feat: platform backbone and field capture, first part (checkpoint)

Platform backbone (plan 2026-10-13-plattform-rueckgrat), reviewed tasks:
- run roles api/worker/job/all with shared startup checks (Task 1)
- schema and migration for DomainEvent, deliveries, JobRun, ThrottlerHit (Task 2)
- audit, notifications and domain events written in the same transaction (Task 3)
- dispatcher with SKIP LOCKED claims, retries and stale release (Task 4)
- worker building blocks: tick, LISTEN/NOTIFY wake-up, health (Task 5)
- worker process and entry points (Task 6)
- throttler counters in Postgres (Task 19)
- separate keys per purpose with key ring (Task 20)
- public origin page without exact location (Task 22)
- shop keys split into read and write (Task 23)
- Kustomize base, components, overlay encry, CI validation (Task 26)

Field capture T3 (plan 2026-10-13-t3-erfassung-am-stand), reviewed tasks:
- brood frames, read endpoints, apiary overview and offline pack
- network basics, offline queue v3, navigation sheets, form building blocks
- new inspection with last-time hints and weather, varroa per day,
  treatment prefill, apiary page with round
- inspection photo (Task 10) is implemented, review pending

Not rolled out. Remaining tasks follow in later commits.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 (1M context) <[email protected]>
This commit is contained in:
Nick SzaunigandClaude Opus 5.5 committed 2026-10-13 17:57:54 +02:00
1 parent 10cbe9bf2d
commit c01a38835a
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+25695 -1808

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+111 -10
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@@ -102,32 +102,109 @@ Fachliche Annahmen, getroffen weil das Lastenheft an der Stelle keine eindeutige
11. **Idempotenz per Opt-in**: Anlege-Endpunkte, die Formulare und die Offline-Warteschlange wiederholen können (Durchsicht, Behandlung, Fütterung, Varroa, Schwarmkontrolle, Ernte, Aufgabe, Abfüllung, Lagerbewegung), tragen `@Idempotent()`. Der Client sendet je Vorgang einen `Idempotency-Key`; eine Wiederholung liefert die gespeicherte erste Antwort (`IdempotencyRecord`, 90 Tage). Bewusst kein globaler Interceptor, da gespeicherte Antworten sonst Geheimnisse (MFA-Setup, Tokens) enthalten könnten. Die Tabelle ist flüchtig und nicht Teil des Backups. Idempotenz schützt nur, wenn nach dem Commit nichts mehr fehlschlägt: Darum laufen alle Seiteneffekte nach dem Commit (`AutomationService.evaluate*`, `CalendarSyncService.enqueue`/`cancel`, `WebhooksService.dispatch`) best-effort über `runAfterCommit` (`src/common/after-commit.ts`) – sie loggen auf Error-Level und werfen nie. Was das Schreiben verhindern muss (z. B. `generateNumber`, Validierung), wirft weiter. Doppelte Automatik-Aufgaben verhindert eine Zeilensperre auf der Regel (`SELECT … FOR UPDATE`). Dauerhaft zugestellte Seiteneffekte bringt erst das Ereignis-Rückgrat (Spec `docs/superpowers/specs/2026-10-12-plattform-rueckgrat-und-fahrplan-design.md`).
12. **Automatische Aufgaben sind Vorschläge**: `Task.sourceAutomationTrigger` kennzeichnet von Regeln erzeugte Aufgaben. Je Regel und Objekt existiert höchstens eine offene Aufgabe. Keine voreingestellte Frist (fachlich nicht belastbar ableitbar); optional `config.dueInDays` je Regel. Die Varroa-Schwelle (Milben/Tag) wird nur mit Tagesraten des natürlichen Milbenfalls verglichen. Die Tagesrate wird bei jeder Korrektur einer Eingangsgröße (Methode, Anzahl, Dauer) neu berechnet; ein mitgesendeter, vom gespeicherten abweichender Wert gilt als manuell gesetzt und gewinnt.
14. **API-Schlüssel für Maschinen-Zugriffe**: Integrationen (Wabenhain-Shop) nutzen einen Schlüssel `ack_…` im `Authorization: Bearer`-Header statt eines Service-Kontos mit Passwort. Gespeichert wird nur der SHA-256-Hash (32 Zufallsbytes, daher kein langsamer KDF nötig); der Klartext erscheint einmal bei der Erstellung. Ein Schlüssel ist kein Benutzer: `JwtAuthGuard` setzt `request.apiKey` statt `request.user`, `PermissionsGuard` lässt ihn nur auf Routen, deren Berechtigung in seinen Scopes steht – `@AnyAuthenticatedUser`-Routen nie. Erlaubte Scopes sind eine kurze Allowlist (`api-keys/api-key-scopes.ts`, derzeit nur `shop-sync:read`). Verwaltung mit `api-keys:manage`. Schlüssel sind bewusst nicht Teil des Backups: nach einer Wiederherstellung wird ein neuer Schlüssel ausgestellt.
14. **API-Schlüssel für Maschinen-Zugriffe**: Integrationen (Wabenhain-Shop) nutzen einen Schlüssel `ack_…` im `Authorization: Bearer`-Header statt eines Service-Kontos mit Passwort. Gespeichert wird nur der SHA-256-Hash (32 Zufallsbytes, daher kein langsamer KDF nötig); der Klartext erscheint einmal bei der Erstellung. Ein Schlüssel ist kein Benutzer: `JwtAuthGuard` setzt `request.apiKey` statt `request.user`, `PermissionsGuard` lässt ihn nur auf Routen, deren Berechtigung in seinen Scopes steht – `@AnyAuthenticatedUser`-Routen nie. Erlaubte Scopes sind eine kurze Allowlist (`api-keys/api-key-scopes.ts`, derzeit nur `shop-sync:read`). Verwaltung mit `api-keys:manage`. Schlüssel sind bewusst nicht Teil des Backups: nach einer Wiederherstellung wird ein neuer Schlüssel ausgestellt. Lesen und Buchen sind getrennte API-Schlüssel (`shop-sync:read` bzw. `shop-sync:write`): Ein Schlüssel mit beiden Rechten wird beim Anlegen mit 400 abgelehnt; bereits ausgestellte kombinierte Schlüssel bleiben gültig, die Oberfläche markiert sie und empfiehlt zwei getrennte Schlüssel (neue anlegen, in Wabenhain eintragen, alten widerrufen). Ein geleakter Lese-Schlüssel kann so nicht buchen, ein Buchungs-Schlüssel nicht lesen.
