fällig in 2 Tagen“ und „Als Nächstes: …“. Offline zeigt die Volksseite die Schritte aus dem Paket nur lesend (ohne Übernehmen, Verwerfen, Aufräumen). Aufräumen öffnet das Sheet aus Abschnitt 11.7; Übernehmen aus Schritten zeigt „Aufgabe angelegt“. ### 11.6 Biotechnik-Ketten Drei Ketten schlagen die nächsten Prüfschritte vor (Handler `chains.*`, Tabelle in Abschnitt 10; Vorschlagsquelle `CHAIN`, Art `PLAN`, Priorität `NORMAL`, Meldung nur bei `notify` der Regel). Titel der Schritte (`PLAN_STEP_TITLES`): „Nachschaffungszellen prüfen“, „Begattung prüfen“, „Stifte prüfen“, „Annahme der Königin prüfen“. Gründe: `QUEEN_CELLS_SWARM_CHECK`, `QUEEN_ASSIGNED_ACCEPTANCE`, `SPLIT_SCHEDULE_RAISE_OWN` („Ableger-Plan übernehmen“), `SPLIT_SCHEDULE_QUEEN_CELL` („Stifte prüfen“), `SPLIT_SCHEDULE_QUEEN`. - Das Teilen eines Volkes (`ColoniesService.split`) nimmt `date` (`JJJJ-MM-TT`, nicht in der Zukunft: 400 „Das Datum liegt in der Zukunft.“; Standard heute) und `queenSource` (`RAISE_OWN`, `QUEEN_CELL`, `QUEEN`). Die Herkunft der Königin ist eine Beobachtung und wird nie vorbelegt; ohne sie entsteht keine Kette („Weiß ich noch nicht“). Die Oberfläche fragt Datum und Herkunft im Teilen-Dialog und nennt die Folge („Es entsteht ein Plan: Zellen prüfen, Begattung, Stifte.“). - Ein Ableger mit `queenSource = QUEEN` und eine spätere Zuordnung (`QueenAssigned`) haben dieselbe Absicht `QUEEN_ACCEPTANCE`: Wer zuerst behandelt wird, gewinnt, der zweite schlägt nichts vor. - `chains.queen-cells` räumt bei jeder Durchsicht eines lebenden Volkes erledigte Ketten-Vorschläge ab, auch wenn die Regel abgeschaltet ist (er schließt nur); eine rückdatierte Durchsicht löst nichts auf (ein offener `SWARM_CHECK` löst sich nur, wenn seine Basis-Durchsicht älter ist als die aktuelle). - Der Plan der Kette `SPLIT_SCHEDULE` kommt aus den Schritten der Variante; das früheste Datum ist `splitOn` + kleinster Versatz. ### 11.7 Volk beendet und Aufräumen Jeder Weg, auf dem ein Volk endet (Auflösen, Vereinigen, Bearbeiten auf `SOLD`/`DECEASED`, Auswinterungsverlust mit `markColonyDeceased`), beendet in derselben Transaktion die Königin-Zuordnung über `releaseQueenIn` (`src/colonies/colony-lifecycle.ts`): Die offene `QueenColonyHistory` bekommt `endDate`, `Colony.currentQueenId` wird `null`, der Status der Königin ändert sich nicht. Das Enddatum ist der Berliner Tag der Änderung (bei der Auswinterung das Datum der Prüfung). Beim Bearbeiten greift das nur beim Übergang von lebend nach beendet. Ein Wächter (`colony-end-releases-queen.spec.ts`, TypeScript-Compiler-API) fordert, dass jede Stelle, die einen beendeten Status schreibt, vorher `releaseQueenIn(` aufruft. `ColonyEnded` trägt `{ status, endedOn, releasedQueenId, via }` (`via`: `DISSOLVE`, `MERGE`, `EDIT`, `WINTER_CHECK`); ältere Ereignisse ohne diese Felder fallen auf den Berliner Tag des Ereignisses und `EDIT` zurück. Der Handler `suggestions.colony-ended` setzt offene Vorschläge des Volkes auf `OBSOLETE` und legt den Aufräum-Vorschlag an (Regel `COLONY_ENDED_CLEANUP`; Quelle `CHAIN`, Absicht `CLEANUP`, Art `DO`, Priorität `NORMAL`, `colonies:read`). Anker `ended--`, Beleg `{ colonyId, status, endedOn, via, openTaskIds, queenId }`; die Königin zählt nur, solange sie `ACTIVE` ist. Wird ein Volk reaktiviert (`reactivate`), werden seine offenen Aufräum-Vorschläge `OBSOLETE`; endet es am selben Tag erneut, entsteht ein neuer. `POST /suggestions/:id/apply-cleanup` (`CleanupController`/`CleanupModule`, nur API, weil `QueensService` den Webhook-Dienst braucht und `JobsModule` ihn nicht hat) prüft zuerst die Rechte (Aufgaben „Erledigt“ brauchen `tasks:complete`, die Königin `queens:update`) und läuft dann in einer Transaktion: Vorschlag sperren und lesen (404 unbekannt oder unsichtbar, 409 nicht offen oder Volk wieder aktiv „Das Volk ist wieder aktiv.“, 400 falsche Absicht), IDs prüfen (nur Aufgaben und Königin aus dem Beleg, sonst 400 „Nur Aufgaben und Königin aus dem Vorschlag.