From 8c4ae64e76509f4a9f03a941fa37d63b965c7b61 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Nick Szaunig Date: Sun, 6 Sep 2026 02:51:15 +0200 Subject: [PATCH] docs: record the Wartezeit design assumption in ARCHITECTURE.md Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 --- ARCHITECTURE.md | 1 + 1 file changed, 1 insertion(+) diff --git a/ARCHITECTURE.md b/ARCHITECTURE.md index 1cec2f7..e6840a5 100644 --- a/ARCHITECTURE.md +++ b/ARCHITECTURE.md @@ -98,6 +98,7 @@ Fachliche Annahmen, getroffen weil das Lastenheft an der Stelle keine eindeutige 7. **Dokumentenspeicher als lokales Volume (Modul 29)**: `DocumentsModule` speichert Uploads unterhalb von `DOCUMENTS_STORAGE_PATH` auf dem lokalen Dateisystem des Backend-Pods, keine Objektspeicher-Anbindung (S3-kompatibel o.ä.) im MVP/v1.x. Der Pfad ist über die ConfigMap austauschbar, wie in Abschnitt 27 des Lastenhefts vorgesehen. Wichtig für den Betrieb: das aktuelle `deploy/k8s`-Deployment läuft mit `replicas: 2` ohne geteiltes Volume – für konsistente Uploads über beide Pods hinweg muss vor Produktivbetrieb mit Dokumenten-Feature ein `ReadWriteMany`-PVC (z.B. NFS- oder EFS-basiert) gemountet und `DOCUMENTS_STORAGE_PATH` darauf gesetzt werden, sonst sieht nur der Pod, der die Datei entgegengenommen hat, sie auch beim Download wieder. 8. **Entra ID SSO ohne Auto-Provisioning**: `POST/GET /api/v1/auth/sso/*` implementiert Authorization Code + PKCE gegen Entra ID über `openid-client`. Der E-Mail-Claim aus dem ID-Token wird ausschließlich gegen einen bereits existierenden, aktiven `User`-Datensatz gematcht – es wird kein neuer Benutzer automatisch angelegt (Just-in-Time-Provisioning), passend zum bestehenden Modell, dass Admins Benutzer manuell anlegen. Eine erfolgreiche SSO-Anmeldung überspringt die App-eigene TOTP-MFA-Abfrage, da der Identity Provider bereits eine eigene (typischerweise stärkere) Authentifizierung durchgesetzt hat. Der PKCE-`code_verifier` wird kurzlebig (5 min) in einem httpOnly-`SameSite=Lax`-Cookie zwischengespeichert statt serverseitig, damit der Flow ohne Sticky-Sessions über mehrere Backend-Replicas hinweg funktioniert; der Rückweg vom Callback zum Frontend nutzt ein kurzlebiges (60 s), zweckgebundenes JWT statt des echten Access-Tokens in der Redirect-URL. `OIDC_ISSUER_URL`/`OIDC_CLIENT_ID`/`OIDC_CLIENT_SECRET`/`OIDC_REDIRECT_URI` kommen ausschließlich aus Environment-Variablen; fehlen sie, meldet `GET /api/v1/auth/sso/status` `enabled: false` und die Login-Seite blendet den "Mit Microsoft anmelden"-Button aus, statt beim Start zu scheitern. 9. **M365-Kalender-Synchronisation als einseitiger, asynchroner Push**: Abschnitt 4.25 verlangt nur einen internen Betriebskalender, keine externe Anbindung – diese Funktion ist eine reine Erweiterung ohne Lastenheft-Vorgabe. Umgesetzt als `CalendarSyncModule` (`ApiCore-Backend/src/calendar-sync/`): App-only Graph-API-Zugriff per Client-Credentials-Flow (`GraphClientService`) statt delegierter Anmeldung, da die Synchronisation unbeaufsichtigt im Hintergrund laufen muss und nicht an eine interaktive Benutzersitzung gebunden sein darf. Nutzt bewusst dieselbe Entra-App-Registrierung wie das SSO-Login (`OIDC_ISSUER_URL`/`OIDC_CLIENT_ID`/`OIDC_CLIENT_SECRET`, ausschließlich Env-Variablen) statt einer zweiten, separaten App-Registrierung – ein Enterprise-App-Objekt im Tenant genügt, sofern es zusätzlich zu den delegierten Login-Scopes auch die Application-Permission „Calendars.ReadWrite“ (Admin-Consent) erhält; die Tenant-ID wird dafür aus dem Pfad von `OIDC_ISSUER_URL` abgeleitet, statt eine weitere Konfigurationsvariable zu benötigen. Die Übertragung ist bewusst nur einseitig (ApiCore → M365-Gruppenkalender, adressiert über `groupId`); Änderungen, die direkt im M365-Kalender vorgenommen werden, fließen nicht zurück. Statt eines synchronen Push im Request-Pfad (wie beim Webhooks-Modul) nutzt `CalendarSyncOutboxEntry` ein Outbox-Muster mit minütlichem `@Cron`-Worker: Graph-API-Aufrufe sind zu langsam/fehleranfällig (Token-Refresh, Drosselung, transiente 5xx), um eine Durchsicht-/Aufgaben-Erstellung darauf warten zu lassen; fehlgeschlagene Versuche werden bis zu 5-mal wiederholt, danach bleibt der Eintrag `FAILED` bis zu einem manuellen "Jetzt synchronisieren" oder einer erneuten Änderung des Quelldatensatzes. Pro Quelltyp (Aufgabe/Durchsicht/Behandlung/Fütterung/Ernte/Königinnen-Zuordnung) ist die Synchronisation einzeln über die GUI (Verwaltung > Automatisierung > Kalender-Sync) abschaltbar; Kalendereinträge werden als ganztägige Graph-Events (`isAllDay: true`) angelegt, um Zeitzonen-/Uhrzeit-Mehrdeutigkeiten zu vermeiden, da die zugrundeliegenden Fachdaten selbst keine Uhrzeit führen. +10. **Wartezeit manuell statt aus Wirkstoff-Datenbank abgeleitet**: `Treatment.withdrawalPeriodDays` wird pro Behandlung von Hand eingetragen (laut Packungsbeilage des verwendeten Mittels), statt automatisch aus Produktname/Wirkstoff hergeleitet zu werden. Eine hartkodierte Zuordnung Produkt→Wartezeit wäre eine faktische, rechtlich relevante Behauptung über Tierarzneimittel-Zulassungen, die im Code weder aktuell gehalten noch verlässlich verifiziert werden kann; die Verantwortung für den korrekten Wert bleibt beim Imker. Die App warnt in der Ernte-Erfassung nur, wenn ein Wert hinterlegt wurde und dessen Fenster (`endDate ?? date` + `withdrawalPeriodDays`) noch nicht abgelaufen ist – sie blockiert die Ernte nicht hart, da Ernte-Datensätze auch nachträglich für bereits erfolgte, reale Ernten erfasst werden. ## 7. Kubernetes