13. **Lebende vs. beendete Völker**: Nur `DISSOLVED`, `SOLD`, `DECEASED`, `MERGED` sperren Umsetzen/Teilen/Vereinigen/Königinzuweisung (`colonies/colony-status.ts`). `WEAK`, `CONSPICUOUS`, `QUEENLESS` bleiben bearbeitbar.
15. **Bestandsbuch aus Behandlungen, nicht als eigenes Register**: Das Bestandsbuch nach Art. 108 VO (EU) 2019/6 wird aus `Treatment` erzeugt (`export/treatment-log.ts`); Lieferant, Erwerbsbeleg und verschreibender Tierarzt sind Freitextfelder der Behandlung, Name/Anschrift des Halters liegen in `SiteSettings`. Der Stand am Behandlungstag wird beim Anlegen als `Treatment.apiaryId` festgehalten (Umsetzen ändert ihn nicht nachträglich); für Altbestand wird er aus `ColonyApiaryHistory` abgeleitet und im PDF bei Unsicherheit markiert. Fehlende Pflichtangaben werden als „FEHLT“ gedruckt statt still weggelassen. Keine Wartezeit-Automatik (siehe 10).
16. **Überwinterung als eigene Einträge statt Volksstatus**: `WinterCheck` (eindeutig je Volk, `winterYear`, Saison) hält Ein- und Auswinterung; ab Juli gehört ein Datum zum Winter desselben Jahres. Verlustursachen sind bewusst nur die COLOSS-Kategorien, keine Diagnosen. Die Übersicht gruppiert nach dem aktuellen Stand des Volkes. Ein Verlust ändert den Volksstatus nur auf ausdrücklichen Wunsch (`markColonyDeceased`). Neue Rechte vergibt die Migration an Nicht-System-Rollen, weil der Katalog-Sync nur System-Rollen berechtigt.
17. **Schutz gegen Rechteausweitung in der Benutzerverwaltung**: Wer Benutzer pflegt, darf nur Konten verwalten (Passwort/MFA zurücksetzen, E-Mail ändern, (de)aktivieren) und Rollen vergeben, deren Rechte er selbst vollständig hat (`UsersService.assertWithinCallerPermissions`), analog zur Rollenbearbeitung.
18. **SSO-Bindung an die IdP-Identität**: Die erste Microsoft-Anmeldung bindet das Konto an `"<iss>|<oid>"` (`User.ssoSubject`); danach zählt nur noch diese Identität, nicht der unverifizierte E-Mail-Claim. Mandantenübergreifende Issuer (`common`/`organizations`/`consumers`) schalten SSO ab. E-Mails werden ohne Groß-/Kleinschreibung verglichen.
19. **Backups versiegelt**: AES-256-GCM über das gzip-Bundle, Schlüssel `BACKUP_ENCRYPTION_KEY` (sonst per HKDF aus `JWT_ACCESS_SECRET`). Nur versiegelte Dateien stellen vollständig wieder her (und überschreiben). Eine unversiegelte (alte v2-)Datei darf nur die 27 Stamm- und Feldtabellen der Erlaubt-Liste `LEGACY_UNSEALED_TABLES` ergänzen – fehlende Zeilen anlegen, bestehende nie ändern. Alles andere (Benutzer, Rollen, Webhooks, Audit-Log, Kalender-Sync, Backup- und Website-Einstellungen, Nummernkreise, Bestands- und Chargenbewegungen, Shop-Anfragen, Rohstoffe/Herstellung, Dokumente, Benachrichtigungen und jede künftige Tabelle) kommt nur aus versiegelten Dateien; die Oberfläche listet übersprungene Tabellen auf; Import verlangt Passwort (+ TOTP). Webhook-Secrets liegen verschlüsselt in der DB (Schlüssel aus `JWT_ACCESS_SECRET`) – für eine Wiederherstellung in einem anderen Deployment mit anderem `JWT_ACCESS_SECRET` müssen Webhook-Secrets und MFA neu eingerichtet werden.
19. **Backups versiegelt**: AES-256-GCM über das gzip-Bundle, Schlüssel aus dem Schlüsselbund `BACKUP_ENCRYPTION_KEY` (+ `BACKUP_ENCRYPTION_KEY_PREVIOUS`, in Produktion Pflicht, siehe Annahme 22); Dateien von vor dem Schlüsselbund (Schlüssel per HKDF aus `JWT_ACCESS_SECRET`) bleiben lesbar, solange `JWT_ACCESS_SECRET` unverändert ist. Nur versiegelte Dateien stellen vollständig wieder her (und überschreiben). Eine unversiegelte (alte v2-)Datei darf nur die 27 Stamm- und Feldtabellen der Erlaubt-Liste `LEGACY_UNSEALED_TABLES` ergänzen – fehlende Zeilen anlegen, bestehende nie ändern. Alles andere (Benutzer, Rollen, Webhooks, Audit-Log, Kalender-Sync, Backup- und Website-Einstellungen, Nummernkreise, Bestands- und Chargenbewegungen, Shop-Anfragen, Rohstoffe/Herstellung, Dokumente, Benachrichtigungen und jede künftige Tabelle) kommt nur aus versiegelten Dateien; die Oberfläche listet übersprungene Tabellen auf; Import verlangt Passwort (+ TOTP). MFA- und Webhook-Secrets liegen mit eigenen Schlüsseln (`MFA_ENCRYPTION_KEY`, `WEBHOOK_ENCRYPTION_KEY`) verschlüsselt in der DB und damit auch im Backup – für eine Wiederherstellung in einem anderen Deployment dort dieselben Schlüssel setzen (oder als `*_PREVIOUS`), sonst müssen Webhook-Secrets und MFA neu eingerichtet werden.