“), Aufgaben gesperrt je `CANCEL` (`TasksService.cancelIn`), `DONE` (`completeIn`, wie eine normale Erledigung) oder `KEEP` (eine nicht mehr offene Aufgabe zählt als behalten; fremde `relatedType` ebenso), Königinnenstatus über `QueensService.updateStatusIn` (409, solange ein Volk sie noch hält und der neue Status sie aus dem Betrieb nimmt), dann `resolveIn(…, 'Aufgeräumt')`. Kalender und Webhooks folgen aus den Aufgaben-Ereignissen. Oberfläche: Das Aufräum-Sheet (von Vorschlagsliste, Schritten und „Heute“) listet die offenen Aufgaben (Standard „Abbrechen“, umschaltbar auf „Erledigt“ oder „Behalten“) und den Königinnenstatus („verstorben“ bei `DECEASED`, „verkauft“ bei `SOLD`, sonst unverändert); ein Knopf „Aufräumen“. Ohne `tasks:complete` ist „Erledigt“ gesperrt, ohne `queens:update` entfällt die Königin, jeweils mit Hinweis. Offline gibt es das Aufräumen nicht. ### 11.8 Wartezeit-Kette Ein einziger Fenster-Helfer (`src/treatments/withdrawal-window.ts`, Annahme 10) bestimmt die Wartezeit. Die Prüfung läuft bei Ernte, Abfüllung und nachträglich erfasster oder geänderter Behandlung sowie seit T4b bei der Schleuderung (Handler `withdrawal.extraction-check`, Abschnitt 11.12). - **Warnungen.** `POST/PATCH /harvests` und `/bottling-batches` antworten mit `warnings` (Format `PlausibilityWarning`: Code `WITHDRAWAL_ACTIVE`, Stufe `WARNUNG`; Stufen `HINWEIS`, `WARNUNG`, `BESTAETIGEN`) und nie mit 4xx wegen der Wartezeit. Text: „B3: Wartezeit nach Oxuvar endet am 20.08.2026.“. Überdecken mehrere Fenster den Erntetag, nennt die Warnung das längste. Die Prüfung läuft in der Transaktion nach dem Schreiben. - **Meldung.** Pro Ernte und Volk höchstens eine Meldung (WARNUNG, Kategorie `WITHDRAWAL`, an Inhaber von `harvests:read` und `treatments:read`, Link `/harvests/`, Schlüssel `withdrawal-conflict::`), auch wenn Schleuderung, Abfüllung oder Behandlung erneut warnen; die erste Meldung gewinnt. Wurde die Ernte schon abgefüllt, hängt sie „Bereits abgefüllt: Los L-1, L-2.“ an (Rückruf-Relevanz). Korrekturen, die aus dem Fenster herausführen, nehmen eine frühere Meldung nicht zurück. - **Ende.** `WithdrawalEnded` (Job `time-events`) löst `notifications.withdrawal-ended` aus: INFO „ ist wieder erntefähig“ (Kategorie `WITHDRAWAL`, `harvests:create` + `treatments:read`, Link `/colonies/`, Schlüssel `withdrawal-ended::`). Der Handler schweigt, wenn `WITHDRAWAL_ENDED.notify` aus ist, das Volk nicht lebt, die Behandlung fehlt, ihr Ende nicht mehr `endedOn` ist (veraltetes Ereignis) oder ein weiteres Fenster des Volkes an diesem Tag läuft. - **Kalender.** Die Ansicht bekommt den Typ `WITHDRAWAL` als Spanne (`date` = erster Tag, `endDate` = letzter Tag einschließlich, id `withdrawal:`), und zwar wie die Behandlungstermine nur mit `treatments:read`; eine ungültige `from`/`to`-Angabe antwortet 400. Der M365-Kalender bekommt einen ganztägigen Mehrtagestermin „Wartezeit · “ (`date` = erster Tag, `endDate` exklusiv = erster erntefähiger Tag); ohne Wartezeittage oder bei einem Fenster von null Tagen (`withdrawalSpanOf`) entfällt der Termin (Eintrag `SKIPPED`, ein vorhandenes Graph-Event wird gelöscht). Abschaltbar über `syncWithdrawal` (Standard an). - **Oberfläche.** Die Formulare zeigen Warnungen nach dem Speichern als Toast „Ernte gespeichert · n Warnung(en)“ bzw. „Abfüllung angelegt · n Warnung(en)“ mit einer Zeile je Warnung; Warnungen bleiben stehen, bis sie bestätigt werden („Verstanden“), Hinweise laufen aus. Offline gespeicherte Ernten haben keine Warnungen; die Abfüllung arbeitet nur online. Die Bestätigungsliste (`WarningList`) ist für die Wassergehalt-Bestätigung vorbereitet. Der Kalender zeigt „Wartezeit“ an jedem Tag der Spanne. ### 11.9 Meldungen je Nutzer, Erinnerungen und Morgenübersicht **Meldungen.** Annahme 39. `GET /notifications` (eigene, nach aktuellen Rechten gefiltert, höchstens 100), `POST /notifications/read-all` (vor `:id/read` deklariert), `POST /notifications/:id/read` (404 für fremde, unbekannte oder verborgene). Kategorien (`NotificationCategory`) u. a. `SUGGESTION`, `SYSTEM`, `WITHDRAWAL`, `TASK_DUE`, `DIGEST`; die Glocke zeigt das Kategoriewort, „Alle gelesen“ und öffnet interne `link`-Pfade (nur mit führendem `/`, nie `//` oder `/\`). Einstellungen je Nutzer in `NotificationPreference`: `GET/PATCH /profile/notification-settings` (`@AnyAuthenticatedUser`, API-Schlüssel erhalten 403): `taskDueEnabled`, `digestEnabled`, `digestTime` (05:00–12:00 einschließlich), Ruhezeit nur als Paar (beide leer oder beide gesetzt); `telegramEnabled` schreibt dieser Endpunkt nie (nur der Telegram-Sender setzt es auf aus, Abschnitt 11.13). Profil > Benachrichtigungen bietet „Erinnerung je Aufgabe“, „Morgenübersicht“ (Uhrzeit, Standard 06:30) und „Ruhezeit von/bis“; gesendet wird nur Geändertes. **Erinnerung je Aufgabe.** Handler `notifications.task-due` (`RemindersModule`, von `AppModule`, `WorkerModule` und `JobsModule` importiert) schreibt zu `TaskDue` je Empfänger eine Meldung (HINWEIS, `TASK_DUE`, Link `/tasks`, Schlüssel `task-due:::`): „Heute fällig: “, bei einem Nachhol-Ereignis „Fällig seit TT.MM.: “. Empfänger ist der Zuständige, sonst alle aktiven Nutzer mit `tasks:complete`; immer nur mit `tasks:read` und eingeschaltetem `taskDueEnabled` (fehlende Einstellung = an). Nur offene Aufgaben (`OPEN`, `IN_PROGRESS`); eine inzwischen verschobene oder fällig-lose Aufgabe wird übersprungen. **Morgenübersicht.** Der Schritt `digest` (`DigestService.runFor`) schreibt je aktivem Nutzer mit aktiver Rolle und `digestEnabled` höchstens eine Meldung je Tag (INFO, `DIGEST`, Link `/dashboard`, Schlüssel `digest::`). Zeilen nur mit dem jeweiligen Recht: Aufgaben „n Aufgabe(n) fällig, k davon überfällig.“ (`tasks:read`), „Durchsicht fällig: n Völker am Stand …“ (`colonies:read` und `inspections:read`), „n Vorschläge warten.“ (`tasks:read`, gezählt werden die zum Schreibzeitpunkt sichtbaren), „Stand …: Schwarmzeit beginnt. Durchsicht alle n Tage.“ (`apiaries:read`, Saison-Zeile, siehe unten). Ohne Zeile keine Übersicht. `requiredPermissions` der Übersicht enthalten nur die Grundrechte der Zeilen. Der Inhalt hat den Stand 04:30; später angelegte Aufgaben kommen erst am nächsten Tag hinein, die Erinnerung je Aufgabe kommt trotzdem. Scheitert ein Nutzer, schreibt der Schritt die übrigen und der Lauf wird `FAILED`. **Saison-Zeile.** Saisonwechsel kommen nur hier vor, nie als Einzelmeldung (bewusste Abweichung von der Spec, Annahme 47). Die Zeile entsteht aus den `SeasonPhaseChanged`-Ereignissen mit `occurredAt` im Fenster `[von, bis)`: `bis` ist der Beginn des Schritts, `von` das `digestWindowEnd` des jüngsten abgeschlossenen `daily-evaluation`-Laufs (`SUCCEEDED` oder `FAILED`, unter den letzten 10), der eines gemerkt hat, sonst `bis` − 24 Stunden. Der nächste Lauf beginnt damit, wo der vorige aufhörte; jeder Wechsel steht genau einmal da, auch einer, den eine Meldung tagsüber nach 04:30 ausgelöst hat. Ein Lauf, der keine Übersicht schrieb (Wiederholung am selben Tag, kein Inhalt), merkt kein Fensterende, sodass das nächste Fenster weiter zurückreicht. Je Stand werden die Ereignisse zusammengezogen (erster vorheriger bis letzter Abschnitt); reine Phasenwechsel, der erste Zustand eines Jahres (kein vorheriger Abschnitt) und Wechsel ohne Nettoänderung ergeben keine Zeile, ebenso Stände ohne lebende Völker. Ein Wechsel vorwärts lautet „Stand {Name}: {Abschnitt} beginnt. Durchsicht alle {n} Tage.“, ein Rückschritt (zurückgezogene Meldung; `HERBST` → `WINTERRUHE` zählt als vorwärts) neutral „Stand {Name}: wieder {Abschnitt}.“. Bekannte Ränder: Ein manueller Wiederholungslauf am selben Tag schreibt nichts, ein Ereignis, das nach `bis` committet, aber davor gestempelt ist (eine über 04:30 offene Transaktion), kann fehlen; beides ist selten und hingenommen. **Job-Ausfall.** Ein gescheiterter Lauf benachrichtigt die Inhaber des Job-Rechts (Abschnitt 10, Jobs) einmal je Job und Berliner Tag (Kategorie `SYSTEM`). ### 11.10 Futter, besetzte Waben und Übernahme Durchsicht → Volkskarte **Futter und Waben.** Die Annahmen 33 und 34 beschreiben Vokabular und Wertebereich. `CreateInspectionDto.feedStatus` wandelt vor `@IsEnum` über `feedConditionFromInput` (`src/common/feed-vocabulary.ts`; Enum-Namen in jeder Schreibweise, drei alte Wörter, leerer oder blanker Text → `null`); `UpdateInspectionDto` erbt das. Die Stockkarte (PDF) druckt `FEED_CONDITION_LABELS_DE`. In der Oberfläche bietet die Durchsicht „Ausreichend“, „Niedrig“, „Kritisch“ und „Nicht geprüft“ (ein gespeichertes „Mittel“ oder „Reichlich“ bleibt wählbar), Volkskarte und Bearbeiten-Dialog das volle Vokabular; alte Wörter in Entwürfen, Paketen und Warteschlangen mappt `feedConditionFromInput`, ein nicht abbildbarer alter Text bleibt als Hinweis stehen und überschreibt den Wert beim Bearbeiten nicht. „Besetzte Waben“ (0–40) steht auf Volk (anlegen, bearbeiten, leeren mit `null`), Volkskarte, CSV-Export (letzte Spalte), CSV-Import und im Offline-Pack; die Volksseite zeigt „n besetzte Waben“, sonst „Volksstärke (alt): 7 von 10“. Das Feld „Volksstärke“ ist auf 40 begrenzt (Hinweis „Höchstens 40“); eine Warteschlangenmeldung 400 zeigt „Besetzte Waben: höchstens 40 – bitte im Eintrag korrigieren.