20. **Bearbeiten-Regel für `null`** (Grundsatz „alles bearbeitbar“): In jeder Bearbeiten-Anfrage bleibt ein weggelassenes Feld unverändert, `null` leert ein Feld, das leer sein darf, und `null` auf einem Pflichtfeld wird mit 400 abgelehnt (statt still ignoriert oder als 500). Umgesetzt über `PartialType(..., { skipNullProperties: false })` in den Update-DTOs, `@IsOptionalNotNull()` (`src/common/validation/is-optional-not-null.ts`) für weglassbare, aber nicht leerbare Felder und `optionalDate()` (`src/common/patch-values.ts`) für leerbare Datumsfelder; `update-dto-null-handling.spec.ts` hält den Vertrag je DTO fest. Das Frontend sendet geleerte optionale Felder über `emptyToNull` (`ApiCore-Frontend/src/lib/forms/empty-to-null.ts`) als `null`.
21. **Lebende Völker**: „Lebend“ heißt jeder Status außer `DISSOLVED`, `SOLD`, `DECEASED`, `MERGED` – also auch `WEAK`, `CONSPICUOUS`, `QUEENLESS`. Backend-Abfragen filtern über `LIVING_COLONY_WHERE` (`colonies/colony-status.ts`), das Frontend über `isLivingColony` (`lib/colonies/status.ts`); `status = ACTIVE` steht nur dort, wo wirklich genau dieser Status gemeint ist.
22. **Schlüsselbund**: Jeder Zweck hat einen eigenen Schlüssel, nie ein JWT-Secret: `MFA_ENCRYPTION_KEY` (TOTP-Secrets), `WEBHOOK_ENCRYPTION_KEY` (Webhook-Signaturschlüssel), `BACKUP_ENCRYPTION_KEY` (Backup-Dateien). In Produktion Pflicht: je ≥ 32 Zeichen, paarweise verschieden und verschieden von `JWT_ACCESS_SECRET`/`JWT_REFRESH_SECRET` – sonst startet kein Prozess (`src/runtime/startup-checks.ts`). Außerhalb der Produktion fällt ein fehlender Schlüssel je Zweck auf eine Ableitung aus `JWT_ACCESS_SECRET` zurück. Format `k<8 hex>:<iv>.<tag>.<data>` (Base64-Teile, AES-256-GCM, 128-Bit-Tag Pflicht); AES-Schlüssel = HKDF-SHA256(Secret, Salt `apicore-key-ring`, Info `apicore-<zweck>-v1`), Schlüssel-ID = `k` + die ersten 8 Hex-Zeichen von sha256(Schlüssel). Backups behalten Dateiformat v3 und ihre bisherige Ableitung (`keyId` 12 Hex), folgen aber denselben Ring-Regeln. Code: `src/common/crypto/key-ring.ts`. In Produktion lehnt der Start außerdem Platzhalterwerte ab (`change-me…`, ohne Groß-/Kleinschreibung) – für beide JWT-Secrets, die drei Schlüssel und ihre `*_PREVIOUS`, ein gesetztes `OIDC_CLIENT_SECRET` und das Passwort in `DATABASE_URL`; auch `*_PREVIOUS` muss von den JWT-Secrets verschieden sein. Außerhalb der Produktion meldet jeder Prozess einmal je Variable, dass ein aus `JWT_ACCESS_SECRET` abgeleiteter Entwicklungsschlüssel einspringt.
23. **Öffentliche Herkunftsseite ohne Standort**: Sie nennt nur `Apiary.publicLocationLabel` (je Stand, z. B. „Nordhessen“) und `SiteSettings.originCountry`. Name, Ort, Adresse und Koordinaten eines Stands werden nie öffentlich ausgeliefert (Diebstahlschutz). Ohne Label erscheint nur das Land. Eine Label-Änderung kann am Edge bis zu 1 h verzögert sichtbar werden.
**Rotation über `*_PREVIOUS`:** alten Wert nach `<NAME>_PREVIOUS` (öffnet weiter, versiegelt nie), neuen `<NAME>` setzen, Job `rekey` laufen lassen, dann `*_PREVIOUS` entfernen. Backup-Dateien werden nicht umgeschlüsselt: `BACKUP_ENCRYPTION_KEY_PREVIOUS` bleibt gesetzt, solange ältere Dateien einspielbar sein sollen.
**Altchiffrate sind nur lesbar** (nie geschrieben), **und nur, solange `JWT_ACCESS_SECRET` unverändert ist**: MFA-Secrets ohne Präfix und Webhook-Secrets mit `enc:v1:` (beide AES-Schlüssel sha256(`JWT_ACCESS_SECRET`)), Webhook-Secrets im Klartext, Backup-Dateien mit JWT-abgeleiteter `keyId`. Liest ein Prozess ein solches MFA- oder Webhook-Secret, warnt er einmal je Zweck „legacy ciphertext read – run the rekey job“ (ohne Werte). Reihenfolge darum: Schlüssel setzen → `rekey` → neues Backup ziehen → erst dann die JWT-Secrets rotieren (alle Sitzungen enden einmal; JWT-versiegelte Backup-Dateien sind danach nicht mehr einspielbar).
## Concerns
1. **Rollout order (blocking for production).** The live `apicore-backend-secret` must contain `MFA_ENCRYPTION_KEY`, `WEBHOOK_ENCRYPTION_KEY` and `BACKUP_ENCRYPTION_KEY` *before* this image runs with `NODE_ENV=production`. Without them, api, worker and job all refuse to start (by design).
- The three keys must be distinct and must not equal the JWT secrets.
- The pods get them via `envFrom: secretRef`, so no manifest change is needed.
- Per the owner's rule, the user creates the secrets.
2. **JWT rotation after Task 21 will strand old backup files.** Backups sealed before `BACKUP_ENCRYPTION_KEY` was set (JWT-derived keyId) become unrestorable once `JWT_ACCESS_SECRET` rotates.
- Remedy: take a fresh export after setting the key, before rotating. This is in the Annahme 22 text.
- Task 21 or the runbook should state this ordering explicitly.
3. **Dev-only edge.** Values sealed with the dev fallback (no env key set) become unreadable if a developer later sets an explicit key: the fallback cannot be named as `*_PREVIOUS`. This does not affect production, which never uses the fallback.
4. **Not checked in production:** `*_PREVIOUS` values are not checked for equality with the JWT or other keys; only their length is enforced. This matches the brief, which limits that rule to the three main variables.
5. **Not run:** whole-project `npx eslint "{src,test}/**/*.ts"` (I linted only my files). Typecheck was project-wide and clean.
## 7. Kubernetes
`deploy/k8s/` enthält je Projekt: `deployment.yaml`, `service.yaml`, `ingress.yaml`, sowie `configmap.example.yaml` und `secret.example.yaml` (Platzhalter, keine echten Werte). Backend exponiert `GET /health` (liveness) und `GET /health/ready` (readiness, prüft DB-Verbindung). Beide Projekte je ein schlankes Multi-Stage-Dockerfile (Build-Stage mit vollem `node_modules`, Runtime-Stage mit `npm ci --omit=dev` bzw. Next.js `output: 'standalone'`).
`deploy/k8s/` ist Kustomize und die Quelle der Wahrheit für den Cluster (Spec `docs/superpowers/specs/2026-10-12-plattform-rueckgrat-und-fahrplan-design.md` §6):
`deploy/k8s/postgres/` enthält das PostgreSQL-`StatefulSet` (ein Replica, `volumeClaimTemplates` für persistente Daten, `postgres:18-alpine`), den zugehörigen headless `Service` (`apicore-postgres`, DNS-Name fürs Backend) sowie `secret.example.yaml` für `POSTGRES_USER`/`POSTGRES_PASSWORD`/`POSTGRES_DB`. `deploy/k8s/backend/secret.example.yaml`s `DATABASE_URL` zeigt auf diesen Service.
- `base/`: clusterneutral, ohne Namespace, Hosts und Digests. `backend/` (Deployment `apicore-backend`, Service, PVC `apicore-data`), `frontend/` (Deployment, Service), `postgres/` (StatefulSet, headless Service `apicore-postgres`, CronJob `apicore-db-backup` mit `pg_dump`). Die Vorlagen `configmap.example.yaml` und `secret.example.yaml` stehen nicht unter `resources`; Secrets bleiben außerhalb des Repos.
- Selektoren und Service-Ports entsprechen dem Cluster (ein Test hält sie fest): Backend und Frontend `app: apicore-backend|apicore-frontend`, Postgres `app.kubernetes.io/name: apicore-postgres` (Pod zusätzlich `encry.de/tier: database`, Service-Port `postgres`). Bis 2026-10-13 wich das Repo bei Postgres ab (`app: apicore-postgres`, ohne Härtung, `volumeClaimTemplates`). Seit 2026-10-13 ist `base/postgres` der Live-Stand: StatefulSet mit Härtung (uid/gid 70, nur lesbares Root-Dateisystem, begrenzte `emptyDir`s für Socket, `/tmp` und `/dev/shm`, kein Service-Account-Token, `enableServiceLinks: false`), Probes, Ressourcen und Affinität wie live, Service und das statisch gebundene PVC `apicore-postgres-data` (PV `pv-apicore-postgres`). Das PV und sein SMB-Secret gehören zur Cluster-Infrastruktur und liegen nicht im Repo. Ein Test verhindert, dass das Repo die Härtung abschwächt; Selektor und Volumes sind unveränderlich, darum Postgres-Änderungen immer zuerst per `kubectl diff` prüfen.
- `components/`, je Rollout-Schritt einschaltbar. Das Auskommentieren im Overlay ist nur lokal für `kubectl diff`/`apply` gedacht und wird nicht committet.
- `network-policies`: Default-Deny und die Freigaben aus der Tabelle unten. Setzt selbst das Label `db-client: "true"` an der api, damit Schritt 2 sie nicht von Postgres abschneidet.
- `pod-hardening`: Frontend mit `readOnlyRootFilesystem`, `emptyDir` auf `/tmp` und `/app/.next/cache`, ohne Service-Account-Token, Ressourcen laut Spec §7.
- `backend-roles`: `APICORE_ROLE=api` samt initContainern `migrate` und `seed` im Deployment `apicore-backend`, Deployment `apicore-worker`, CronJobs `apicore-job-<name>`. Das neue Backend-Image (CMD nur `node dist/main.js`) geht nur zusammen mit dieser Komponente live. Ohne `APICORE_ROLE` bricht es den Start in Produktion ab, und ohne die initContainer liefe keine Migration.
- `api-hpa`: HPA `apicore-backend` (`autoscaling/v2`, 1–2 Pods bei 70 % CPU); entfernt `replicas` aus dem Deployment.
- `overlays/encry/`: Namespace `apicore`, ConfigMaps, Ingresses (Traefik, Middleware `apicore-cloudflare-only@kubernetescrd`, cert-manager `letsencrypt-prod` mit HTTP-01), Image-Digests. Hosts, ConfigMap-Werte und Digests sind bis zum Rollout Platzhalter (`example.com`, `sha256:000…`).
- `tests/`: `manifest-policy.test.mjs` prüft das gerenderte Overlay (NetworkPolicies nach Kubernetes-Semantik, Pod-Härtung, Ressourcen, CronJobs, Migration, Digests, Live-Selektoren) und jeden Rollout-Schritt (DNS, Ingress, api → Postgres und alle DB-Clients bleiben erreichbar). `render-stages.mjs` rendert die Schritte 1, 2, 3 und 5 aus dem Overlay. Die CI (`.gitea/workflows/manifests.yml`, nur `push` und `workflow_dispatch`, kein `pull_request`, weil der Runner im Cluster läuft) rendert mit `kubectl kustomize`, validiert mit `kubeconform -strict` und führt den Test aus; kubectl, kubeconform und yq mit festen Versionen und SHA-256.