“. Die Migration `20261014100200_t4_feed_vocabulary` wird mit dem Test `test/utils/migration-harness.ts` geprüft, der in einem Scratch-Schema `mig_` bis zu einer Migration migriert. **Übernahme.** `POST /inspections` nimmt `applyToColony` (höchstens 3 verschiedene Werte aus `occupiedFrames`, `broodStatus`, `feedStatus`). Durchsicht und Übernahme laufen in einer Transaktion: Der Server sperrt zuerst das Volk, speichert die Durchsicht, prüft dann, ob es eine neuere gibt (Datum, `createdAt`, `id`), und plant die Übernahme (`planColonyTakeover`) allein aus der gespeicherten Zeile, nie aus der Anfrage; `ColoniesService.updateIn(tx, …)` schreibt (inklusive Historie, Ereignissen und Audit-Eintrag mit Vorher/Nachher). Die Antwort trägt `colonyTakeover { applied, skipped[{ field, reason }] }` (leer, wenn nichts verlangt wurde). Gründe in der Prüfreihenfolge: `NO_PERMISSION` (braucht `colonies:update`, die Anfrage antwortet trotzdem 201), `COLONY_ENDED` (die Durchsicht bleibt gespeichert), `NEWER_INSPECTION` (blockiert jedes Feld), dann je Feld `NO_VALUE`, `OUT_OF_RANGE`. Eine Korrektur (PATCH) übernimmt nie etwas (`applyToColony` dort: 400). **Oberfläche.** Der Block „Volkskarte“ steht über „Durchsicht speichern“, nur mit `colonies:update` und nur, wenn Felder gefüllt sind: je Feld ein Kontrollkästchen mit „Futter: Ausreichend → Niedrig“, „Besetzte Waben: 6 → 9“, „Brut: Mittel → Gut“. Angehakt wird nur, was in dieser Durchsicht selbst eingegeben wurde (ein Wert aus „Letztes Mal“ hakt nie von allein an; Tippen auf das Feld hakt an, Leeren nimmt zurück, ein manuelles Abhaken bleibt). Gesendet wird `applyToColony` nur mit Recht und nur für gefüllte Felder. Online meldet ein Toast die Gründe („Volkskarte nicht übernommen: Es gibt eine neuere Durchsicht.“, „…: Das Volk ist beendet.“); gelungene Felder laden die Volks-Abfragen neu. Offline reiht die Warteschlange `applyToColony` mit ein und der Server entscheidet beim Sync still (NEWER_INSPECTION, COLONY_ENDED, NO_PERMISSION); „bisher“-Werte kommen aus der zwischengespeicherten Volksliste, ohne sie steht „bisher unbekannt“. ### 11.11 Pflanzenentwicklung und Wetter Stand: Schema, Wetterquelle, Berechnung, Job-Schritt und die Meldungs-API (Melden, Bearbeiten, Zurückziehen mit Neuberechnung) sind fertig. **Tabellen** (Migration `20261015100000_t4_phenology`, Annahme 43). `PhenologyReport` hält eine gemeldete Phase (Stand oder alle Stände, Datum, Rücknahme per `revokedAt`; Index `(apiaryId, phase, date)`). `ApiaryPhenology (apiaryId, year)` ist der abgeleitete Saisonzustand. `ApiaryWeatherDay` ist der Wetter-Cache (Tagesmittel, `source` `forecast` oder `archive`, `fetchedAt`). Rechte `phenology:read`, `phenology:create`, `phenology:update` (Gruppe „Pflanzenentwicklung“). Backup: Abschnitt 8. **Wetterquelle.** Open-Meteo, Annahme 42. Die Schnittstelle `WeatherHistorySource` (`src/weather/history/`) kapselt den Adapter `OpenMeteoHistorySource`. Das Tagesmittel ist `temperature_2m_mean` mit `timezone=Europe/Berlin`, also der Mittelwert der Stundenwerte des Berliner Kalendertags, auch an den Tagen der Zeitumstellung mit 23 und 25 Stunden. Die letzten 90 Tage kommen vom Forecast-Endpunkt (`past_days=92`, `forecast_days=1`), ältere Lücken vom Archiv (`start_date`, `end_date`). Das Fenster bestimmt der Dienst, nicht der Adapter. Werte außerhalb −50…50 °C und Nicht-Zahlen werden `null`. Jeder Fehler ist ein `WeatherSourceError` mit festem Text; er enthält weder URL noch Schlüssel noch Ursache. Konfiguration: Abschnitt 9. Jede Anfrage trägt `User-Agent: ApiCore/ (+)`, auch die Wetter-Anzeige der API (`WeatherService`, die dieselbe Konfiguration und Rundung nutzt). **Schleife `phenology-weather`** (Abschnitt 10; `WeatherHistoryService.syncOnce`): - Takt stündlich, erster Durchlauf 10 s nach dem Start des Workers. - Aktive Stände mit Koordinaten, gruppiert nach dem auf 