**Rollen-Deployments** (ein Image, Rolle per `APICORE_ROLE`):
| Objekt | Rolle | Start | Ports | Pods | CPU Request/Limit | RAM Request/Limit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deployment `apicore-backend` | `api` | Image-CMD `node dist/main.js` | 3001 (Service, Ingress) | 1, mit HPA 1–2 | 50m/500m | 192Mi/512Mi |
| Deployment `apicore-worker` | `worker` | `node dist/worker.js` | 3002 nur `/health` für die Probes; kein Service, kein Ingress | 1 | 20m/200m | 128Mi/256Mi |
| CronJobs `apicore-job-<name>` | `job` | `node dist/cli.js <name>` | keine | je Lauf ein Pod | 50m/500m | 192Mi/512Mi |
| Deployment `apicore-frontend` | – | `node server.js` | 3000 | 1 | 30m/300m | 128Mi/256Mi |
initContainer haben die Ressourcen der CronJob-Pods. Alle App-Pods laufen ohne Service-Account-Token, mit nur lesbarem Root-Dateisystem und `emptyDir` auf `/tmp` (`HOME=/tmp`), als uid 1000, mit `seccompProfile: RuntimeDefault` und ohne Capabilities. api und worker rollen mit `maxSurge: 1`, `maxUnavailable: 0` aus.
**CronJobs:** `timeZone: Europe/Berlin`, `concurrencyPolicy: Forbid`, `startingDeadlineSeconds: 600`, je 3 erfolgreiche und fehlgeschlagene Jobs, `ttlSecondsAfterFinished: 86400`, `restartPolicy: Never`.
| CronJob | Zeitplan | backoffLimit | activeDeadlineSeconds |
|---|---|---|---|
| `apicore-job-cleanup` | `0 4 * * *` | 1 | 1800 |
| `apicore-job-daily-evaluation` | `30 4 * * *` | 1 | 1800 |
| `apicore-job-task-templates` | `0 5 * * *` | 1 | 1800 |
| `apicore-job-app-backup` | `0 * * * *`, prüft selbst, ob fällig; `apicore-data` auf `/data` | 0 | 3600 |
| `apicore-job-rekey`, `apicore-job-rekey-dry-run` | `suspend: true`, nur von Hand (`kubectl create job --from=cronjob/…`) | 0 | 1800 |
**NetworkPolicies:** Default-Deny für Ingress und Egress im Namespace. Kubelet-Probes erlaubt Kubernetes immer.
| Pod (Selektor) | Ingress | Egress |
|---|---|---|
| alle | – | DNS: UDP und TCP 53 zu `k8s-app: kube-dns` in `kube-system` |
| frontend (`app: apicore-frontend`) | Traefik (`app.kubernetes.io/name: rke2-traefik` in `kube-system`) auf 3000 | `app: apicore-backend` auf 3001 |
| api (`app: apicore-backend`) | Traefik und frontend auf 3001 | Postgres 5432; TCP 443 zu öffentlichen Adressen |
| worker (`app: apicore-worker`) | keiner | Postgres 5432; TCP 443 zu öffentlichen Adressen |
| Jobs (`app in (apicore-job, apicore-db-backup)`) | keiner | Postgres 5432 |
| postgres (`app.kubernetes.io/name: apicore-postgres`) | nur Pods mit `db-client: "true"` auf 5432 | keiner außer DNS |
| cert-manager-Solver (`acme.cert-manager.io/http01-solver: "true"`) | Traefik auf 8089 (HTTP-01-Erneuerung) | keiner außer DNS |
„Öffentlich“ heißt `0.0.0.0/0` ohne `10.0.0.0/8`, `172.16.0.0/12`, `192.168.0.0/16`, `100.64.0.0/10`, `169.254.0.0/16`, `127.0.0.0/8` und `::/0` ohne `fc00::/7`, `fe80::/10`, `::1/128`. Canal kennt keine FQDN-Regeln; den SSRF-Schutz für Webhook-Ziele behält die App (`webhook-url-guard.ts`). `db-client: "true"` tragen nur api, worker, die App-Jobs und `apicore-db-backup`.
**Übergang:** Im Namespace liegen außerdem drei Policies aus dem Repo `rke2-cluster` (Label `encry.de/managed-by: cluster-hardening`): `default-deny-ingress`, `allow-from-traefik` und `allow-same-namespace`. NetworkPolicies addieren sich; bis diese drei in Runbook Schritt 2 dort entfernt werden, gelten sie neben den neuen.
- `allow-same-namespace` öffnet die Ingress-Seite jedes Pods für alle Pods im Namespace. Postgres nimmt dann auf der Ingress-Seite Verbindungen von jedem Pod an, nicht nur von `db-client`. Weiter sperrt nur die Egress-Seite: Jeder Pod im Namespace unterliegt dem neuen Default-Deny-Egress, das Frontend kommt also trotzdem nicht an Postgres. Die Absicherung hat dann eine statt zwei Schichten.
- `allow-from-traefik` lässt Traefik jeden Pod auf jedem Port erreichen, auch Postgres 5432 und den Worker auf 3002. Die Regel „Traefik nur auf 3000 und 3001“ gilt erst danach; ausnutzbar ist das nur über eine Ingress-Route.
- `default-deny-ingress` ist neben dem neuen `default-deny` überflüssig, schwächt aber nichts.
**Images:** Das Base-Image `node:22-alpine` ist in beiden Dockerfiles per Digest gepinnt; ein Update ist ein bewusster Commit mit neuem Digest. Die CI taggt nur noch `sha-<commit>` und Versionen, kein `latest`. Das Overlay setzt die Digests der gebauten Images. Bis Schritt 3 bleibt beim Backend der Digest des laufenden Images.
**Rollout:** nur nach dem Runbook im Plan `docs/superpowers/plans/2026-10-13-plattform-rueckgrat.md`, jeder Schritt mit Freigabe des Inhabers: 0 Digests, 1 Overlay auf den Ist-Stand (Diff leer), 2 NetworkPolicies, 3 Rollen und Pod-Härtung, 4 Schlüssel trennen, 5 HPA.
## 8. Backup & Restore
**Schema-Migrationen (Reproduzierbarkeit):** Ausschließlich `prisma/migrations/` als Quelle der Wahrheit. Lokal/Entwicklung: `npx prisma migrate dev`. Gegen jede Produktions- oder Staging-Datenbank ausschließlich `npx prisma migrate deploy` (idempotent, wendet nur fehlende Migrationen an, kein Schema-Drift). `prisma db push` wird an keiner Stelle im Code, in Skripten oder im Dockerfile verwendet und ist für Produktions-/Staging-Umgebungen untersagt. Der Backend-Container führt `migrate deploy` und danach `npm run seed` selbst beim Start aus, bevor der Server Verbindungen annimmt (Dockerfile-`CMD`: `npm run migrate:deploy && npm run seed && node dist/main.js`) – kein separater Kubernetes-`Job`. Bei `replicas: 2` starten mehrere Pods potenziell gleichzeitig; das ist unproblematisch, da Prisma für `migrate deploy` einen datenbankseitigen Advisory-Lock nutzt und `prisma/seed.ts` per Unique-Constraint auf `User.email` idempotent ist (verlierender Pod bekommt einen `P2002`-Fehler, den `seed.ts` abfängt und als No-op behandelt statt den Container abstürzen zu lassen) – eine Instanz wendet die Migrationen/den Seed an, die anderen finden danach nichts mehr zu tun. `deploy/k8s/backend/deployment.yaml` hat dafür eine `startupProbe` mit großzügigem `failureThreshold`, damit liveness/readiness den Container nicht neu starten, während die (beim allerersten Deploy ggf. länger laufende) Migration noch durchläuft.
**Schema-Migrationen (Reproduzierbarkeit):** Ausschließlich `prisma/migrations/` als Quelle der Wahrheit. Lokal/Entwicklung: `npx prisma migrate dev`. Gegen jede Produktions- oder Staging-Datenbank ausschließlich `npx prisma migrate deploy` (idempotent, wendet nur fehlende Migrationen an, kein Schema-Drift). `prisma db push` wird an keiner Stelle im Code, in Skripten oder im Dockerfile verwendet und ist für Produktions-/Staging-Umgebungen untersagt.
Die Migration läuft nicht mehr im Container-`CMD` (das ist nur noch `node dist/main.js`). Sie läuft als initContainer `migrate` (`node node_modules/prisma/build/index.js migrate deploy`, `HOME=/tmp`, `CHECKPOINT_DISABLE=1`) in den Pods von `api` und `worker` (`deploy/k8s/components/backend-roles`).
Starten mehrere dieser initContainer gleichzeitig, serialisiert sie der datenbankseitige Advisory-Lock von Prisma. Ein Lauf, der den Lock nicht binnen 10 s bekommt, bricht ab. Kubelet startet den initContainer dann neu, und der nächste Lauf findet nichts mehr zu tun. Das ist harmlos.
Der Seed (`node dist/seed.js`) läuft als zweiter initContainer `seed` nur im `api`-Pod. Er ist per Unique-Constraint auf `User.email` idempotent: Ein verlierender Pod bekommt `P2002`, `seed.ts` behandelt das als No-op.
Scheitert die Migration, scheitert der initContainer und der neue Pod startet nicht. Wegen `maxSurge: 1` und `maxUnavailable: 0` läuft der alte Pod weiter. Die Hauptprozesse starten ohne Prisma-CLI. Die `startupProbe` der api (bis 5 Minuten) bleibt für das alte Image, das die Migration noch im `CMD` ausführt.
**Erster Admin-Zugang:** `prisma/seed.ts` legt beim allerersten Start (leere `User`-Tabelle) einen Administrator an (`SEED_ADMIN_EMAIL`/`SEED_ADMIN_PASSWORD`, Default `[email protected]`/`ChangeMe123!`) und gibt URL (`FRONTEND_ORIGIN`), Benutzername und Passwort einmalig im Container-Log aus. Existiert der User schon (auch deaktiviert), passiert nichts – kein erneutes Log, kein erneutes Anlegen, damit spätere Passwortänderungen nicht durch veraltete Logs verwirrend überschrieben wirken und Zugangsdaten nicht bei jedem Neustart in die Logs wandern. Ersetzen: neuen Admin über `/settings/users` anlegen, dann den alten deaktivieren (Löschen gibt es nicht, siehe "Historie statt Löschen") – die Lockout-Sperre in `UsersService.assertNotLastSystemRoleUser` verhindert ohnehin, den letzten aktiven Admin zu deaktivieren.
**Datensicherung:** Seit der Entscheidung, PostgreSQL selbst im Cluster zu betreiben (siehe CLAUDE.md), liegt die Backup-Verantwortung bei diesem Projekt, nicht mehr bei einem externen Cluster-/DBA-Betrieb. Umgesetzt als anwendungsseitiges `BackupModule` (`ApiCore-Backend/src/backup/`) statt der ursprünglich hier vorgesehenen reinen `pg_dump`/PITR-Strategie:
- **Export/Import:** `BackupService.exportAll()`/`.importAll()` sichert alle fachlichen und Konfigurationsmodelle (Betriebsdaten inkl. Herstellung, Rohstoffe, Bewegungsbuch und Shop-Anfragen, Nummernkreise, Benutzer/Rollen/Rechte, Audit-Log, Website-/Backup-/Kalender-Einstellungen samt Kalender-Outbox, hochgeladene Dokumente inkl. Dateiinhalt als Base64) als eine versionierte JSON-Datei (Bundle-Version 3; ältere Bundles bleiben einspielbar). Bewusst ausgenommen sind nur Permission (Katalog aus dem Code), RefreshToken, ConsumedToken, ApiKey (Annahme 14) und IdempotencyRecord (Annahme 11); die Liste mit Begründung steht in `MODELS_EXCLUDED_FROM_BACKUP`, ein Test erzwingt sie für jedes neue Prisma-Modell. Import ist upsert-basiert (Rollen/Berechtigungen über `key`/`resource+action` statt roher `id`, damit ein Restore auch in ein anderes Deployment funktioniert) und läuft in einer einzigen `$transaction`.