0,01° gerundeten Punkt: Stände am selben Punkt teilen eine Anfrage. - Fehlend heißt: keine Zeile vom 1. Januar bis gestern (Berliner Tag), oder `meanTempC` ist in den letzten 90 Tagen `null` (ältere `null`-Werte werden nicht erneut geholt). Ein Stand, der nach dem 1. Januar angelegt wird, bekommt die Tage ab 1. Januar unabhängig vom Anlagedatum. Frühere Jahre für die Kalibrierung werden nicht nachgeholt; die Aufbewahrung beträgt 4 Jahre. - Beide Bereiche eines Punkts werden zuerst geholt, dann in Blöcken von höchstens 200 Upserts je Transaktion geschrieben (`WEATHER_WRITE_CHUNK_SIZE`). Ein Fehler schreibt für den Punkt nichts, wird ohne URL geloggt und im nächsten Takt wiederholt. - Abstand 300 ms zwischen den Punkten. Bei HTTP 429 endet der Durchlauf, und bis Retry-After (Sekunden oder HTTP-Datum, höchstens 24 h) wird auch über Takte hinweg nichts angefragt. Ein 503 mit Retry-After wirkt ebenso, ein 503 ohne ist ein gewöhnlicher Fehler. Drei fehlgeschlagene Punkte hintereinander beenden den Durchlauf (`endedEarly`); ein Erfolg setzt die Zählung zurück. - Korrektur: Eine `forecast`-Zeile, die älter als das 90-Tage-Fenster ist, gilt als fehlend und wird durch den Archivwert ersetzt, höchstens einmal in 7 Tagen (`FORECAST_RECHECK_MS`, nach `fetchedAt`). Hat das Archiv keinen Wert, bleibt der gespeicherte stehen und nur `fetchedAt` wird aktualisiert; ein `null` aus dem Archiv überschreibt nie einen gespeicherten Wert. - Je Durchlauf ein Log mit `points`, `daysWritten`, `failedPoints`, `endedEarly`. - Der Job `cleanup` löscht `ApiaryWeatherDay` vor dem 1. Januar von (Berliner Jahr − 4); Ergebniszähler `weatherDays`. **Berechnung.** Annahme 36 beschreibt Phase, GTS, Kalibrierung und Rückfall. Der Job-Schritt `phenology` (Abschnitt 10) und künftig jede Meldung oder Rücknahme rufen `PhenologyStateService.recomputeIn`. Die Funktion sperrt zuerst die Zeile `Apiary` und liest dann die gespeicherte Zeile, lädt die Meldungen der letzten 3 Jahre (Filter in SQL: eigener Stand oder alle Stände, nicht zurückgezogen) und das Wetter des Jahres sowie früherer Jahre mit Kalibrierungsmeldung, kalibriert die Schwellen und schreibt `ApiaryPhenology` per Upsert. Die Kalibrierung eines Vorjahres nimmt die GTS bis zum Vortag des ersten Meldetags, also das, was der Morgen jenes Tages gezeigt hätte. `recomputeAll` liest Regel und Meldungen einmal vorab und rechnet dann je aktivem Stand in einer eigenen Transaktion; ein gescheiterter Stand wird gezählt und geloggt, der Lauf geht weiter. Eine nach dem Vorab-Lesen zurückgezogene Meldung sieht nur die Neuberechnung dieser Meldung selbst. `ApiaryPhenology` speichert keine Notiz, kein `reportedOn` und kein `springSince`; `seasonStateFromRow` (`src/phenology/phenology-row.ts`) leitet sie ab (Notiz aus den Koordinaten, `reportedOn` leer). Die gespeicherte GTS ist nur gesetzt, wenn sie nutzbar war. Beim ersten Zustand eines Jahres wird gegen den Kalenderzustand verglichen, damit ein Rollout mitten in der Saison kein falsches `SeasonPhaseChanged` erzeugt. Der Handler bei `PhenologyCorrected` ruft `recomputeIn` mit `allowBackward: true` auf. **Meldungen** (`PhenologyModule`, Annahme 47). Routen: `GET /phenology/state` (`apiaries:read`; je aktivem Stand Zustand ohne Koordinaten, `reportedOn` nur bei Quelle `REPORT` der früheste Meldetag der geltenden Phase), `GET /phenology/reports?year=` (`phenology:read`, Standard laufendes Jahr, auch zurückgezogene mit `revokedAt`, Stand- und Nutzername), `POST /phenology/reports` (`phenology:create`, `@Idempotent()`; Phase, Datum `JJJJ-MM-TT`, `apiaryId` oder `null` für alle, Notiz höchstens 500 Zeichen), `PATCH /phenology/reports/:id` (`phenology:update`; `null` auf Phase oder Datum: 400, auf Stand oder Notiz: leert), `POST /phenology/reports/:id/revoke` (`phenology:update`, `@Idempotent()`, schon zurückgezogen: 409). Datum in der Zukunft: 400 „Das Datum liegt in der Zukunft.“, ungültiger Tag: 400 „Das Datum ist ungültig.“, unbekannter Stand: 404 „Stand nicht gefunden.“, Bearbeiten einer zurückgezogenen Meldung: 409 „Die Meldung wurde schon zurückgezogen.“. Jede Änderung ist eine Transaktion aus Sperre auf die Meldung (`lockRowForUpdate`, danach „vorher“ neu lesen), Schreiben, Audit-Eintrag mit Vorher-Wert und Ereignis; Handler `phenology.recompute` und `phenology.recompute-apiary` (Abschnitt 10) berechnen danach die Stände neu. Saisonwechsel erscheinen in der Morgenübersicht (Abschnitt 11.9). ### 11.12 Honig-Kette und Bewegungsbuch Stand: Ereignisse, Vorbelegung, Warnungen, Wartezeit bei der Schleuderung, der Webhook und die Laufzeit-Buchungen des Bewegungsbuchs sind fertig. Offen ist die Bestätigung beim Wassergehalt der Abfüllung (409, `acknowledgedWarnings`). **Ereignisse.** `ExtractionRecorded`/`ExtractionCorrected` und `HoneyBatchRecorded`/`HoneyBatchCorrected` entstehen in der Schreib-Transaktion mit dem Audit-Eintrag (Abschnitt 10). Der Webhook `batch.created` kommt über `webhooks.forward` aus `HoneyBatchRecorded`; `HoneyBatchCorrected` sendet nichts, wie vorher beim Ändern. **Sperren.** `ExtractionsService.update` und `HoneyBatchesService.update` sperren die Zeile zuerst und lesen „vorher“ danach. Reihenfolge Schleuderung vor Honigcharge: `create` einer Charge sperrt die Schleuderung vor dem Schreiben (`lockRowForUpdate`). `update` liest die Schleuderungs-ID vorab, sperrt die Schleuderungen (bisherige und neue, `lockRowsForUpdate`), dann die Charge und liest sie neu; ist die Charge inzwischen zu einer anderen Schleuderung gewandert, antwortet die Anfrage 409. Die Mengenprüfung der Chargen einer Schleuderung läuft so unter der Schleuderungs-Sperre. **Vorbelegung** (nur Vorschläge, Annahme 45; die Antwort-Klassen tragen in Swagger die Beschreibung „Vorschlag, keine Messung – nie stillschweigend übernehmen“): - `GET /extractions/prefill?harvestIds=a,b` (Recht `extractions:create`, 1–50 verschiedene IDs, Komma-Liste oder wiederholter Parameter; vor `:id` deklariert): `amountKg` = Summe der Nettogewichte, nur wenn alle bekannt sind; `honeyType` nur, wenn alle Ernten dieselbe nicht leere Sorte haben; `sources` mit Berliner Tag; Hinweis `HARVEST_NET_MISSING`; Warnung `WITHDRAWAL_ACTIVE`. Unbekannte IDs: 400 mit derselben Meldung wie beim Anlegen. - `GET /honey-batches/prefill?extractionId=` (Recht `honey-batches:create`, vor `:id`): `remainingKg` = Menge der Schleuderung minus Summe der vorhandenen Chargen (nie unter 0, `null` ohne Menge der Schleuderung), `honeyType` der Ernten, `waterContent` der Schleuderung, Warnungen. Unbekannte Schleuderung: 404. - Beide Routen hängen an den Anlege-Rechten, weil sie dieselben Daten liefern wie der Anlege-Ablauf. **Plausibilitätswarnungen** (`src/honey-batches/honey-plausibility.ts`; Antwort `warnings` bei `POST` und `PATCH`, nie 4xx; Toleranz 0,5 g; Zahlen deutsch formatiert): - `EXTRACTION_EXCEEDS_HARVEST` (WARNUNG): Menge der Schleuderung größer als die Summe der Nettogewichte; nur wenn alle Nettogewichte bekannt sind. - `HARVEST_NET_MISSING` (HINWEIS): mindestens eine Ernte ohne Nettogewicht, ein Vergleich ist nicht möglich. - `BATCHES_EXCEED_EXTRACTION` (WARNUNG): Summe der Anfangsmengen der Chargen größer als die Menge der Schleuderung. Eine Charge ohne `initialAmount` zählt nicht (auch nicht für den Rest der Vorbelegung); der frühere Rückfall auf `amount` ist entfernt. - `WITHDRAWAL_ACTIVE` bei der Schleuderung: Der Handler `withdrawal.extraction-check` und die Antwort prüfen über `WithdrawalCheckService.conflictsForExtraction`. Die Warnung sieht jeder, der eine Schleuderung erfasst, auch ohne `treatments:read`. Die Meldung nutzt denselben Schlüssel wie Ernte und Abfüllung (Abschnitt 11.8), ein Konflikt wird also nur einmal gemeldet. **Bewegungsbuch.** Annahme 44. Schema und Rückrechnung: Migration `20261015100100_t4_honey_ledger`, `BatchMovement.honeyBatchId` (Fremdschlüssel `Restrict`, Index) und `sourceBottlingBatchId` (Fremdschlüssel `SetNull`, Index). Die Invariante `amount = initialAmount + Summe(quantity) / 1000` prüfen die Migration und der Import alter Bundles (Abschnitt 8) mit einer SQL-Abfrage (`INVARIANT_SQL` im Test-Helfer `test/utils/honey-ledger.ts`). Haltbarkeit: `Product.shelfLifeMonths` (Ganzzahl, optional; Migration `20261015100200_t4_product_shelf_life`). Laufzeit-Buchungen: Annahme 44. **API des Buchs.