- **Export/Import:** `BackupService.exportAll()`/`.importAll()` sichert alle fachlichen und Konfigurationsmodelle (Betriebsdaten inkl. Herstellung, Rohstoffe, Bewegungsbuch und Shop-Anfragen, Nummernkreise, Benutzer/Rollen/Rechte, Audit-Log, Website-/Backup-/Kalender-Einstellungen samt Kalender-Outbox, hochgeladene Dokumente inkl. Dateiinhalt als Base64) als eine versionierte JSON-Datei (Bundle-Version 3; ältere Bundles bleiben einspielbar). Bewusst ausgenommen sind nur Permission (Katalog aus dem Code), RefreshToken, ConsumedToken, ApiKey (Annahme 14), IdempotencyRecord (Annahme 11) sowie die Betriebsmodelle des Plattform-Rückgrats DomainEvent und DomainEventDelivery (Outbox – Seiteneffekte dürfen nach einem Restore nicht erneut ausgelöst werden), WebhookDelivery (Zustellprotokoll und Wiederholungs-Warteschlange – sonst gingen alte Ereignisse erneut an Empfänger), JobRun (Laufhistorie der CronJobs dieses Deployments) und ThrottlerHit (UNLOGGED-Zähler des Rate-Limits); die Liste mit Begründung steht in `MODELS_EXCLUDED_FROM_BACKUP`, ein Test erzwingt sie für jedes neue Prisma-Modell. Import ist upsert-basiert (Rollen/Berechtigungen über `key`/`resource+action` statt roher `id`, damit ein Restore auch in ein anderes Deployment funktioniert) und läuft in einer einzigen `$transaction`.
- **Automatischer Zeitplan:** `BackupSchedulerService` registriert einen `@nestjs/schedule`-Cron-Job, der die Bundle-Datei periodisch auf `BACKUP_STORAGE_PATH` schreibt und alte Stände nach `BACKUP_RETENTION_COUNT` rotiert. Pfad/Zeitplan/Aufbewahrung sind sowohl per Env-Variable als auch über die GUI (Verwaltung > Backup) konfigurierbar – eine gesetzte Env-Variable hat dabei immer Vorrang vor dem GUI-Wert. Bei `replicas: 2` verhindert ein Datei-Mtime-Guard (kein DB-Lock nötig), dass beide Pods im selben Tick doppelt sichern; ohne gesetzten Pfad bleibt der Zeitplan inaktiv, manueller Export/Import über die UI funktioniert davon unabhängig immer.
- **Restore:** Über `POST /backup/import` (bzw. den Import-Dialog unter Verwaltung > Backup) eine zuvor exportierte Bundle-Datei einspielen. Import-Limit `BACKUP_MAX_IMPORT_BYTES` (Standard 50 MB, höchstens 256 MB, weil der Upload vollständig im RAM des 512-Mi-Pods verarbeitet wird); Export und Zeitplan prüfen jede Sicherung dagegen und warnen in Log und UI (Verwaltung > Backup), bevor eine Datei entsteht, die sich im Notfall nicht mehr einspielen ließe.
@@ -144,13 +221,37 @@ Grundlage: OWASP API Security Top 10 (2023) und OWASP ASVS Level 2. Umsetzung un
| Sitzungen | Refresh-Rotation atomar, Diebstahlerkennung, max. 7 Tage; Einmal-Tokens für SSO-Abschluss und MFA-Schritt |
| Step-up | Backup-Import, MFA ein/aus verlangen aktuelles Passwort (+ TOTP) |
| Autorisierung | fail-closed `PermissionsGuard`; keine Rechteausweitung über Benutzer-/Rollenpflege; Suche nur über lesbare Objektarten |
| Maschinen-Zugriff | API-Schlüssel nur als Hash, Scope-Allowlist (`shop-sync:read`), IP-Allowlist, widerrufbar, befristbar; Ersteller kann nur eigene Rechte vergeben |
| Maschinen-Zugriff | API-Schlüssel nur als Hash, Scope-Allowlist (`shop-sync:read`, `shop-sync:write`), IP-Allowlist, widerrufbar, befristbar; Ersteller kann nur eigene Rechte vergeben. Lesen und Buchen sind getrennte Schlüssel: `ApiKeysService.create` lehnt einen Schlüssel mit beiden Shop-Rechten mit 400 ab; bereits ausgestellte kombinierte Schlüssel bleiben gültig und werden in der Oberfläche mit Hinweis markiert |
| Ausgehende Aufrufe | Webhooks: Ziel-IP beim Verbindungsaufbau geprüft (kein DNS-Rebinding), nur Port 80/443, https in Produktion, 5 s Timeout, Signatur über Zeitstempel+ID+Body |
| Transport/Antworten | `Cache-Control: no-store` (außer öffentliche Chargen-Seite), CSP `default-src 'none'`, `frame-ancestors 'none'`, keine ETags; Produktion startet nur mit https-`FRONTEND_ORIGIN` und sicheren Cookies |
| Rate-Limits | Throttler vor der Authentifizierung (100/min, Login/MFA/Refresh/Logout 10/min, öffentliche Chargen 30/min); Client-IP über `TRUST_PROXY` |
| Transport/Antworten | Alle API-Antworten tragen `Cache-Control: no-store` und `Pragma: no-cache`; einzige Ausnahme ist die erfolgreiche (200) öffentliche Herkunftsantwort `GET /public/batches/:lot` mit `Cache-Control: public, max-age=300, s-maxage=3600` (ohne Pragma, am Cloudflare-Edge cachebar), Fehlerantworten bleiben `no-store`; `Cache-Control: no-store` (außer öffentliche Chargen-Seite), CSP `default-src 'none'`, `frame-ancestors 'none'`, keine ETags; Produktion startet nur mit https-`FRONTEND_ORIGIN` und sicheren Cookies |
| Rate-Limits | Throttler vor der Authentifizierung, Zähler in der UNLOGGED-Tabelle `ThrottlerHit` und damit über alle Pods geteilt (eine Upsert-Anweisung, ausschließlich DB-Uhr `now()`; 100/min, Login/MFA/Refresh/Logout 10/min, öffentliche Chargen 30/min); Client-IP über `TRUST_PROXY` (IPv6 je /64); bei DB-Fehler schlägt die Anfrage fehl (fail-closed) – nur die Liveness `GET /health` ist ausgenommen, damit ein DB-Ausfall nicht alle Pods neu startet; abgelaufene Zeilen räumt der Job `cleanup` auf |
| Daten | Backups verschlüsselt und signiert, Dateien 0600; CSV-Export ohne Formel-Injection; Logs ohne Query-Strings |
**Bekannte Restpunkte (bewusst nicht umgesetzt):**
- Rate-Limits zählen je Pod im Speicher; bei 2 Replikas verdoppelt sich das Limit. Brute-Force-Schutz hängt nicht daran, sondern an der Kontosperre in der DB. Ein gemeinsamer Speicher (Redis) wäre der nächste Schritt, falls Lastspitzen ein Thema werden.