** `GET /honey-batches/:id/movements` (`honey-batches:read`; 404 für eine unbekannte Charge) antwortet `{ items, hasMore }` mit höchstens 200 Buchungen, neueste zuerst (`id`, `type`, `quantityGrams`, `reason`, `notes`, `sourceBottlingBatchId`, `createdAt`, `userId`). `POST /honey-batches/:id/movements` (`honey-batches:update`, `@Idempotent()`) nimmt `{ type: 'WITHDRAWAL' | 'CORRECTION', deltaKg, reason?, notes? }` (`deltaKg` endlich, ungleich 0, Betrag höchstens 100 000; Notiz höchstens 500 Zeichen) und antwortet mit der Buchung. Eine `WITHDRAWAL` braucht einen Grund („Bitte einen Grund angeben.“) und eine negative Menge („Eine Entnahme braucht eine negative Menge.“); bei einer `CORRECTION` ist ein Grund erlaubt und wird gespeichert. Eine Charge ohne erfasste Menge ergibt 400 „Die Menge dieser Honigcharge ist nicht erfasst. Bitte zuerst die Menge eintragen.“; ein widersprüchlicher Bestand (`initialAmount` gesetzt, `amount` leer) 409. Die Buchung schreibt Audit `HoneyBatch UPDATE` und `HoneyBatchCorrected`. Die Oberfläche zeigt die Startmenge getrennt von der Liste der Buchungen und liest `.items`. **Antwort-Form.** Antworten von `POST/PATCH /extractions` und `/honey-batches` tragen `warnings`. Eine Bestätigung (`acknowledgedWarnings`, 409) gibt es hier nicht; sie gehört zur Abfüllung. ### 11.13 Telegram Stand: Schema, Client, Prüfung beim Start, Planung und Senden sind fertig (`TelegramModule` importieren `WorkerRuntimeModule` und `WorkerModule`). Das Verknüpfen eines Chats und das Abfragen von Nachrichten (Task 36) fehlen noch: Es gibt noch keinen Weg, eine `TelegramLink` anzulegen. `NotificationPreference.telegramEnabled` setzt bisher nur der Sender, beim Lösen der Verbindung auf aus (Abschnitt 11.9). **Tabellen** (Migration `20261015110000_t4_telegram`). Enums `NotificationChannel` und `NotificationDeliveryStatus`. `TelegramLink` (Chat-Bindung eines Nutzers; eindeutig je Chat), `TelegramLinkToken` (Einmal-Token zum Verknüpfen), `NotificationDelivery` (Zustell-Warteschlange), `TelegramPollState` (genau eine Zeile `singleton`, per CHECK `id = 'singleton'`). Alle Fremdschlüssel auf `User` laufen mit `ON DELETE CASCADE`, ebenso `Notification.deliveries`. Keine dieser Tabellen ist Teil des Backups (Abschnitt 8). **`NotificationDelivery`.** Eindeutig je `(notificationId, channel)`, Index auf `notificationId`. Der CHECK `NotificationDelivery_target_check` verlangt entweder Meldung und Nutzer oder Vorlage und Chat. Zustellungen mit Vorlage haben `chatId` und kein `userId`; sie entfernt die Nutzer-Kaskade nicht. Ihre Aufräumregeln nach Alter stehen im Job `cleanup` (Abschnitt 10). **Dritte Outbox.** `NotificationDelivery` nutzt `src/common/outbox/outbox-claims.ts` wie Ereignisse, Webhooks und Kalender: `claimBatch`, `settleSuccess`, `settleFailure`, `releaseStaleClaims`. Neu sind `deferClaim` (zurück auf `PENDING` nach einer Wartezeit, Versuche unverändert, Wartezeit höchstens 24 h) und `settleSkipped` (`SKIPPED` mit Grund, höchstens 200 Zeichen). Beide sind Compare-and-Set auf `id` + `claimedAt` und nutzen die DB-Uhr. Weckkanal `notification_delivery` (`worker-wakeup.ts`); `NotificationDelivery` steht in der Sperr-Karte ganz zuletzt. **`TelegramClient`** (`src/telegram/`; Konfiguration per Token `TELEGRAM_CONFIG`, bereitgestellt von `TelegramModule`). Aufrufe `getUpdates` (`allowed_updates ["message"]`; Updates ohne `message.chat` werden übersprungen) und `sendMessage`. Sicherheit (Annahme 46, Abschnitt 9): - Der Token steht nie in Logs, Fehlern oder `lastError`. `TelegramApiError` trägt Methode, Status, bereinigte Beschreibung und `retry_after`; `describeTelegramFailure` folgt `cause` höchstens 5 Ebenen tief und gibt nie die Meldung zurück. - Nur HTTPS zu `api.telegram.org`; `redirect: 'error'`, eine Weiterleitung ergibt „network error“ ohne URL und Token; Antwortkörper werden gestreamt und bei 256 kB abgebrochen. - `retry_after` wird auf 1–3600 s begrenzt (Nicht-Ganzzahlen und Texte werden `null`). - Der Text wird bereinigt (`sanitizeTelegramText`): Steuerzeichen und die Richtungs- und Nullbreitenzeichen U+200B–200F, U+202A–202E, U+2066–2069 entfernt, höchstens 600 Zeichen nach Codepunkten (kein halbes Surrogatpaar) mit Auslassungspunkten; Klartext, kein `parse_mode`. - Ein fehlerhaft geformter Token macht den Client unbrauchbar („bot token not configured“), ohne dass er ruft. - `assertTelegramToken(role, env, logger?)