- Eine E-Mail-Änderung im eigenen Profil meldet „bereits vergeben“, wenn die Adresse existiert. Das erfordert eine Anmeldung plus aktuelles Passwort; eine generische Meldung würde Nutzer nur verwirren.
## 10. Ereignis-Rückgrat und Laufrollen
### Ereignisse
**Outbox.** Fachliche Folgen werden nicht direkt nach dem Commit ausgeführt. Sie werden als `DomainEvent` geschrieben, in derselben Prisma-Transaktion wie die fachliche Änderung und der Audit-Eintrag (`DomainEventsService.record/recordAll`, nur mit Transaktions-Client). Kein Commit ohne Ereignis, kein Ereignis ohne Commit. Nach dem Commit weckt `pg_notify('domain_event', '')` den Worker. Ein verlorenes Wecken verzögert nur bis zum nächsten Takt (5 s).
**Claim.** `DomainEventDispatcher.runOnce()` übernimmt höchstens 50 fällige Ereignisse (`status = 'PENDING'`, `availableAt <= now()`), älteste zuerst (`occurredAt`). Das geschieht per `UPDATE … WHERE id IN (SELECT … FOR UPDATE SKIP LOCKED) RETURNING *` → `PROCESSING`, `claimedAt = now()`. Mehrere Worker übernehmen so nebeneinander disjunkte Mengen, ohne aufeinander zu warten. `drain()` wiederholt `runOnce()`, bis eine Runde nichts übernimmt, höchstens 20 Runden je Takt. Folgeereignisse der Handler kommen so in der nächsten Runde dran. Claim, Abschluss und Freigabe liegen für alle Outboxen in `src/common/outbox/outbox-claims.ts`, die Wiederholregel in `src/common/retry-policy.ts`. Alle Zeitvergleiche laufen in SQL gegen `now()` (DB-Uhr).
**Delivery-Sperre.** Je Ereignis laufen die Handler nacheinander in fester Reihenfolge (Handler-ID nach Codepunkt), jeder in einer eigenen Transaktion mit 10 s Timeout:
1. `DomainEventDelivery` (eventId, handler) anlegen, falls es sie noch nicht gibt (`skipDuplicates`).
2. Die Zeile `FOR UPDATE` sperren. Ist sie `DONE`, wird der Handler übersprungen.
3. Den Handler mit dem Transaktions-Client aufrufen; die Korrelations-ID steht im `domainEventContext`.
4. Die Delivery auf `DONE` setzen, `attempts + 1`.
Die Wirkung des Handlers und `DONE` werden gemeinsam committet. Die Exklusivität je (Ereignis, Handler) kommt allein von dieser `FOR UPDATE`-Sperre der Delivery-Zeile, nicht vom Claim: Ein Ereignis kann nach einer Stale-Freigabe von einem zweiten Worker übernommen werden, während der erste noch läuft. Der zweite Worker wartet dann auf die Sperre und findet danach `DONE`. So entsteht jede Wirkung höchstens einmal je (Ereignis, Handler), auch bei einem Retry oder einem wieder freigegebenen Ereignis. Scheitert ein Handler, rollt seine Transaktion zurück. Außerhalb davon zählt die Delivery `attempts + 1` und speichert `lastError`; die übrigen Handler laufen trotzdem.
**Backoff und `FAILED`.** Sind alle Deliveries `DONE` (oder hat der Typ keinen Handler), wird das Ereignis `DONE` (`processedAt = now()`). Sonst gilt `attempts + 1`, `lastError = "<handlerId>: <Meldung>"` (erster gescheiterter Handler) und `availableAt = now() +` Wartezeit: 30 s, 2 min, 10 min, 1 h, ab dem 5. Fehlversuch 6 h. Beim 8. Fehlversuch wird das Ereignis `FAILED`, ebenso seine offenen Deliveries. Erledigte Handler laufen beim Wiederholen nicht erneut. Der Abschluss ist ein Compare-and-Set auf `id` + `claimedAt`: Wer seinen Claim verloren hat, ändert nichts.
**Liegengebliebene Claims.** `releaseStaleClaims()` läuft in jedem Worker-Takt vor `drain()`. Es setzt Ereignisse, deren `claimedAt` älter als 5 min ist, sofort wieder auf `PENDING`, mit `attempts + 1` und `lastError = 'claim expired (worker restarted?)'`; ab 8 Versuchen werden sie `FAILED`, und ihre offenen Deliveries ebenfalls. So kann ein Ereignis, das seinen Worker abstürzen lässt, nicht endlos kreisen.
**Handler-Vertrag.** `@OnDomainEvent(types, '<consumer>.<name>')` steht nur auf Singleton-Providern. Ein Handler schreibt ausschließlich über den übergebenen `tx`; lesen darf er auch über `PrismaService`. Er macht keine HTTP- oder Graph-Aufrufe: Netzwerkarbeit kommt in eine eigene Outbox (`CalendarSyncOutboxEntry`, `WebhookDelivery`), die eine Worker-Schleife abarbeitet. Der Wächter `src/domain-events/handler-contract.spec.ts` prüft, dass `*.handlers.ts` keine Netzwerk-Clients importieren. Fehlertexte gehen nur über `loggableError()` in `lastError` und Logs, nie Payload oder Secrets.
**Tests.** e2e-Tests haben keinen Worker. Sie rufen nach der Anfrage `drainDomainEvents(app, [aggregateId])` aus `test/utils/domain-events.ts` auf. Das arbeitet nur die Ereignisse dieser Korrelationen ab, sodass parallele e2e-Dateien sich nicht stören.
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