` (`src/runtime/startup-checks.ts`) prüft nur die Rollen `worker` und `all`. Ein fehlender Token ist in Ordnung. Ein fehlerhafter (in Produktion auch ein Platzhalter wie `change-me…`) wirft nie: Fehler-Log ohne Wert, Telegram bleibt aus. Ein Benutzername ohne Token oder umgekehrt warnt nur im Log. - `TELEGRAM_BOT_USERNAME` verliert ein führendes `@` und muss `^[A-Za-z][A-Za-z0-9_]{4,31}$` erfüllen, sonst gilt er als nicht gesetzt (`telegramBotAvailable()` falsch) mit Warnung. - Der Wächter `no-network-outside-loops.spec.ts` hält fest, dass das Netzwerk nur in den erlaubten Dateien und nur aus Schleifen genutzt wird (Abschnitt 9). **Planung.** `NotificationDeliveryPlanner.planIn(db, notifications)` (Abschnitt 10, „Zustellplanung“) liest in einer Abfrage die Einstellungen (`telegramEnabled`, Verbindung, `telegramCategories`) und die DB-Uhr, legt per `createMany({ skipDuplicates })` (eindeutig je Meldung und Kanal) die Zustellungen an und weckt den Worker nur, wenn Zeilen entstanden. Standardkategorien `TASK_DUE` und `DIGEST`; `SUGGESTION`, `WITHDRAWAL`, `SEASON` und `SYSTEM` schaltet der Nutzer zu. Der Text wird nicht gespeichert, sondern beim Senden aus der Meldung gerendert. Die Zustellzeit (`availableAt`) folgt Annahme 49 (Morgenzeit, Ruhezeit, Zeitumstellung). **Texte** (`src/telegram/telegram-texts.ts`). `TELEGRAM_TEMPLATES` hält die festen Texte, `renderTelegramText` baut daraus den Klartext: ohne Details nur „Neue Meldung in ApiCore.“ und Link, Standardlink `/dashboard`, ein Schrägstrich am Ende von `FRONTEND_ORIGIN` wird toleriert. Höchstens 600 Zeichen nach Codepunkten; die Meldung wird mit Auslassungspunkten gekürzt, der Link bleibt ganz, Steuer- und unsichtbare Zeichen entfallen. Ohne `FRONTEND_ORIGIN` entfällt der Link (Annahme 46). **Senden** (`TelegramSender`, Schleife `telegram-send`, Abschnitt 10). Ein Durchlauf übernimmt höchstens 25 Zustellungen (`claimBatch`, älteste zuerst). Je Batch geht höchstens eine Zustellung je Nutzer bzw. Chat hinaus, die übrigen kommen 1,1 s später (`deferClaim`); ein Speicher je Chat (10 s) hält auch aufeinanderfolgende Durchläufe und Bot-Antworten auseinander, und zwischen zwei Sendungen liegen mindestens 40 ms (25 pro Sekunde). `drain` wartet nach einer Runde mit zurückgehaltenen Nachrichten 1,1 s, damit ein Schwall für eine Person nicht auf den nächsten 5-s-Takt wartet; ein Batch ist auf 120 s begrenzt (`TELEGRAM_BATCH_BUDGET_MS`), danach gehen die übrigen ohne Fehlversuch zurück, ebenso beim Herunterfahren. Vor jeder Sendung prüft eine SQL-Abfrage mit frisch gelesenen Rechten (`PermissionResolverService.getFreshPermissions`) die Gründe aus Annahme 49 in dieser Reihenfolge: `user inactive`, `telegram disabled`, `not linked`, `category off`, `permission revoked`, `stale`, `task already done`, dazu `notification gone` und `unknown template`; ein Treffer ergibt `SKIPPED` mit Grund. Antworten des Bots (`templateCode`) überspringen alle Prüfungen. Die Frische rechnet in SQL (Berliner Tag bzw. 24 Stunden gegen `now()`). **Antworten von Telegram.** - 200: `DELIVERED`. - 429: `deferClaim` um `retry_after` (ohne Angabe 5 s), kein Fehlversuch; der Sender pausiert für den ganzen Pod bis dahin (`pausedUntil`, der Rest des Batches geht zurück). - 403 und 400 „chat not found“ (Bot blockiert, Chat gelöscht): Bei einer Nutzer-Zustellung sperrt eine Transaktion `NotificationPreference` (`lockRowForUpdate`), löscht die `TelegramLink` mit `userId` und `chatId` und schaltet nur dann `telegramEnabled` aus und schreibt die Meldung „Telegram-Zustellung beendet. Der Bot wurde blockiert oder der Chat gelöscht.“ (`SYSTEM`, HINWEIS), wenn die Verbindung noch auf diesen Chat zeigt; die Zustellung wird `SKIPPED` („chat unavailable“). Antworten des Bots werden nur `SKIPPED`. - 401 (Token ungültig): `deferClaim` um 15 min, der Sender pausiert 15 min (monotone Uhr, kein Claim), und `system:manage` bekommt einmal je Berliner Tag „Telegram: Bot-Token ungültig.“ (Schlüsselpräfix `telegram-token-invalid:`). Scheitert die Meldung, wird das nur geloggt. - Alles andere (5xx, Zeitüberschreitung, Netzfehler, sonstige 4xx, unerwartete Ausnahmen): `settleFailure` mit `loggableError(...).message`, Wiederholung nach der Outbox-Regel (30 s bis 6 h, nach 8 Versuchen `FAILED`). Logs nennen nur Zustellungs-IDs, nie Token, Chat-ID oder Text.